Wie Jan Kenneweg seinen ersten Tag als Maskottchen „Rehdinho“ erlebte

Doppelpass mit Martinez

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Rehdens Maskottchen „Rehdinho“ alias Jan Kenneweg hatte in Osnabrück richtig Spaß.

Osnabrück - Es begann mit einem Wadenkrampf, den sich Jan Kenneweg, Kapitän der Rehdener U 21-Mannschaft, beim Samtgemeindepokal gegen den TSV Wetschen II zuzog.

Belächelt ob der frühen muskulären Attacke, flachsten seine Mitspieler, Kenneweg könnte doch angesichts seiner dünnen Waden ins Kranich-Kostüm schlüpfen. Gesagt, getan: Am Montagabend feierte „Rehdinho“, das Maskottchen des BSV Rehden, beim DFB-Pokalspiel gegen die Bayern sein Debüt – und Jan Kenneweg hat’s richtig Spaß gemacht.

Die ersten Schritte waren schon noch staksig und etwas unbeholfen. „Ich musste mich doch erstmal an das ganze Ding gewöhnen“, sagte der 20-Jährige. Und vor fast 17 000 Zuschauern den hüpfenden Kranich zu geben, habe am Anfang auch etwas Überwindung gekostet. „In der Halbzeit wurde ich dann schon lockerer“, grinste Kenneweg, der vor der Ostkurve mit dem Hintern wackelte, den Flügeln schwang und die Fans zum Klatschen animierte. Der Beifall war „Rehdinho“ sicher. „Es hat richtig Spaß gemacht. Ich würde jedem raten, es auch mal zu versuchen.“

Höhepunkt des Tages war für ihn die Begegnung mit Bayern-Star Javier Martinez. „Wir haben Doppelpass gespielt und uns abgeklatscht. Dann hat er mich auch noch einmal getunnelt“, erzählte Kenneweg, der in Lohaus wohnt und im dritten Lehrjahr zum Industriekaufmann ist. Und trotz der dicken Patschen, die nun so gar nicht einem Kranichfuß gleichen, dribbelte „Rehdinho“ in der Halbzeit aufs Tor und versenkte einen Ball.

Die ganze Sache hatte allerdings auch einen Haken. Im Stadion waren Temperaturen von über 30 Grad. Und unter der Kranichhaube war es tierisch heiß. „Ich habe geschwitzt wie ein Schwein“, berichtete Kenneweg, „das T-Shirt, das ich an hatte, war nach fünf Minuten pitschnass.“ Und das, obwohl in Höhe seines Kopfes eine Lüftungsanlage installiert worden ist. Die allerdings arbeitete nicht so richtig, „weil ich mit meinen 1,89 Metern immer mit dem Kopf dran gestoßen bin“, grinste Kenneweg. Doch er hielt durch, obwohl der 2,50 Meter große Vogel „auch ein ziemliches Gewicht hat“.

Ob Jan Kenneweg nun ständig den „Rehdinho“ gibt, „dass wird sich noch herausstellen“, wie er sagt. Am Sonntag (ab 15.00 Uhr) im Regionalliga-Heimspiel gegen den TSV Havelse wird er auf jeden Fall noch einmal in das Kranich-Kostüm schlüpfen. „Ich denke, ich werde aber nicht der einzige Rehdinho“ sein berichtete der Libero des BSV Rehden III. „Es haben schon einige andere gesagt, dass sie es sich auch durchaus vorstellen können. Ich glaube, wir werden dann immer mal wechseln.“

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Und seinen Stellvertretern verspricht er jetzt schon mal, „dass sie richtig Spaß haben werden. Wenn man erstmal drinsteckt und der Anfang gemacht hat, ist es eine richtig tolle Sache“, so Kenneweg, der für seinen Auftritt in Osnabrück viel Lob von den Verantwortlichen des BSV Rehden erhielt. „Das hat er richtig super gemacht und richtig für Stimmung gesorgt“, erklärte Rehdens Teammanager Markus Kompp. · flü

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