Countdown im Abstiegskampf 

Gemeinsam durch dick und dünn

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Rehdens defensiver Mittelfeldspieler Kai Bastian Evers (am Ball) gibt sich vor dem Spiel in Havelse kämpferisch. 

Rehden - Von Arne Flügge. Keine Frage: Der BSV Rehden hat den Abstiegskampf in der Fußball-Regionalliga angenommen. Die Leidenschaft, der Kampf und der Wille – das alles stimmt. Beim 2:2 am Mittwochabend im Nachholspiel gegen den VfB Oldenburg hat die Mannschaft den Beweis dafür angetreten. Doch reicht das allein, um fünf Spieltage vor Saisonschluss noch die Kurve zu kriegen?

Hoffnung macht neben der Leistung von Mittwoch, dass der Rückstand zum rettenden Ufer derzeit gerade einmal zwei Punkte beträgt. Dagegen spricht allerdings, dass die Rehdener in der Defensive immer noch zu viele katastrophale Schnitzer machen und offensiv – vor allem in vorderster Front – die Qualität fehlt. „Ich weiß nicht, ob der Punkt gegen Oldenburg uns in dieser Situation wirklich weiterhilft. Das werden wir jetzt im nächsten Spiel sehen. Wir hatten den Sieg fast in der Hand“, sagte BSV-Trainer Wolfgang Schütte, nachdem sein Team gegen Oldenburg eine 2:0-Führung verspielt hatte.

Bereits am Sonntag (14.00 Uhr) müssen die Rehdener beim Tabellendritten TSV Havelse antreten. „Wenn wir alle zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen und den Gegner nicht mehr durch individuelle Fehler zum Toreschießen einladen, dann sind wir auch in der Lage, in Havelse zu gewinnen“, gab sich Rehdens defensiver Mittelfeldspieler Kai Bastian Evers kämpferisch. Und Schütte ergänzte: „Wenn wir den Abstiegskampf weiter so annehmen, dann werden wir auch Erfolg haben.“

Moralische Hilfe und Motivation könnte am Sonntag noch einmal nachträglich das Viertelfinale im NFV-Pokal liefern, dass die Rehdener in Havelse mit 2:1 gewonnen hatten. Motto: Wir können sie schlagen, das haben wir gezeigt. Zudem fand bereits das Hinspiel (1:1) auf Augenhöhe statt. Coach Schütte hat das freilich in seinem Kalkül. Der 61-Jährige ist derzeit aber vor allem auch als Mutmacher und Pusher gefordert. Natürlich nerven ihn die Gegentore durch haarsträubende individuelle Fehler. Und natürlich sieht auch er ein großes personelles Defizit im

„Es wäre fatal, jetzt draufzuhauen“

Sturmzentrum. Doch letzteres sei in den nächsten fünf Wochen ohnehin nicht mehr zu ändern. Also vertraut der Kriminalbeamte seinem vorhandenen Personal und verzichtet auf Einzelkritik: „Ich muss die Jungs jetzt nach vorn treiben, ihnen Rückhalt und Mut geben. Es wäre doch fatal und das Verkehrteste, jetzt draufzuhauen. Gerade bei jungen Spielern.“

Meint auch Evers und ergänzt: „Fehler passieren in unserer Situation, aber wir kommen da nur als Mannschaft raus, nur gemeinsam. Wir müssen zueinander stehen. Und jeder muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen.“

Personell hat der BSV Rehden am Sonntag den gleichen Kader zur Verfügung wie im Spiel gegen Oldenburg. „Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann dabei“, sagt Trainer Schütte. Natürlich macht sich der A-Lizenzinhaber Gedanken, wie die Mannschaft dem TSV Havelse taktisch beikommen kann. Doch in erster Linie wird es für die Rehdener wichtig sein, selbst defensiv kompakt und sicher zu stehen, um dann aus einer geordneten Abwehr heraus durch schnelles Umschaltspiel den Erfolg zu suchen und die Nadelstiche zu setzen. Was dabei natürlich nicht fehlen darf, ist die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Schließlich bleibt nicht mehr viel Zeit, sich aus dem Abstiegssumpf zu ziehen. Jeder Punkt kann jetzt Gold wert sein. Und Schütte verspricht: „Wir werden alles geben.“ Der Countdown läuft.

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