Auch Evers gegen Norderstedt letztmals im Rehdener Dress

BSV Rehden: Ende der Ära Pekrul und Mandic

Viktor Pekrul (vorn) in seinem x-ten Frühling: Mitte April zeigte der 35-Jährige den deutlich jüngeren Nicolas Abdat (21 Jahre, links) und Dominik Franke (19, rechts) vom VfL Wolfsburg II die Hacken. Am Mittwoch gegen Norderstedt hat der Rechtsfuß sein letztes Spiel für den BSV Rehden. - Foto: ck
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Viktor Pekrul (vorn) in seinem x-ten Frühling: Mitte April zeigte der 35-Jährige den deutlich jüngeren Nicolas Abdat (21 Jahre, links) und Dominik Franke (19, rechts) vom VfL Wolfsburg II die Hacken. Am Mittwoch gegen Norderstedt hat der Rechtsfuß sein letztes Spiel für den BSV Rehden.

Rehden - Plötzlich gerettet! Das erlaubt dem BSV Rehden nun eine ungewohnt komfortable Planungszeit für die neue Serie. Durften die Schwarz-Weißen vor knapp einem Jahr erst weit nach der Saison über ihren Verbleib in der Regionalliga jubeln (durch den Triumph des SV Meppen im Aufstiegs-Rückspiel), haben sie seit Sonntag bereits das Viertliga-Ticket für ein siebtes Jahr in der Viertklassigkeit sicher. „Jetzt wollen wir versuchen, mit dem letzten Sieg im letzten Spiel einen überragenden vierten Rückrundenplatz einzufahren“, lautet die neue Marschroute von BSV-Trainer Benedetto Muzzicato vor dem Auftritt am Mittwoch in den Waldsportstätten ab 19.00 Uhr gegen Eintracht Norderstedt. Drei Spielern gibt er dafür bereits jetzt eine Einsatzgarantie – denn sie verlassen den Verein.

Viktor Pekrul, Milos Mandic und Kai Bastian Evers werden vor dem Anpfiff gebührend verabschiedet. „Das ist doch klar“, sagt Muzzicato: Vor allem Viktor und Milos sind hier zu Kultfiguren geworden“, adelt der A-Lizenz-Inhaber Rechtsverteidiger Pekrul (35, seit 2011 im Rehdener Dress) und Stammkeeper Mandic (32), „und auch Kai hat sich hier in den zwei Jahren voll reingehauen.“ 

In Pekrul (seit 2011 im Rehdener Dress) und Mandic (kam 2013 vom FC Oberneuland) verlassen hingegen zwei Institutionen die Waldsportstätten. „Besonders Viktor hat mich zuletzt immer wieder überrascht und eine bärenstarke Saison gespielt“, bedauert BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling „Vickys“ Ankündigung, künftig kürzerzutreten. Bei Mandic, der mittlerweile seinen Lebenspunkt nach Gütersloh verlegt hat, „habe ich schon geahnt, dass er diesen Aufwand mit den Fahrten zu uns nicht mehr lange betreiben will“.

„Abdullah ist hier unzufrieden“

Überraschend kam hingegen die Absage des 28-jährigen Evers für eine neue Serie. Gut für die Rehdener, dass ihnen in Gestalt der Offensivkräfte Francky Sembolo (32) und Addy-Waku Menga (34) einiges an Routine erhalten bleibt. Zudem bleiben Linksfuß Tim Rieckhof, die Defensivspieler Tobias Esche, Augusto Canzian da Silva, Robin Janowsky und Lucas Lohmann, die Offensivmänner Josip Tomic und Fabian Lokaj sowie Nachwuchskeeper Eric Schröder. Bei Rechtsaußen Abdullah Dogan und Angreifer Miguel Fernandes stehen die Zeichen laut Schilling hingegen auf Abschied: „Abdullah ist hier unzufrieden, und Miguel will es höherklassig versuchen.“

Dafür vermeldet der BSV-Boss bereits zwei Neuzugänge: Aus der eigenen A-Jugend versucht es Alen Suljevic im Regionalliga-Team, und von Muzzicatos Ex-Club TB Uphusen aus der Oberliga kommt Yannis Becker, der in der Innenverteidigung, auf der linken Abwehrseite oder als Sechser spielen kann. „Natürlich wollen wir uns noch verstärken, versuchen aber erstmal, unseren bisherigen Kader möglichst zusammenzuhalten“, schildert Schilling. Denn diese Mannschaft habe „in der Rückrunde einen tollen Charakter gezeigt“.

Lange Nichtabstiegsparty gefeiert

Zu den „Wackelkandidaten“ zählt Schilling die Mittelfeldmänner Corvin Behrens, Marko Stojanovic und Lennart Madroch. Weil da aber noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, stehen vor allem Pekrul, Mandic und Evers während der Verabschiedung im Mittelpunkt. „Da haben wir schon ein paar Ideen, das entsprechend zu zelebrieren“, verrät Muzzicato.

Anschließend soll es jedoch ernsthaft zur Sache gehen, fordert der 39-Jährige: „Für beide Mannschaften geht es zwar um nichts mehr, aber in der ersten Elf steht niemand, der jetzt einfach mal so Einsatzzeiten geschenkt bekommt.“ Auch die Anfragen einiger Spieler, ob er Montagabend nicht das Training ausfallen lassen könne, bügelte er ab. Hintergrund dieses mehrfach geäußerten Wunsches war die recht lange Nichtabstiegsparty im Rehdener Vereinsheim am Sonntag nach der Rückkehr vom 1:0-Sieg bei Hannover 96 II. „Natürlich hat uns Eintracht Braunschweig geholfen“, räumt Schilling nach dem Abstieg des Zweitligisten und dem damit verbundenen Zwangsabstieg von Eintrachts Zweiter aus der Regionalliga ein: „Trotzdem ändert das nichts an der Top-Leistung unserer Jungs in der Rückrunde.“ - ck

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