Danny Arend ist Rehdens Laufwunder / Wnuck: „Bester Umschaltspieler der Liga“

Der „Duracell-Hase“ frisst am liebsten Kilometer

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Wieder entwischt: Rehdens Mittelfeldspieler Danny Arend überrennt die Oldenburger Defensive.

Rehden - Von Arne Flügge. Während die meisten Spieler beider Mannschaften nach dem Abpfiff erstmal einen Moment inne hielten, um durchzupusten und sich die anstrengenden 90 Minuten zuvor aus den Kleidern zu schütteln, hatte es Danny Arend am Sonntag eilig.

Der Mittelfeldspieler von Fußball-Regionalligist BSV Rehden lief zum Spielertunnel. Dort wartete bereits Töchterchen Melina. Und die Zweieinhalbjährige konnte es kaum erwarten, dem Papa auf den Arm zu springen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern hatte man bei Arend nicht das Gefühl, dass die Spitzenpartie gegen den VfB Oldenburg (0:0) bei ihm irgendwelche Spuren hinterlassen hatte. Obwohl der 26-Jährige gefühlte 20 Kilometer runtergespult hatte, dabei immer wieder gesprintet war, keinen Zweikampf verloren gegeben und immer für Gefahr gesorgt hatte.

Arend ist die Lunge im Rehdener Spiel. „Es ist schon unglaublich, wie viele Kilometer er in jedem Spiel läuft. Danny ist wie der Duracell-Hase. Er rennt und rennt und rennt. Und wenn die anderen längst kaputt sind, rennt er immer noch“, adelt Rehdens Trainer Björn Wnuck seinen offensiven Außenbahnspieler. „Duracell-Hase?“, fragt Arend etwas ungläubig – und schmunzelt: „Nun ja, wenn der Trainer das sagt, dann nehme ich das mal als Kompliment auf.“

Die unglaubliche Kondition scheint Danny Arend bereits in die Wiege gelegt worden zu sein. „Das müssen die Gene sein“, sagt er selbst. Vater Hansi spielte ebenfalls Fußball, „und er ist auch immer viel und schnell gelaufen“, berichtet Junior Arend. Doch das Laufen allein macht einen Fußballer noch nicht zu einem richtig guten Kicker. Arend ist auch fußballerisch eine Klasse für sich. „Einer der Besten in unserem Team“, lobt beispielsweise Kapitän Kevin Artmann seinen Kollegen. Coach Wnuck geht sogar noch weiter: „Danny ist für mich der beste Umschaltspieler der Liga.“

So viel Lob ist Arend fast schon ein wenig unangenehm. Er ist nicht der Typ, der sich in den Mittelpunkt drängt. Er ist ein absoluter Teamplayer. „Und mir ist nichts in den Schoß gefallen, ich musste mir alles hart erarbeiten“, sagt der 26-Jährige: „Es war zunächst gar nicht so einfach, sich an das Tempo zu gewöhnen.“

Mittlerweile gibt Arend es vor – auf welcher Position, ist ihm egal. Unter Trainer Predrag Uzelac spielte er als Achter im zentralen Mittelfeld. „Björn sieht mich jetzt eher auf der linken Außenbahn“, meint Arend. Wichtig sei aber nicht, wo er spiele, sondern dass er gut spiele und der Mannschaft damit helfe.

Arend hat sich für den BSV Rehden als wahrer Glücksgriff erwiesen. Im Januar 2012 war er von seinem Heimatverein Eintracht Nordhorn gekommen, der Insolvenz angemeldet hatte. Inzwischen hat er sich in Rehden bestens eingelebt. „Es hat sich für mich alles positiv entwickelt“, erzählt der Fußballer: „Meine Familie und ich – wir fühlen uns hier sehr wohl.“ Und das sei für einen Fußballer ein ganz wichtiger Faktor, wie Arend anmerkt: „Ich bin ein absoluter Familienmensch. Und wenn es zu Hause harmonisch läuft, hast du auch den Kopf frei für den Fußball. Dann bist du frisch und mit Freude dabei.“ Vor fast genau einem Monat gab es die nächste „Frischzellenkur“ für den Fußballer. Arend ist zum zweiten Mal Vater geworden. Bis auch Töchterchen Malia ihrem Papa nach dem Abpfiff in die Arme springen kann, wird es allerdings noch ein wenig dauern.

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