Erste Halbzeit gegen Landesligist Wildeshausen gefällt Kiene / Sorge um Hester

Rehdens zweiter Anzug passt noch nicht – 3:1

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Ein Ex-Profi gegen einen, der noch in der A-Jugend spielen dürfte: Rehdens Marcel Stutter (links) im Duell mit Wildeshausens Youngster Kevin Kari.

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Der dritte Sieg des BSV Rehden in seinem vierten Testspiel geriet gestern Abend fast zur Nebensache. Denn auf dem Weg zum Landesligisten VfL Wildeshausen, der dem Regionalligisten mit 1:3 (0:1) unterlag, verunglückte Rehdens neuer Torwart Rafael Hester, der mit dem Auto zur Mannschaft nachkommen sollte. „Er hat sich Prellungen und Schürfwunden zugezogen“, berichtete Rehdens Trainer Alexander Kiene. Aktuell steht ihm also keine Nummer zwei hinter Stammkeeper Milos Mandic zur Verfügung. Möglich, dass die Schwarz-Weißen auf dem Transfermarkt noch Ausschau halten. Allerdings nicht nur nach einem Torhüter.

Denn „die erste Halbzeit mit unserer eingespielten Mannschaft hat mir gut gefallen, die zweite mit einigen Gastspielern nicht so sehr“, bemängelte Kiene. Anders ausgedrückt: Rehdens zweiter Anzug passt noch nicht. „Uns fehlt weiter jemand für die Position, die Jeffrey Obst eingenommen hat“, urteilte der BSV-Coach mit Blick auf die rechte Außenbahn, auf der bisher der zu Rot-Weiss Essen gewechselte Obst überzeugt hatte. „Und wir brauchen je einen adäquaten Außenverteidiger für rechts und links“ – falls also Viktor Pekrul oder Kresimir Matovina mal ausfallen sollten.“ Bei Matovina war es zur Pause wegen Adduktorenproblemen so weit, Linksaußen Danny Arend musste eine Station zurück.

Den Wildeshausern konnte es egal sein. VfL-Coach Marcel Bragula sprach von einem „verdienten Sieg – ganz klar. Aber wir sind heute Abend wieder einen Schritt weitergekommen.“

Wegen einer konzentrierten Wildeshauser Defensivarbeit stand es zur Pause „nur“ 1:0 – und dank VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack, „der das natürlich super gemacht hat“, erkannte Kiene die Leistung des Kapitäns an. Mit starken Reflexen parierte er Kopfbälle von Marcel Stutter (5.) und Abu Bakarr Kargbo (16.), war dann bei Kargbos Lupfer aus der zweiten Reihe ins rechte Eck machtlos (17.), blieb aber drei Minuten später gegen Kargbo wieder Sieger (20.). „Wir hatten auch Pech im Abschluss“, meinte Kiene.

Gleich der erste Versuch nach dem Wechsel saß allerdings – Bilal Abdallah zog von der Strafraumgrenze zum 2:0 ab (46.). Der Landesliga-Aufsteiger traute sich nun mehr zu, spielte schnell nach vorn – und jubelte nach einem Freistoß von Sebastian Bröcker, den Lennart Flege mit der Hacke zum Jubel der 200 Zuschauer an Mandic vorbei bugsierte (54.). Nur ein Mal waren die Wildeshauser unaufmerksam – als niemand Arend angriff, der von links einlief und aus 20 Metern in den Winkel drosch (66.). Weitere Chancen vereitelte VfL-Nachwuchskeeper Lauren Riedel (unter anderem gegen Andreas Gerdes-Wurpts/71.). „Insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung“, urteilte Kiene.

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