Doppeltorschütze und Vorlagengeber bei Rehdens 4:1 gegen Schilksee

Kargbo nicht zu stoppen

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Doppeltorschütze und Vorbereiter für den BSV Rehden beim 4:1 gegen Schilksee: Abu Bakarr Kargbo (re.).

Rehden - Von Arne Flügge. Er ist ein bescheidener Junge. Abu Bakarr Kargbo mag nicht so gern im Rampenlicht stehen. Lieber lobt er nach einem Sieg die Leistung der gesamten Mannschaft. So auch am Samstag nach dem 4:1 (1:0)-Erfolg des BSV Rehden im Heimspiel der Fußball-Regionalliga gegen den TSV Schilksee. Dass er zwei Tore und zwei Torvorlagen beigetragen hatte und damit zum „Man of the Match“ wurde, war ihm fast ein wenig unangenehm: „Es war ein Sieg der Mannschaft, und ich bin froh, dass ich ihr helfen konnte.“

Auf dem Platz allerdings legt „Abu“ seine Bescheidenheit ab. Er ist ein ständiger Unruheherd in der gegnerischen Defensive, macht die Bälle gut fest, verlängert sie geschickt, hat das Auge für die Mitspieler – und ist brandgefährlich vor dem Tor. Alles, was sich ein Trainer wünscht. „Abu war heute der beste Mann auf dem Platz“, lobte Coach Alexander Kiene seinen Angreifer.

Beim 1:0 köpfte Kargbo einen Eckball von Jeff-Denis Fehr an den Pfosten, Marcel Stutter staubte zur Führung ab (45.). Das 2:0 erzielte Kargbo nach einem Freistoß von Viktor Pekrul per Kopf selbst (59.). „Das war ein super Freistoß von Vicky, ich brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten“, sagte Kargbo. So ist er eben. Beim 3:0 (60.) sah der Rehdener Angreifer den besser postierten Fehr, der Kargbos millimetergenauen Pass veredelte. Und nachdem Schilksees Mario Schilling per Abstauber das zwischenzeitliche 3:1 (67.) erzielt hatte, staubte Kargbo in der 79. Minute zum 4:1 ab. „Das war recht einfach. Ich stand ja frei vorm leeren Tor“, schmunzelte er. Damit war die Geschichte der vier Rehdener Treffer an diesem Tag auch die Geschichte des Abu Bakarr Kargbo. Fünf Saisontore und vier Assists hat er jetzt auf dem Konto.

Es war allerdings lange Zeit ein hartes Stück Arbeit für die Rehdener, denn der Tabellenletzte verkaufte sich gerade in der ersten Halbzeit teuer, machte den Gastgebern das Leben schwer. Rehden merkte man an, dass die Mannschaft nach dem 1:4 zuletzt in Goslar etwas verhaltener spielte. Zudem war die Defensive noch nicht gewohnt geordnet, im Passspiel wurden zu viele Fehler gemacht. Da fiel aus Rehdener Sicht die Führung in der 45. Minute genau zum richtigen Zeitpunkt. Für den TSV Schilksee hingegen war sie niederschmetternd. „Blöder ging es nicht, das war ganz bitter für die Mannschaft“, seufzte TSV-Trainer Thorsten Gutzeit.

Für Rehdens Trainer Kiene indes war die Führung von Stutter mit dem Pausenpfiff „der Türöffner. Und wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir jetzt über die Außen und über Standards zum Erfolg kommen wollen. Beides ist aufgegangen“, freute sich der 37-Jährige. Nach dem 3:0 gingen dann bei den Gästen die Köpfe runter. Auch der Anschlusstreffer vermochte keine neuen Kräfte mehr freizusetzen, zumal Kargbo ja fast umgehend zurückschlug. „Wir konnten das Niveau nicht mehr halten. Rehden hat nach der Pause noch einen Gang draufgelegt“, sagte Gutzeit.

Kiene war natürlich sehr zufrieden: „Mit der Führung im Rücken sind wir im hohen Tempo und mit viel Qualität nach vorn marschiert. Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion gezeigt.“

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