Rehdens starke Hinserie ist eng mit Konstanz des Verteidigers verbunden / Heider SV zu Gast

Esche glücklich über das Ende der Leidenszeit

Das Lachen ist zurück: Rehdens Vizekapitän Tobias Esche (links, hier beim Torjubel mit Alen Suljevic (M.) und Dino Bajric) genießt seine verletzungsfreie Zeit und die aktuelle Erfolgsserie des BSV in der Regionalliga. Foto: Krüger

Rehden – Alles in Butter beim BSV Rehden: Die beste Hinserie seit sechs Jahren neigt sich mit 25 Punkten und Platz fünf nach 15 Partien dem Ende entgegen, das Lazarett des Fußball-Regionalligisten hat sich komplett gelichtet, und seit einer Woche liegt auch endlich die Spielerlaubnis für den bereits im Januar verpflichteten Miroslav Kovacevic vor. Beste Voraussetzungen für das Heimspiel der Schwarz-Weißen am Sonntag ab 15.00 Uhr gegen den Tabellenvorletzten Heider SV. Eine leichte Aufgabe? „Nein, für den BSV Rehden gibt es in dieser Liga keine leichten Aufgaben“, stellt Trainer Heiner Backhaus klar. Er attestiert den Dithmarschern „sehr viel Herz im Abstiegskampf. Sie werden auf Konter setzen und versuchen, Zeit von der Uhr zu nehmen. Wir werden ganz viel Leidensbereitschaft brauchen.“ Doch davon haben seine Männer inzwischen richtig viel aufgebaut: „Ich bin keiner, der vor jedem Spiel drei Punkte oder zig tolle Spielzüge fordert“, stellt Backhaus klar: „Ich will nur, dass alle alles geben. Wenn sie dann in die Kabine zurückkommen, sollen sie sich in unserem überdimensionalen Spiegel guten Gewissens in ihre verdreckten und verschwitzten Gesichter sehen. Dann ist alles in Ordnung“, meint der 37-Jährige.

Dieses stete Einfordern von unbedingter Mentalität ist laut Innenverteidiger Tobias Esche das, was Rehden seit dem Sommer so stark macht: „Der Trainer ist unser emotionaler Leader, will, dass wir immer 100 Prozent geben. Wenn er das erkennt, verzeiht er auch Fehler, ohne dass man beim nächsten Mal auf der Bank sitzt.“ Mit diesem Wissen in den Köpfen der Spieler sei ein völlig neuer Mannschaftsgeist entstanden: „Wir bauen uns von innen heraus Druck auf, wollen den Erfolg und pushen uns gegenseitig“, verdeutlicht der 28-Jährige. An Esche selbst sei das besonders gut zu erkennen, verrät Backhaus: „Selbst, wenn Tobi mal nicht so gut spielt, ist er jetzt derjenige, der die Jungs führt und mitreißt.“

Meistens spielt er aber gut. In allen 15 bisherigen Partien stand er von Anfang bis Ende auf dem Platz und trug erheblich dazu bei, dass der BSV mit 15 Gegentreffern aktuell die zweitbeste Defensive der Liga stellt. Nicht selbstverständlich für den Blondschopf, der vor nicht allzu langer Zeit sogar mal über das Ende seiner Laufbahn nachdenken musste: Im Januar 2018 vom TB Uphusen nach Rehden gekommen, setzte ihn nach elf Einsätzen eine komplizierte Fußverletzung außer Gefecht: Das Sesambein, ein Knochen im Gelenk des großen Zehs, war gebrochen. „Das wurde aber erst zwei Monate später festgestellt, und als es verheilt war, habe ich viel zu früh angefangen“, berichtet der 1,88-Meter-Mann. Doch die Leidenszeit ist vorbei, auch dank eines selbst engagierten Personal-Trainers arbeitete sich Esche zurück. „Jetzt bin ich einfach nur mega-glücklich, dass ich jeden Tag auf dem Platz stehen kann.“

Ebenso täglich „frage ich Tobi aber auch, wie es seinem Körper geht“, erläutert Backhaus: „Der Junge arbeitet in Vollzeit als Außendienstler, hat abends noch das Trainingspensum, aber er macht das super. Er ist das beste Beispiel an Mentalität – eine unserer Maschinen.“

Wie jeder im Kader hat aber auch Esche Konkurrenz, „und das macht uns ebenfalls stärker“, sagt der Innenverteidiger. Vorige Woche kam ein neuer Mann für die Defensive hinzu, der so neu gar nicht mehr ist: Nach endlos langem bürokratischen Hickhack liegt nun die Spielerlaubnis für Miroslav Kovacevic vor. Der Montenegriner hielt sich zwischendurch in der Heimat fit, „ist aber intelligent genug, um sich auf dem Platz mit den Kollegen schnell zurechtzufinden“, lobt ihn sein Trainer. Zudem freut er sich, das Stürmer Tomislav Ivicic fast sieben Wochen nach seiner im Training zugezogenen Fußverletzung wieder fit ist. Einzig hinter dem Einsatz von Abwehrakteur Denis Weidlich steht noch ein Fragezeichen: Er hatte beim 2:0-Heimsieg gegen Altona vor zwei Wochen einen Tritt ans Sprunggelenk bekommen.

Doch egal, in welcher Besetzung: Im Heimspiel gegen Heide dürfte es vor allem auf die Einstellung ankommen, denkt Esche: „Wir müssen voll konzentriert gegen den Ball arbeiten und unsere Chancen suchen.“ Da der „kleine HSV“ aber wohl hinten kompakt stehen dürfte, „bekommen wir wohl erst nach Ballverlusten und der sofortigen Balleroberung unsere Räume“, mahnt Backhaus: „Wir müssen geduldig-ungeduldig spielen.“  ck

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