Rehden siegt souverän über Hamburg – 3:0 / Neumann und Winkelmann treffen

Drei Tore in sechs Minuten besiegeln Victorias K.o.

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Torschützen unter sich: David Eybächer (l.) traf zum 2:0 ins eigene Tor, Marius Winkelmann (r.) setzte den 3:0-Schlusspunkt.

Rehden - Von Cord Krüger.  Beim BSV Rehden kennen sie solche Spiele: anrennen, ackern, mehrfaches Pech im Abschluss – und als Quittung ein spätes Gegentor.

Doch inzwischen scheinen solche Auftritte, nach denen die Regionalliga-Fußballer mit leeren Händen dastehen, der Vergangenheit anzugehören. Im Heimspiel am Samstag sahen die 478 Zuschauer jedenfalls einen BSV, der gegen den SC Victoria Hamburg jederzeit die Kontrolle hatte. Es dauerte zwar, bis endlich das 1:0 fiel – doch nach dieser Erlösung durch Alexander Neumann (59.) reichten Rehden sechs Minuten, ehe der 3:0 (0:0)-Triumph unter Dach und Fach war. „Heute haben wir das von Anfang an sehr professionell gemacht“, freute sich BSV-Kapitän Kevin Artmann.

Dem mochte sein Trainer Björn Wnuck nicht widersprechen – allerdings „fehlten mir in der ersten Halbzeit die letzten paar Prozent. Wir haben aus unseren Möglichkeiten zu wenig Kapital geschlagen, weil der Ball nicht schnell genug vor das Tor kam.“

Auch Neumann vermisste zunächst bei sich und seinen Kollegen manchmal „den letzten Willen, diese letzten zwei, drei Prozent“.

Er selbst hätte ebenfalls früher jubeln können, scheiterte jedoch zwei Mal an Victorias Schlussmann Tobias Grubba (3./41.). Auch Kiala Kifuta (9.) und Marius Winkelmann (10.) verzogen knapp – ebenso wie Dominic Krogemann (33.). Doch es blieb zur Pause beim 0:0, weil die personell stark ersatzgeschwächt aufgelaufenen Gäste hinten mit Mann und Maus verteidigten. „Und dann muss man immer mal befürchten, dass man sich einen Konter fängt“, machte Wnuck deutlich.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff wäre es fast so weit gewesen, doch der bis dahin kaum geprüfte BSV-Torwart Milos Mandic bewies gegen Conrad Azong seine Klasse.

Viel mehr ließ die Viererkette der Platzherren, in der diesmal wieder Dominic Krogemann für Stefan Heyken im Zentrum und Florian Stütz als Vertreter des an der Nase operierten Christian Hegerfeld (fünf Wochen Sportverbot) aufliefen, nicht zu. In der Doppel-sechs machten Daniel Gunkel und Marius Winkelmann Dampf, eine Station davor führte Artmann klug Regie. Dessen „brutal gefährliche Pässe in die Tiefe“ gefielen Wnuck ebenso wie Danny Arends „weite Wege“ nach vorn.

Und als ganz vorn Alexander Neumann im Nachsetzen gegen zwei Hamburger endlich nach einer knappen Stunde traf, war der Knoten geplatzt. Arends scharfe Linkshereingabe hätte eigentlich bei Neumann ankommen sollen, doch Victorias Innenverteidiger David Eybächer spitzelte den Ball unhaltbar für Grubba ins eigene Gehäuse (62.). Mit diesem Vorsprung im Rücken lässt es sich entspannter zaubern, so dass Winkelmann nur drei Minuten später nach feinem Zuspiel von Artmann überlegt im Strafraum abstoppen und sich die Ecke aussuchen konnte – 3:0!

Dass bis zum Ende zum dritten Mal in Folge hinten die Null stand, lag am Ende wieder an Mandic, der einen Schuss des eingewechselten Noel Below meisterte (75.). Es war eine der letzten schönen Szenen Belows, denn nachdem Rehdens Stürmer Kiala Kifuta wegen einer großen Unbeherrschtheit die Rote Karte gesehen hatte (siehe Extra-Text), trat der SC-Offensivmann zwei Minuten später gegen Innenverteidiger Michael Wessel nach und flog ebenfalls vom Platz (82.). Für Hamburgs Trainer Lutz Göttling war das der Schlusspunkt einer für uns gebrauchten Woche. Diese zwei doofen Szenen mit den Roten Karten hätten nicht mehr sein müssen.“

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