Enttäuschendes 0:0 gegen Hildesheim

Rehdens Gruselkick verdirbt Coach Gerber den Abschied

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Rehdens Außenstürmer Jeff-Denis Fehr (li.) hatte gegen die vielbeinige Hildesheimer Deckung einen schweren Stand.

Rehden - Von Arne Flügge. Halb zog es ihn, halb sank er hin. Als Wal Fall in der 80. Minute von Gegenspieler Sotirios Panagiotidis in griechisch-römischem Ringerstil im Strafraum zu Boden gezerrt wurde, forderten Spieler und Fans von Fußball-Regionalligist BSV Rehden vehement Elfmeter. Doch der Pfiff von Schiedsrichter Patrick Wewes (SpVgg. Laatzen) blieb aus, das Heimspiel gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim endete 0:0.

„Das war ein klarer Elfmeter“, ärgerte sich Rehdens Trainer Franz Gerber, der das letzte Mal auf der Bank gesessen hatte und sich zum Abschied natürlich drei Punkte gewünscht hätte. „Doch“, räumte Gerber ein, „es wäre wohl auch des Guten zu viel gewesen. Denn die Mannschaft hat heute eine ganz schwache Leistung gezeigt.“ Und am Ende sogar noch Glück gehabt, dass Maskenmann Kresimir Matovina drei Minuten vor dem Abpfiff nach einem Fehler von Abwehrchef Stefan Heyken gerade noch auf der Linie und somit zumindest noch den einen Punkt rettete. „Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, wir nehmen hier einen Punkt mit, hätte ich gleich zugestimmt. So aber hätten wir auch gewinnen können. Doch der Fußball-Gott ist leider kein Hildesheimer“, seufzte Hildesheims Trainer Jürgen Stoffregen, einst Meister-Coach in Rehden.

Die Gäste hatten eine sehr engagierte und auch disziplinierte Leistung geboten, standen vor allem in der Defensive sehr sicher. „Das haben wir richtig gut gemacht“, freute sich Stoffregen über die starke Abwehrleistung und das erste Spiel ohne Gegentor in dieser Saison. Auf der anderen Seite boten die Rehdener vor allem fußballerisch eine desolate Leistung. Engagement und Kampf stimmten, doch das war es dann aber auch schon mit der Herrlichkeit. Zahlreiche Fehlpässe im Aufbauspiel, so gut wie kein Spiel ohne Ball. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, ärgerte sich Coach Gerber, „keiner wollte den Ball haben. Wir hatten teilweise Angst vor dem Ball. Das ist mir unverständlich.“

Zumal Rehden zuletzt gegen den FC St. Pauli II noch ganz anders aufgetreten war – mutig und effizient. Doch davon war am Samstag gar nichts mehr zu sehen. „Wir haben es nicht hinbekommen, mal vier, fünf Pässe am Stück an den Mann zu bringen“, schimpfte Gerber, „dann mussten wir immer unseren Fehlpässen hinterherlaufen, was natürlich viel Kraft gekostet hat.“

Und im Spiel nach vorn entwickelten die Rehdener auch zu wenig Druck, um dem Gegner ernsthaft gefährlich zu werden. Es wurde kaum mal mit Tempo und auch einem gewissen Risiko auf die gegnerische Abwehrreihe gespielt. Stattdessen streute das Team immer wieder Sicherheitspässe ein.

Klar, dass sich bei dieser Spielweise kaum Chancen für die Rehdener ergaben. Ein Schlenzer von Gazi Siala, der knapp am Tor vorbeistrich (22.), war der einzige Höhepunkt im ersten Durchgang aus BSV-Sicht. Auf der anderen Seite klatschte ein Freistoß von Hildesheims Dominic Hartmann gegen den Pfosten (20.), Heyken musste in höchster Not gegen Omar Fahmy retten (23.).

Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Zwar blieb die Partie weiter spannend, doch richtig klare Einschussmöglichkeiten ergaben sich hüben wie drüben nicht. Erst die letzten Minuten hatten es dann noch einmal in sich. Erst die Ringereinlage gegen Fall – dann die Rettungstat von Rehdens Linksverteidiger Matovina.

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