Präsente auch für M’bossa, Evers, Dogan

BSV Rehden: Mandic und Pekrul blicken positiv zurück

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Rehdens Vorsitzender Friedrich Schilling (r.) und Sportvorstand Michaael Weinberg (l.) dankten vor dem Anpfiff des letzten Spiels Viktor Pekrul, Milos Mandic, Abdullah Dogan, Hugues M’bossa und Kai Bastian Evers für ihre Zeit beim Regionalligisten.

Rehden - Von Cord Krüger. Mit verklärtem Lächeln blickte Milos Mandic noch ein letztes Mal vom Rasen auf die Haupttribüne der Rehdener Waldsportstätten. Nach seiner Auswechslung unter lang anhaltendem Applaus hatte sich der Torwart des BSV Rehden bis zum Abpfiff der Regionalliga-Partie gegen Eintracht Norderstedt (2:2) bei der BSV-Ersatzbank aufgehalten, nun ging „Milo“ über den Platz zur Kabine.

Doch nach der stilvollen Verabschiedung vor seinem 139. und letzten Pflichtspiel für die Schwarz-Weißen schien der Schlussmann nicht traurig, sondern gelöst.

Es dürfte reichlich Anspannung von ihm abgefallen sein – nach fünf Jahren beim BSV auf einer Position, auf der jeder Fehler Punkte kosten kann. „Es war immer spannend“, bemerkte der 32-Jährige treffend, „aber ich hatte fünf schöne Jahre. Vielen Dank an den Verein, die Fans und meine mehr als 200 Mitspieler in dieser Zeit!“

Hohe Fluktuation in Rehden

Ja, die Fluktuation war hoch in Rehden. „Hier wird eben Amateursport betrieben – mit Arbeit und Fußball. Das ist nicht jedermanns Sache“, verdeutlichte Mandic. Doch er blieb – wie Kollege Viktor Pekrul, der am Mittwoch ebenfalls Abschied nahm, aber schon zwei Jahre länger im schwarzweißen Dress auf dem Buckel hatte. 

Das Duell gegen Norderstedt war das 220. Pflichtspiel des Rechtsverteidigers. „Allerhöchsten Respekt vor Milos und Viktor“, meinte BSV-Trainer Benedetto Muzzicato, zu aktiven Zeiten als Wandervogel bekannt: „Ich glaube, ich war nirgendwo länger als ein Jahr. . .“ Das könnte sich als Chefcoach ändern, stellte ihm BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling in Aussicht: „Gute Trainer dürfen bei uns länger bleiben!“

Elter Übungsleiter seit 2011

Muzzicato ist der elfte Übungsleiter seit 2011, unter dem sich Pekrul durchsetzte. Dafür hat der Bremer fast allmorgendliche Extra-Schichten in Laufschuhen geschoben. „Ich habe mir vieles selbst erarbeitet – obwohl ich ein Spätstarter war“, erinnert sich der inzwischen 35-Jährige, der erst mit 14 ernsthaft dem Fußball nachging. 

Seit 2011 tat er dies für den BSV, „und dafür kann ich meiner Frau nicht genug danken“, unterstrich „Vicky“: „Ich bin mindestens vier Abende die Woche nach Rehden zum Training gefahren, habe vorher acht Stunden gearbeitet, und seit zwei Jahren haben wir zwei kleine Kinder. Jetzt musste ich kürzertreten.“ 

Zumindest mit den Fahrten ist nun Schluss – nicht aber mit der Karriere: „Dafür liebe ich den Fußball zu sehr.“ Konkret sei bisher nichts, „denn bis zu diesem letzten Spiel habe ich noch mit keinem Verein gesprochen“. Das gilt auch für Mandic, der seit gut einem Jahr mit seiner Freundin in Gütersloh lebt und bisher zwischen dort und Rehden gependelt war. „Ich möchte gern irgendwo im Ostwestfälischen spielen“, verriet Mandic: „Zum Aufhören fühle ich mich noch zu jung.“

Für den vier Jahre jüngeren Kai Bastian Evers gilt das erst Recht. Nach zwei Serien verlässt der Mittelfeldmann die Schwarz-Weißen – vielleicht zu einem anderen Nord-Regionalligisten. „Denn wie heißt es? Man sieht sich immer zweimal im Leben“, sagte Sportvorstand Michael Weinberg, als er dem Kapitän dankte: „In 66 Pflichtspielen hast du dir für uns immer den A. . . aufgerissen.“

Dogan geht nach Österreich

In südlichere Gefilde zieht es Abdullah Dogan, den Schilling und Weinberg nach dessen Jahr beim BSV ebenfalls verabschiedeten. Der Außenspieler hat Probetraining-Termine bei einem österreichischen Zweitligisten. In Rehden kam er nach der Winterpause kaum zum Zuge, „aber es war kein verlorenes Jahr. Ich habe hier viel gelernt.“ 

Unter anderem von Hugues M’bossa, der nach fast drei Serien als Co-Trainer seinen Abschied nahm. „Ein toller Mensch“, adelte Muzzicato seinen Asisstenten, der nun eine neue Herausforderung sucht: „Ich würde mich freuen, wenn es bei Hugues mit einem Cheftrainer-Job klappt.“

Nach Höherem strebt auch Miguel Fernandes, der am Mittwoch erkrankt fehlte, aber beim BSV seinen Ausstieg verkündet hatte. „Seine tollen Tore werden uns fehlen“, urteilte Weinberg.

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