0:1 in Norderstedt kurz vor Schluss / Abschlussschwäche „unser Problem“

Dominante Rehdener spät geknackt

Nicht immer leicht hatte es Rehdens insgesamt gut agierender Stürmer Alen Suljevic (r.) gestern bei seinem Saisondebüt. Hier setzt ihm der frühere BSV-Verteidiger Yannik Nuxoll, seit Sommer bei Eintracht Norderstedt, zu. Foto: Vogler

Norderstedt – 87. Spielminute im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion: Heiner Backhaus stand gerade mit Mohammed Salifou an der Mittellinie, um ihn als nächsten Offensivmann einzuwechseln. Nur ein Punkt wäre dem Trainer des überlegenen BSV Rehden gestern beim Regionalliga-Elften Eintracht Norderstedt zu wenig gewesen. „Dann fällt da dieses Tor aus dem Nichts, wir gucken uns alle an, was gerade passiert ist – und verlieren“, schilderte Backhaus nach der 0:1 (0:0)-Niederlage: „Dieses Spiel hätten wir einfach gewinnen müssen. Wir haben das Geschehen die ganze Zeit über kontrolliert, hatten den Ball fast permanent in der gegnerischen Hälfte – aber wir bekommen die Kugel einfach nicht rein. Das ist aktuell unser Problem.“Bei den mit nur vier Auswechselspielern angereisten Rehdenern stand überraschend Alen Suljevic in der Startelf. Der 20-Jährige, in der Vorsaison von den A-Junioren des JFV Rehden ins Regionalliga-Team aufgerückt und in seiner ersten Saison nur zu zehn Teilzeit-Einsätzen gekommen, gab gestern sein Saisondebüt und stürmte von Beginn an neben Bocar Djumo. „Der Junge hat sich das durch harte Arbeit im Training verdient“, verdeutlichte Backhaus. Andererseits drängte sich diese Alternative aber auch auf, weil Angreifer Tomislav Ivicic im Abschlusstraining umgeknickt war und Shamsu Mansaray in der Nacht vor dem Spiel ein Magen-Darm-Infekt außer Gefecht gesetzt hatte. „Alen hat seine Sache gut gemacht – und auch er hatte ein Tor auf dem Fuß“, sagte Backhaus über den Youngster.

In der Anfangsphase spielte sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Dann leistete sich Denis Weidlich, wieder links in der BSV-Dreierkette, einen Fehlpass am Mittelkreis, Norderstedt konterte schnell über Jordan Brown auf der rechten Seite, der flankte präzise, doch BSV-Torwart Nick Borgman hielt den Kopfball von Jan Lüneburg aus kurzer Distanz sicher (12.). Kurz darauf sah der Ex-Rehdener Yannik Nuxoll in Norderstedts Abwehr bereits die Gelbe Karte, Norderstedts Schlussmann Lars Huxsohl meisterte einen Freistoß-Aufsetzer des gestern stark aufspielenden BSV-Zehners Quentin Fouley (17.) – nun kam Leben in die Partie. Djumos Freistoß rauschte knapp am Winkel vorüber (29.), Borgman parierte sehenswert per Flugeinlage gegen Brown (30.), Fouley zielte aus 20 Metern haarscharf daneben (36.), ein Suljevic-Schlenzer flog oben rechts vorbei (40.) – so blieb’s zur Pause beim aus Norderstedter Sicht schmeichelhaften 0:0.

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Gäste Glück, als Borgman einen Lüneburg-Kopfball mit den Fingerspitzen noch an den Querbalken lenkte. Spätestens nach gut einer Stunde hätte es 1:0 für die Rehdener stehen müssen, doch Huxsohl rettete mit einem Glanzreflex gegen den freistehenden Djumo. So kam es, wie es kommen musste: Nach einem Ballgewinn bei einem missglückten BSV-Angriff und schnellem Umschalten kam die Kugel zu Nick Brisevac, der aus 20 Metern per Flachschuss zum Tor des Tages traf.

„Das war bitter, denn wir haben bis auf eine oder zwei Szenen nichts zugelassen“, verdeutlichte Backhaus: „Mit dem Spiel können wir aber auf jeden Fall zufrieden sein, jetzt müssen wir weiter arbeiten und uns auch belohnen, wenn der Ball beim nächsten Mal einfach nur noch vor dem Torwart liegt.“  ck

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