Fabian Gerber laut Vater Franz kein Kandidat als BSV-Coach / Hilfe für Matovina

Vater und Sohn gemeinsam für Rehden – aber nur vorerst

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rehden - Von Cord Krüger. Der Sohn hilft dem Vater – dass Fabian Gerber aber Franz Gerber als Trainer des BSV Rehden beerbt, steht derzeit nicht zur Diskussion. Tatsache ist allerdings, dass Gerber junior momentan voll in den Trainingsbetrieb des Regionalligisten integriert ist. „Klar, dass da jetzt viel hineininterpretiert wird“, erläuterte Gerber senior, „aber bisher hat darüber gar kein Gespräch stattgefunden.“

Trotzdem bleibt der 61-Jährige dabei, dass sich der BSV tunlichst bald einen neuen Übungsleiter suchen sollte. „Wenn es sein muss, helfe ich hier bis zum 5. Dezember“, erklärte er mit Blick auf den letzten Spieltag vor der Winterpause.

Sein Sohn Fabian, wie er Ex-Profi und bis Sommer 2013 in Diensten des FC Ingolstadt 04, hat inzwischen an seiner Trainerlaufbahn gearbeitet und bereits die A-Lizenz erworben. Die würde in der Regionalliga reichen. Doch der eigentliche Grund, warum der 35-Jährige seit mehr als zwei Wochen in Rehden hinter die Kulissen schaut und mitarbeitet, ist ein anderer: Kurzfristig hatte sich eine Möglichkeit zur Hospitation bei einem anderem Club zerschlagen, Fabian Gerber hatte Zeit – und unterstützt seitdem den Papa.

„Wir besprechen zusammen die aktuellen Probleme und denken über die Trainingsplanung nach“, schildert Franz Gerber. Er sieht es als gute Gelegenheit für seinen Sohn, auch mal den Alltag bei einem kleineren Verein kennenzulernen. Denn der einstige Spieler von Hannover 96, FC St. Pauli, SC Freiburg und Mainz 05 hat nach seiner aktiven Zeit bereits bei einigen größeren Clubs hospitiert. „Jetzt sieht er mal, was hier in Rehden geleistet wird – mit Spielern, die gleichzeitig nebenher noch arbeiten müssen. Mit Einnahmen, die nicht mit denen von Mannschaften aus größeren Städten zu vergleichen sind. Es ist schon enorm, was Rehden hier möglich macht – für Fans einer ganzen Region“, schwärmt der weitgereiste Trainer und Manager.

Und Fabian Gerber hat bereits weitergeholfen: Er vermittelte Kresimir Matovina zum Hamburger SV! Jedenfalls zu einem dortigen Experten der medizinischen Abteilung, die dem Linksverteidiger eine Spezialmaske anfertigte. Damit bestritt der Kroate am Freitag beim 1:1 in Havelse sein Comeback – drei Monate nach seinem Kiefer-, Jochbein- und Nasenbeinbruch. „Ich selbst war zwar nie beim HSV, aber durch meine Zeit als Spieler hatte ich einige Kontakte“, erklärt der 35-Jährige.

Mit diesem Gesichtsschutz, meinte Matovina nach dem Abpfiff, „lief es eigentlich ganz okay. Ich spüre zwar noch etwas und bin natürlich noch nicht bei 100 Prozent, aber wir sind in der ersten Halbzeit gut ins Spiel gekommen. Das hat mir dann auch geholfen“, urteilte der 23-Jährige.

Matovina steht laut Interimscoach Franz Gerber symbolisch für die derzeitige sportliche Lage des Regionalliga-Elften: „Kresimir bringt eine enorme Physis mit und zeigt einen unbändigen Willen. Spieler wie er oder Kevin Artmann waren nach ihren Verletzungen einfach nicht zu ersetzen.“ Wenigstens Matovina scheint jetzt aber wieder von Anfang an zur Verfügung zu stehen, und Mittelfeldregisseur Artmann am Samstag ab 15 Uhr im Heimspiel gegen den FC St. Pauli II vielleicht für mehr als nur jene sieben Minuten wie am Freitagabend in Havelse.

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