Regionalligist will mit geringerer Fehlerquote in Norderstedt siegen

Erneuter Rehdener Beutezug im Norden?

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Zeit genutzt: Rehdens Dino Bajric (Mitte), einer der erst zum Ende der Vorbereitung verpflichteten Rehdener, hat in den jüngsten Trainingstagen die Abläufe mit dem Team verfeinert.

Rehden – Endlich geht’s wieder aufwärts – zumindest auf der Landkarte. Wann immer der BSV Rehden in dieser Saison nördlichere Gefilde ansteuerte, kehrte der Fußball-Regionalligist mit Punkten zurück – nach den beiden bisher einzigen zwei Saisonsiegen in Flensburg und beim HSV II. Beste Voraussetzungen also für das Auswärtsspiel am Sonntag ab 14.00 Uhr bei Eintracht Norderstedt.

Zu Hause hingegen kassierte die Mannschaft von Trainer Heiner Backhaus zwei Niederlagen, eine weitere setzte es beim amtierenden Meister und Spitzenreiter VfL Wolfsburg II. Jenes 0:3 am zweiten Spieltag sei aber schon das bisher letzte Mal gewesen, „als wir nicht selbst schuld am Ergebnis waren“, meint Backhaus. Und da liegt für ihn der Hase im Pfeffer: „Wir bringen uns entweder durch individuelle oder konzeptionelle Fehler um den Lohn“, moniert der 37-Jährige. 

Zur Kategorie „Konzeptionell“ zählt er, wenn seine Männer nicht nah genug am Gegner sind. In die Sparte „Individuell“ ordnet er die Unachtsamkeiten bei Standards ein, die zu einigen Gegentreffern führten – sogar nach Einwürfen, was den Übungsleiter besonders wurmt. Zuletzt geschah dies am Samstag beim 1:3 gegen Werder II, und es war nicht das erste Mal“, mahnt Backhaus. Nach Studium der Video-Sequenzen herrsche im Team Einsicht und Einigkeit, doch dann wiederhole sich mancher Fehler.

Doch die jüngsten Tage taten den Rehdenern gut. Denn während der Englischen Wochen davor reichte die Zeit oft nur für Regeneration und Gegner-Analysen, „jetzt hatten wir endlich mal Zeit, weiter an uns zu arbeiten“, verdeutlicht Backhaus. Das sei wichtig für die später zum Team gestoßenen Akteure wie Last-Minute-Neuzugang Denis Weidlich gewesen. Oder für die Offensive: „Wegen der hohen Belastung mit so vielen Spielen in kurzen Abständen konnten nie zwei Spitzen über einen längeren Zeitraum in derselben Besetzung spielen“, schildert der BSV-Coach.

Apropos Besetzung: Zwar hat Backhaus keinerlei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen, er stellt aber schon jetzt klar, dass er nicht mit demselben Personal in Norderstedt beginnt wie zuletzt gegen Werder: Erstens „muss ich ja nach so einer Niederlage reagieren, wenn jemand etwa nach dem dritten Mal etwas noch immer nicht verstanden hat“. Zweitens habe Eintracht Norderstedt – anders als Werder II – viele Regionalliga-erfahrene, „körperlich robuste Spieler“ in seinen Reihen. Einer von ihnen: 1,91-Meter-Mann Yannik Nuxoll, der in der Serie 2016/17 noch das Rehdener Trikot trug, ehe er zu Drittligist SV Meppen wechselte. Dort kam der heute 22-Jährige aber nicht so zum Zuge.

Deshalb hatte sich auch der BSV um Nuxoll bemüht. „Ich stand mit ihm in Kontakt und wollte ihn treffen“, bestätigte Backhaus, der den Abwehrspieler als „interessanten Mann“ bezeichnet. Die Tatsache, dass Nuxoll aus Lohne stammt und damit einen Bezug zur Region hat, wäre noch das i-Tüpfelchen der angestrebten Rückholaktion gewesen. „Aber Yannik hat uns abgesagt, weil er sich für Norderstedt entschieden hatte“, ergänzt Backhaus.

Nun sieht er ihn also am Sonntagnachmittag. Vorher sollte er seine Hintermannschaft warnen: Denn der Defensivspieler kam in bisher fünf Liga-Einsätzen für sein neues Team immerhin schon zu zwei Treffern.

Dennoch hat es die aktuell auf Platz 13 geführte Mannschaft von Trainer Jens Martens bisher auf sieben Punkte gebracht – laut ihrem Trainer Jens Martens vor allem der Tatsache geschuldet, dass sie zu oft „Hurra-Fußball“ gespielt habe. Dies hat die Eintracht inzwischen abgestellt, während des jüngsten Auftritte beim SC Weiche Flensburg 08 eine starke Abwehrleistung gezeigt – aber trotzdem durch ein Tor des Ex-Rehdeners Julian Stöhr in der vierten Minute der Nachspielzeit unglücklich mit 0:1 verloren.

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