Dafür hat Rehdens Trainer FT Braunschweig mehrfach beobachtet / Fast alle fit

Auch für Wegbereiter Wnuck will Petersen den „Pott“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rehden - Von Cord Krüger. Jetzt aber! Heute Abend soll es für den BSV Rehden klappen mit dem Cup – im zweiten Anlauf. Nachdem der erste Versuch des Niedersachsenpokal-Finales bei den „Freien Turnern“ Braunschweig Ende Mai buchstäblich ins Wasser gefallen war, steigt ab 19 Uhr die Nachholpartie im Prinzenpark-Stadion, dem „FT-Wohnzimmer“. Und das unter ganz neuen Vorzeichen – denn „wir haben unsere Mannschaft ja zu mehr als 50 Prozent umgebaut“, sagt Rehdens neuer Trainer Andreas Petersen mit Blick auf die zehn BSV-Neuzugänge.

Oberliga-Vizemeister Braunschweig hingegen blieb nach der Relegation samt Regionalliga-Aufstieg bis auf je zwei Verabschiedete und Verstärkungen zusammen – ein Beleg für den Zusammenhalt dieses Kollektivs. „Es sind Feierabend-Fußballer wie wir, keine Profis – aber die Mannschaft kommt stark über den Teamgeist“, weiß Petersen, „und das müssen wir auch hinbekommen.“ Doch da sieht er sich mit Rehden auf gutem Weg: „Ich habe richtig gute Jungs, menschlich wie sportlich.“

Sportlich nicht weiterhelfen kann ihm im Finale hingegen neben den Langzeitverletzten Dominik Krogemann und Danny Arend auch Jeffrey Obst: Der von Werders U23 gekommene Defensivmann laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung. Dafür könnte es wieder für Stefan Heyken reichen: Der Innenverteidiger hatte vorige Woche ein paar Übungseinheiten wegen muskulärer Probleme ausgesetzt, kehrte jetzt aber ins Mannschaftstraining zurück. „Solche Probleme sind angesichts der hohen Belastung in den letzten Wochen normal – da sollte ein erfahrener Spieler wie er selbst erkennen, dass er es mal ruhiger angehen lassen muss, bevor der Muskel komplett zumacht“, meint Petersen.

Auch andere Rehdener mussten deshalb schon mal passen, so dass die Arbeit am vom Trainer favorisierten 4-4-2-System zwischenzeitlich stockte. Deswegen will der A-Lizenz-Inhaber in Braunschweig „keinen Schnellschuss“ mit der Doppelspitzen-Variante riskieren. „Vielleicht wählen wir das 4-1-4-1-System – oder ein 4-2-3-1“, gibt der 54-Jährige Einblicke in seine Überlegungen. Denn selbst, wenn er dieses Finale als „Teil unserer Vorbereitung“ ansieht und sich auf das Wiedersehen mit FT-Coach Uwe Walther freut („ein lieber Kollege und angenehmer Zeitgenosse“): Den „Pott“ will der neue Coach bitteschön mitnehmen. „Das sind diese Momente, warum man Fußball spielt“, sagt der Mann, der es wissen muss: Schließlich hatte er erst Mitte Mai zum zweiten Mal den Landespokal Sachsen-Anhalts gewonnen – zu dieser Zeit noch mit Nordost-Regionalligist 1. FC Magdeburg gegen Drittligist Hallescher FC. Er kennt also die Reize solcher Wettbewerbe. Und wenn er jenes Endspiel nur als Vorbereitungseinheit sähe, hätte er den Gegner nicht so genau beobachtet – unter anderem in der Relegation gegen den Bremer SV und erst am Wochenende bei einem Turnier in Rothemühle. Sein Fazit: „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, dazu noch schnell und unheimlich präsent.“ Was die Sache für Rehden nicht unbedingt einfacher macht: Braunschweig hat Heimrecht – in „einer fußballverrückten Stadt“, verdeutlicht Petersen: „Damals vor dem Spiel gegen den Bremer SV hätte ich fast keinen Parkplatz mehr bekommen.“

Doch trotz alledem: Petersen möchte sein erstes Pflichtspiel mit einem Pokalsieg beenden – „weniger für mich, sondern für meinen Vorgänger und seine Jungs“, sagt er über Ex-Coach Björn Wnuck und die Mannschaft, die „den Weg in dieses Finale überhaupt erst ermöglicht haben. Das darf niemand vergessen.“

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