Fidan mit Tor beim Startelf-Debüt

Am Doppel-Sturm lag es nicht

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Da war er wieder drin: Milos Mandic beim Elfmeter zum 0:2.

Rehden - Einiges hatte Björn Wnuck gestern verändert, vor dem großen Spiel beim VfL Wolfsburg II. Unterwegs hatte der Trainer des BSV Rehden einen Zwischenstopp des Mannschaftsbusses zum leichten Anschwitzen seiner Fußballer befohlen.

Unterwegs gab's nicht nur energie-, sondern auch vitaminreiche Kost – in Form von Salat. Nach der Ankunft in der Autostadt lüftete er das Taktik-Geheimnis: Zwei Spitzen sollten für die Sensation beim Spitzenreiter sorgen. Die Experimente gingen schief, und der BSV-Coach geißelte sich: „Dafür muss ich geradestehen.“

Er hatte es aber auch nicht leicht – ohne zwei Schlüsselspieler: Marius Winkelmann musste seine Gelbsperre abbrummen, seine Position in der Doppel-Sechs nahm Daniel Gunkel ein. Schlimmer wog der Ausfall von Rehdens Kapitän Kevin Artmann. Der Mittelfeldlenker, der sich am Sonntag zuvor gegen den BV Cloppenburg einen Bluterguss im rechten Knie zugezogen hatte, sah am Samstag nach einem tagelangen Behandlungsmarathon und dem Abschlusstraining ein, dass es keinen Sinn machte: „Alles andere wäre leichtsinnig gewesen“, verdeutlichte Artmann, der das 1:8-Drama gestern von der Bank aus verfolgte.

Wohl auch, weil Artmann als Strippenzieher hinter dem Sturm nicht gleichwertig zu ersetzen war, hatte es Wnuck mit zwei Stürmern probiert – und Mehmet Ali Fidan neben Alexander Neumann an vorderster Front das Startelf-Debüt ermöglicht. „Er spielt etwas zurückgezogener als Alex – und wir wollten die Wolfsburger früh in ihrem Spielfluss stören“, erklärte der 29-Jährige seine Gedankenspiele. Immerhin: Fidan zeigte, warum Rehden ihn im Winter geholt hatte: Sein Solo zum Ehrentor – erste Sahne! „Das macht er gut“, erkannte Wnuck an. Doch insgesamt änderte dies wenig an der Blamage.

„Jetzt haben hoffentlich alle kapiert, worum es hier geht“, wünschte sich Gunkel: „Mir wurde vorher schon zu viel über höhere Ambitionen und bessere Platzierungen geredet. Jetzt müssen wir schnell wieder auf die Beine kommen und uns aufs Wesentliche konzentriereren.“

Einen Trost versuchte der an alledem machtlose Torwart Milos Mandic: „Auch wenn es eine Floskel ist: Besser einmal so verlieren als achtmal 0:1…“ · ck

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