Rehden ungeschlagen

0:0 – doch Artmann redet Tacheles

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Rehdens Michael Wessel (rechts) zeigte gestern in Goslar eine starke Leistung in der Innenverteidigung. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Das Positive: Auch im fünften Spiel unter Trainer Björn Wnuck bleibt der BSV Rehden ungeschlagen. Gestern trotzte der Fußball-Regionalligist Tabellenführer Goslarer SC auswärts ein 0:0 ab. Das Negative allerdings: Fußballerisch zeigten die Rehdener eine miserable Leistung – und das brachte Kapitän Kevin Artmann so richtig auf die Palme.

„Es war erschreckend, was wir hier heute abgeliefert haben“, ereiferte sich der 27-Jährige, der bereits in der 24. Minute wegen einer erneuten Wadenverletzung (siehe Extratext) ausgewechselt werden musste. „Goslar war einer der schwächeren Gegner, gegen die wir bisher gespielt haben. Nach den starken Spielen zuletzt, der Qualität in unserer Truppe und so, wie wir auch Fußball gespielt haben, müssen wir eigentlich hier herfahren und die drei Punkte mitnehmen“, meinte der Kapitän: „Doch das war gar nichts. Es war schon eine Frechheit, wie wir gespielt haben. Am Ende müssen wir noch froh sein, einen Punkt mitzunehmen.“

In den vergangenen Wochen habe die Mannschaft viele schöne Dinge gehört, „und wir wurden auch zu Recht für unseren schönen Fußball gefeiert. Doch davon war nichts mehr zu sehen. Das muss man jetzt auch mal so deutlich sagen.“

Artmann meinte damit vor allem die zahlreichen Abspielfehler im Mittelfeld, die dem Gegner immer wieder Balleroberungen und Angriffe ermöglichten. „Das ist nicht zu akzeptieren. Wir haben mit unserer Spielweise die eigene Abwehr im Stich gelassen“, brummte Artmann.

Allein Goslars Offensivmann Nils Pichinot hätte das in der ersten Halbzeit drei Mal bestrafen können, vergab aber jeweils in aussichtsreicher Position (6./29./40.). Demgegenüber standen zwei Kopfbälle des starken Innenverteidigers Michael Wessel (11./21.) und ein 20-Meter-Schuss von Danny Arend (36.).

Eine Halbzeit, die auch Trainer Björn Wnuck ärgerte. „Es kann nicht sein, dass wir auswärts beim Tabellenführer permanent in Konter laufen“, knurrte der 28-Jährige, „wir haben einfach viel, viel Glück gehabt und den Gegner immer wieder durch dumme Anfängerfehler ins Spiel gebracht.“

Das änderte sich auch nach dem Wechsel nicht wesentlich. Schon in der 53. Minute scheiterte erneut Pichinot an BSV-Keeper Milos Mandic. Immerhin ließen die Rehdener in der Folgezeit weniger zu. Ein Verdienst vor allem der beiden Innenverteidiger Stefan Heyken und Michael Wessel, die jede Menge abräumten. „Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht. Nach vorn waren wir aber weiter einfach nicht zwingend genug“, meinte Wnuck, „das haben wir alles schon viel besser gemacht.“

Konstant war aber das Rehdener Glück an diesem Tag. In der 82. Minute lupfte der eingewechselte Muhamed Alawie den Ball über den herausstürzenden Mandic hinweg, doch die Kugel sprang von der Unterkante der Latte wieder zurück ins Feld, die Situation konnte geklärt werden.

„Da haben wir uns wieder selbst in Not gebracht und Glück gehabt“, erklärte Wnuck. Und er weiß, dass sich seine Mannschaft am Mittwoch (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen II wieder erheblich steigern muss, damit die Serie auch an der Weser weiter hält.

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