BSV Rehden ist mit 0:1-Niederlage gegen Werders Reserve noch gut bedient

Es ruckelt noch

Noch der Stärkste in Rehdens Offensive: Jaroslaw Lindner (li., hier gegen Werders Kyu-Hyun Park) versuchte vieles, aber auch er blieb am Ende glücklos. 
FOTO: VOGLER
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Noch der Stärkste in Rehdens Offensive: Jaroslaw Lindner (li., hier gegen Werders Kyu-Hyun Park) versuchte vieles, aber auch er blieb am Ende glücklos. FOTO: VOGLER

Rehden – Mehr Sicherheitsabstand ging kaum. Als der Schiedsrichter Carsten Wessel das Regionalliga-Spiel abpfiff, standen die Fußballer des BSV Rehden mindestens sieben, acht Meter auseinander. Der eine knickte in sich zusammen, der andere wischte sich über die Stirn, der nächste stemmte mit leerem Blick die Hände in die Hüften. Der Frust saß tief nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den SV Werder Bremen II. „Der Sieg für Werder geht in Ordnung“, sagte Rehdens Trainer Andreas Golombek. Insgesamt sei es ein „sehr gutes Spiel“ gewesen: „Kein Team wollte verwalten, sondern Fußball spielen.“

Kurz vor dem Anpfiff hatte Jaroslaw Lindner im Spielertunnel noch Redebedarf, gab Rechtsverteidiger Denis Schütte gestenreich letzte taktische Anweisungen. Scheinbar hörte Schütte gut zu. In der fünften Minute war er weit aufgerückt, nahm einen Pass von Lindner an und stand vor Eduardo Dos Santos Haesler. Doch Schüttes Rechtsschuss landete unplatziert in den Händen des Werder-Torwarts. Rehden schien im Spiel zu sein, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Ecken und einen Freistoß aus dem Halbfeld herausgeholt. Werder befreite sich jedoch, überspielte die Rehdener Linien durch einfache Doppelpässe und kam zu Torszenen. Erst verzog Simon Straudi (15.) aus 18 Metern knapp, dann wurde es noch enger, als ein erneuter Straudi-Schuss (17.) vom rechten Innenpfosten wieder ins Spielfeld tropfte. Auf der Gegenseite legte Lindner für Kamer Krasniqi (18.) ab, doch auch der Mittelfeldspieler verzog knapp. Während es die Gastgeber oft überfallartig versuchten, kombinierte Werder gefälliger bis zum Strafraum durch, nur der letzte Pass fehlte. Zudem beschäftigte Abdenego Nankishi die Rehdener ordentlich. Oft schafften es die Schwarz-Weißen nur zu zweit oder zu dritt, den 18-jährigen Offensivmann zu stoppen. Großchancen blieben jetzt aus.

Bis zur 52. Minute: Simon Straudi schickte Kebba Badjie in den Strafraum – Außennetz. Wenige Zentimeter fehlten dann auch Straudi bei seinem Linksschuss (58.). Die Rehdener veranstalteten jetzt ein Fehlpassfestival. In der 60. Minute war die Gästeführung Pflicht, doch Nankishi verfehlte das fast leere Tor. Besser machte es Eren Dinkci, als er nach Vorarbeit von Badjie zum längst überfälligen 1:0 (72.) traf. Damit waren die Rehdener letztlich noch gut bedient.

„Wir haben heute im Kollektiv verteidigt“, betonte Werder-Coach Konrad Fünfstück, „und wir haben viel Dominanz ausgestrahlt.“ Während Werder nun nach zwei Partien vier Punkte hat, steht Rehden (ein Zähler) vor dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst (Samstag/16.00 Uhr) schon etwas unter Zugzwang.

Von Daniel Wiechert

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