Regionalliga-Heimspiel auf der Kippe

Eispiste statt Fußballplatz: Nächster Ausfall in Rehden ?

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Auf den ersten Blick eine ganz passable Grünfläche: Doch Rehdens Waldsportstätten blieben nach dem Dauerfrost gestern noch gesperrt. 

Rehden - Lang ist’s her: Sein bisher letztes Regionalliga-Duell bestritt der BSV Rehden gegen den TSV Havelse – am 19. November beim Tabellen-13. in Garbsen. Am Samstag stünde nach zuvor vier witterungsbedingten Ausfällen für die Schwarz-Weißen nun das Rückspiel und die Gelegenheit zur Revanche für die 0:1-Niederlage an – doch der Heimauftritt ab 14.00 Uhr in den Waldsportstätten erscheint ähnlich unwahrscheinlich wie die Meisterschaft des Tabellen-16. in dieser Saison.

„Der Platz ist hart wie Beton“, berichtete BSV-Vorstand Michael Weinberg gestern Mittag nach fast vier Tagen Dauerfrost: „Es wäre lebensgefährlich, dort Fußball zu spielen.“

Vor allem die gut ein Viertel des Stadionrasens umfassende Fläche im Schatten der Haupttribüne hat keine Chance auf einen wärmenden Sonnenstrahl mit Auftaufunktion. Und wenn, „wäre es knapp darunter noch gefroren“, ahnt Weinberg.

Als Nachholtermin steht ein April-Abend im Raum. Das zeigt: Die Zeit bis zum Ende der Saison läuft unerbittlich ab. Denn Ostern und der 1. Mai sind bereits jetzt verplant: Am Gründonnerstag, 29. März, müsste der BSV um 19.30 Uhr zum Nachholspiel bei Aufsteiger Altona 93 antreten, am Ostermontag, 2. April, steht für 14.00 Uhr der vierte Versuch des Heimspiels gegen Lübeck im Kalender.

„Und am Maifeiertag fahren wir nach jetzigem Stand zum Lüneburger SK“, schildert Weinberg mit Blick auf den Club in der Heide, der wegen des Wetters nun noch immer elf (!) Heimspiele austragen muss. „Unter der Woche kämen am ehesten Mittwochabende infrage“, verdeutlicht Weinberg: „Denn ein paar Spiele werden ja wohl noch wie geplant samstags oder sonntags stattfinden können, und wir müssen Rücksicht auf unsere Gegner nehmen“, denkt er an die Regenerationszeit.

Auch wegen dieses Stresses würde Rehden morgen nur zu gern endlich wieder spielen – trotz diverser Ausfälle. Kapitän Kai Bastian Evers liegt mit einer Grippe flach, Stammkeeper Milos Mandic ist wegen derartiger Viren noch angeschlagen. Offensivmann Josip Tomic klagt über Schmerzen in beiden Achillessehnen, Innenverteidiger Tobias Esche laboriert an einer leichten Zerrung. „Dennoch habe ich vor dem Rückspiel weitaus weniger Bauchschmerzen als vor dem Hinspiel, denn wir haben in der Winterpause gut und hart gearbeitet – und personell nachjustiert“, erklärt BSV-Trainer Benedetto Muzzicato. Verständlich, dass seine Mannschaft nach dieser schlauchenden Vorbereitung darauf brennt, dass es wieder losgeht. „Wir wollen wissen, wo wir jetzt stehen“, unterstreicht Muzzicato.

So geht es allerdings auch vielen seiner Konkurrenten. Bisher musste Jürgen Stebani als Spielleiter des Norddeutschen Fußballverbands (NFV) schon 40 Absagen in dieser Regionalliga-Saison verarbeiten. „Wenn Herr Stebani nicht wäre, sähe es für uns Clubs noch finsterer aus“, urteilt Weinberg: „Er behält in dem ganzen Chaos den Überblick. Natürlich ist er nicht erfreut, wenn er schon am Donnerstag eine Platzsperre für ein Samstagsspiel reinbekommt, aber wir arbeiten sehr gut mit ihm zusammen.“

Ein Lob, das Stebani an die Clubs zurückgibt: „Zum Glück sind die Vereine kooperativ und bieten uns Wochenspieltage an. Das läuft wirklich super.“ Bisher ist der Ansetzer noch relativ entspannt. Allerdings stellt er klar, dass eine Verlängerung der Saison über den 13. Mai hinaus nicht infrage komme: „Da muss schon Gewaltiges passieren“, sagte er im „kicker“. - ck

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