Kommentar zur Entlassung von Trainer Ehlers

Umstellungen am laufenden Motor

Cord Krüger

Ein Kommentar von Cord Krüger - Wieder nichts! Mit Stephan Ehlers endet beim BSV Rehden das bereits neunte Trainer-Kapitel der letzten sechs Jahre. Zu viel für einen Club an der Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball.

Cord Krüger

Und der nächste Neuanfang kommt vor allem deshalb zur Unzeit, weil sich Rehden erst im Sommer vorgenommen hatte, Talente aus der Region behutsam zu entwickeln. Ehlers’ Vorgänger Fabian Gerber schien dafür nicht der richtige Mann. Für ihn kam ein anerkannter Jugendcoach. Ihm jetzt zu kündigen, ist kein gutes Signal für begabte Nachwuchskicker, die nach der Neuausrichtung nach Rehden geschielt hatten.

Zugegeben: Bei nicht allen Abschieden handelte es sich um Entlassungen. Daniel Gunkel hatte sich im Herbst 2014 selbst als Übergangslösung gesehen, Alexander Kiene wechselte vor zwölf Monaten aus freien Stücken zum heimatnahen TSV Havelse. Dafür kann der Club nichts. Doch Ehlers bekam für sein Konzept, aus jungen und arrivierten Spielern ein funktionierendes Team zu schmieden, ziemlich wenig Zeit. Vielleicht hätte sich mehr Mut zum Risiko längerfristig ausgezahlt – vorausgesetzt, alle Spieler hätten diesen Weg mitgetragen.

Sollte das nicht der Fall sein, müssen sie sich jetzt wieder mal gehörig umstellen. Denn Vereinsboss Friedrich Schilling flattern nun erneut zig Bewerbungen von joblosen Übungsleitern ins Haus. Und jeder wird seine ganz eigene Philosophie von gutem Fußball umsetzen wollen. Im Streben nach sportlichem Erfolg bedeuten solche Umstellungen am laufenden Motor ein Risiko.

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