Einsatzfreudiger Neu-Trainer / Guter Nakagawa

Debüt mit mutigen Entscheidungen

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Fabian Gerber (l.) und sein Co-Trainer Dario Fossi sahen bei ihrem Debüt eine engagierte Vorstellung des BSV.

Lübeck - Seinen Platz auf der Trainerbank ignorierte Fabian Gerber komplett: Die vollen 93 Minuten während des Regionalliga-Duells beim VfB Lübeck stand und ging der neue Trainer des BSV Rehden am alleräußersten Rand der Coaching-Zone, dirigierte und applaudierte, konferierte mit Co-Trainer Dario Fossi, leitete an und litt mit. Nein, aufgeregt vor seiner Premiere sei er nicht gewesen: „Ich habe mich einfach nur wie die Jungs gefreut, dass es jetzt endlich wieder um Punkte ging.“ Nach seiner Feuertaufe als Cheftrainer wirkte der 36-Jährige entspannt, analysierte während der Pressekonferenz sachlich das 1:1 (1:0) beim VfB Lübeck – erstaunlich unaufgeregt trotz des späten Dämpfers mit dem Ausgleich durch Moritz Marheineke in der Nachspielzeit nach Abu Bakarr Kargbos Führung (25.). „Wir haben den Kampf angenommen und gut die Ordnung gehalten“ – das gefiel dem A-Lizenz-Inhaber besonders. Den Rahmen dieser Ordnung bildete das 4-2-3-1-System, in dem er personell mit zwei ziemlichen Überraschungen aufwartete: Für den nach seiner Leisten-OP zunächst auf der Bank postierten Kevin Artmann stellte er Yuki Nakagawa ins offensive Mittelfeld – Viertliga-Debüt für den quirligen Japaner, der seit Sommer meist nur das Trikot der zweiten Mannschaft getragen hatte. Und für den des nach seiner Muskelblessur noch nicht wieder bei 100 Prozent befindlichen Danny Arend bot Gerber Andor Bolyki auf. Bilanz: Die zwei sonst nicht so im Fokus stehenden Kicker funktionierten prima. Vor allem Nakagawa lobte der BSV-Coach: „Yuki hat das super gemacht, für viel Gefahr gesorgt, gut die Bälle gehalten – und einen Traumpass zum 1:0 gegeben.“ Schade nur für den Techniker, dass er nach 80 Minuten mit blutender Ferse vom Platz musste. „Eine Fleischwunde, vom Stollen eines Gegners“, berichtete Gerber: „Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist.“

So oder so hätte Nakagawa gestern nichts verpasst. Denn für den Tag nach dem 1:1 gab Gerber seinen „Jungs“ frei. „Sie müssen ohnehin viel auf ihre Familien verzichten. Unter der Woche arbeiten die meisten so lange, bis es schon wieder zum Training geht – da ist ein bisschen Abschalten vom Fußball auch mal wichtig“, begründete der Ex-Profi. Normalerweise, räumt er ein, wäre der zweite Tag nach einem Spiel geeigneter für einen trainingsfreien Abend – weil dann laut einiger Experten das Verletzungsrisiko am höchsten sei. „Im Bundesliga-Bereich wird das ja vielfach so gemacht. Aber ich entscheide von Woche zu Woche, wann wir pausieren.“

ck

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