Ex-Mannschaftsbus kutschiert Stars in Arabien

Nanu? Rehden in der Champions League

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Der Mannschaftsbus des BSV Rehden fuhr am Hazza Bin Zayed Stadium in Al Ain (Vereinigte Arabische Emirate) vor.

Rehden - Von Adrian Rehling, Von der Regionalliga Nord in die Champions League? So schnell kann es gehen. Am Dienstagabend fuhr plötzlich der Mannschaftsbus des BSV Rehden am Hazza Bin Zayed Stadium in Al Ain (Vereinigte Arabische Emirate) vor.

Adrian Rehling vor dem Bus...

Die Mannschaft von Esteghlal FC (Iran) wurde zum dritten Gruppenspiel in der AFC Champions League beim Al Ain FC tatsächlich im (ehemaligen) Bus der Rehdener chauffiert. Esteghlals Teammanager Sascha Schäfer, Sohn von Trainerlegende und Esteghlal-Coach Winfried Schäfer, klärte auf: „Der gastgebende Verein stellt das Transportmittel, mit dem der Gast dann zum Spiel gebracht wird.“ Die Partie endete 2:2. Ein überraschender, aber hochverdienter Punktgewinn für die iranische Mannschaft. Für Schäfers Team wäre sogar noch mehr drin gewesen: Erst in der 87. Minute erzielten die Gastgeber den Ausgleich durch einen – wie die TV-Bilder deutlich belegten – unberechtigten Elfmeter. „Die Rehdener hätten uns statt des Busses lieber einen unparteiischen Schiedsrichter schicken sollen“, schmunzelte Trainer Winnie Schäfer mit etwas Abstand zur Partie. Für den 68-Jährigen läuft es im Iran dennoch hervorragend: In sechs Monaten kassierte er erst eine Niederlage und ist in der Champions League auf Kurs Richtung K.o.-Phase. Die Bilder vom Ex-BSV-Bus in den Emiraten sorgten auch im aktuellen Rehdener Kader für Gelächter: „Das kann doch nicht wahr sein“, konnte es Rehdens Innenverteidiger Michael Wessel beim Anblick erst gar nicht fassen. 

... und im Bus.

Mit einem Augenzwinkern legte er nach: „Da hat unser Clubpräsident wohl einen guten Deal gemacht.“ Doch der umtriebige BSV-Vorsitzende Friedrich Schilling zeichnete für diesen „Transfer“ ausnahmsweise mal nicht verantwortlich, sondern Busunternehmer Bernd Rittmeyer aus Drebber. Der hatte den Mercedes Benz „Tourismo“ im vorigen Jahr verkauft – und staunte gestern nicht schlecht: „So klein ist die Welt! Ich wusste wohl von meinem Händler, dass der Bus nach Arabien gehen sollte, mehr aber auch nicht.“ Doch Rittmeyer traut dem 400-PS-Gefährt die neue Aufgabe in der Wüste absolut zu: „Er ist jedenfalls bestens klimatisiert.“ Rehden also in der Champions League – als Glücksbringer für einen deutschen Trainer. Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball.

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