Ex-Profi soll Rehden wieder auf Kurs bringen / Schilling sucht noch Co-Trainer

Gerber neuer Chefcoach

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Bereits am Samstag beim 0:1 gegen Drochtersen diskutierte Franz Gerber (rechts) zusammen mit Co-Trainer Jacek Burkhardt die Leistung des BSV Rehden. Jetzt übernimmt der Ex-Profi den Regionalligisten bis auf Weiteres als Cheftrainer.

Rehden - Von Arne Flügge. Eigentlich wollte Franz Gerber nach der Kündigung von Trainer Alexander Kiene beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden nur kurzfristig in beratender Funktion einspringen. So, wie er es vor fast einem Jahr schon einmal getan hatte. Doch seit gestern ist der Ex-Profi neuer Cheftrainer des Viertligisten. „Wir haben uns auf eine Zusammenarbeit bis auf Weiteres geeinigt“, sagte Vereinsboss Friedrich Schilling.

Die 0:1-Heimniederlage gegen Drochtersen hatte Schilling ziemlich zu denken gegeben. Er sei von der Leistung des Teams erschrocken gewesen. „Ich musste feststellen, dass die Mannschaft in einem sehr, sehr schlechten Zustand ist. Da wurde in den letzten Monaten so einiges schleifen gelassen“, knurrte der Steuerberater – und verteilte damit einen Seitenhieb in Richtung Ex-Coach Kiene. Es sei zu wenig und nicht richtig trainiert worden, behauptet Schilling. Das habe ein Leistungstest gezeigt, den die Mannschaft am Dienstagabend absolvierte. Schilling: „Fast alle Spieler sind im Vergleich zum Sommer erheblich abgefallen.“

Bereits in den letzten Wochen habe sich ein Leistungseinbruch angekündigt. „Wir haben von den letzten sechs Spielen doch nur gegen Schilksee und Cloppenburg gewonnen“, echauffierte sich der Vereinschef: „Herr Kiene hat immer alles schön geredet, aber dann muss auch etwas dahinter stehen.“

Ob in den letzten Wochen schlecht oder nur unzureichend trainiert wurde, darüber will der neue Trainer Franz Gerber nicht spekulieren. „Ich bin nicht eng genug an der Mannschaft gewesen, um ein Urteil fällen zu dürfen“, erklärte der 61-Jährige, „aber natürlich war der Abgang des Trainers nicht so schön.“

Allerdings kann sich der Ex-Profi ein Bild von der Leistung der Mannschaft gegen Drochtersen machen, denn Gerber hat die Partie beobachtet. Sein Fazit: „Das war ein richtig schlechter Auftritt, einfach enttäuschend. Das war für jeden offensichtlich.“

Es war die Fortsetzung einer negativen Tendenz, der nun mit Franz Gerber entgegen gesteuert werden soll. Zwar stehen die Rehdener mit 16 Punkten als Tabellenneunter noch immer recht passabel da, doch einen weiteren Absturz in der Negativspirale kann und will sich der Club nicht leisten. Für Gerber ist es daher schon eine Art „Notsituation, denn es ging ja schon in den letzten Wochen bergab. Die Form der Mannschaft war in den letzten Spielen nicht mehr so wie noch in der Rückrunde oder zu Beginn der Saison“, so der Trainer. Und da er und Schilling sich schon lange sehr gut kennen, „konnte ich nicht einfach Nein sagen. Ich bin bereit zu helfen, bis eine gute Lösung gefunden wurde.“

Wann das ist, bleibt abzuwarten. Es kann dauern, bis Gerber seinen Auftrag, „die Mannschaft wieder auf Stand zu bringen und sie fit zu bekommen“ (Schilling), erfüllt hat. Da fehlt es auch an Zeit, denn bereits Wochenende für Wochenende werden wieder Ergebnisse gefordert. Von daher sei es einfacher, eine Mannschaft vor der Saison oder in der Winterpause zu übernehmen, „als mittendrin als Feuerwehrmann einzuspringen“, weiß Gerber. Es müsse jetzt viel und intensiv mit den Spielern gearbeitet und auch gesprochen werden, denn ein „Negativtrend hat auch Auswirkungen auf den Kopf. Das weiß jeder Sportler“, so der neue BSV-Coach: „Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Mannschaft möglichst schnell wieder in die Spur bringen. Da sind wir jetzt gefordert.“

Mit „wir“ meint Gerber freilich auch seine beiden Co-Trainer Sandy Peter Röhrbein und Jacek Burkhardt. Zudem will Chef Schilling den Trainer-Stab noch um einen weiteren Co-Trainer erweitern. „Wir sind auf der Suche nach einem guten Mann“, bestätigte der Vorsitzende.

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