„Am Ende zählt der wirtschaftliche Faktor“

Rehden - Viele kleine Vereine gehen wegen der scharfen Bestimmungen im DFB-Pokal auf die Barrikaden. Andere haben sich mit einem Umzug in ein fremdes Stadion arrangiert, Dritte sind einfach nur froh, dabei zu sein. Beispiele:

Oliver Sextro, Teammanager des SV Viktoria Hamburg. Der Regionalligist spielt gegen Hannover 96:„Wir spielen in unserem Stadion Hohe Luft. Wir haben mit Hannover gesprochen. Sie werden nur rund 1500 Fans mitbringen. Ich rechne dann mit einem ausverkauften Stadion von rund 5000 Zuschauern. Flutlicht-tauglich ist unsere Anlage nicht. Daher mussten wir vor drei Jahren in der zweiten Runde gegen Wolfsburg ans Millerntor ausweichen. Aber da wir jetzt am Sonntag um 14.30 Uhr spielen, können wir alle Bedingungen erfüllen. Unser Stadion ist auch schon pokal-erprobt. Im vergangenen Jahr hatten wir den SC Freiburg zu Gast. Und für unsere Fans ist es sicherlich attraktiver vor vollem Haus im eigenen Stadion das Spiel zu sehen.“

Jörg Triller, Fußball-Abteilungsleiter vom SV Schott Jena. Der Oberligist erwartet den Hamburger SV: „Wir spielen normalerweise auf einem etwas holprigen Nebenplatz des Stadions vom FC Carl-Zeiss Jena. Mehr als 400 Zuschauer können wir dort nicht lassen. Also ziehen wir ins Stadion um. Sicherlich muss da noch etwas gemacht werden. Doch wir gehen natürlich gerne ins Stadion. Vor schätzungsweise 11.000 Zuschauern zu spielen, ist für uns eine tolle Sache.“

Dirk Steidl, Sportlicher Leiter des FC Nöttingen. Der Oberligist empfängt den FC Schalke 04: „Wir weichen ins Stadion des Karlruher SC aus. Bei uns wäre es nicht machbar gewesen. Aber wir sind nicht enttäuscht. So ein Pokalspiel kann man einfach nicht auf dem Land durchziehen. Am Ende zählt auch der wirtschaftliche Faktor.“ · flü

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