Cloppenburg gewinnt 2:0 beim BSV Rehden / Trainer Petersen enttäuscht

Wernke zieht planlosen Hausherren den Zahn

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Auch Rehdens Außenspieler Mattia Trianni (li.) konnte sich gestern Abend nicht entscheidend durchsetzen.

Rehden - Von Arne Flügge. Das hatte sich Fußball-Regionalligist BSV Rehden ganz anders vorgestellt. Anstatt gegen den BV Cloppenburg den ersten Heimsieg der Saison zu feiern und damit in sichere Tabellenregionen zu klettern, kassierte die Mannschaft von Trainer Andreas Petersen gestern Abend eine bittere 0:2 (0:0)-Schlappe. Cloppenburg feierte dagegen den ersten Erfolg in der neuen Saison.

„Natürlich sind wir sehr enttäuscht“, räumte Petersen ein, „Cloppenburg war unheimlich effektiv, wir haben es dagegen nicht geschafft, uns zwingend durchzusetzen.“

Der Coach hatte wie angekündigt umgestellt. Er bot in Kiala Kifuta und Omar El-Zein diesmal zwei Stürmer im klassischen 4-4-2 auf. Danny Arend rückte für den gesperrten Michael Wessel auf die Innenverteidigerposition, Andor Bolyki erhielt hinten rechts den Vorzug vor Viktor Pekrul.

Rehden versuchte, von Beginn an Druck zu machen, war allerdings in der Defensive ungewohnt anfällig. Nachdem eine langgezogene Flanke von Cloppenburgs Michael Abramczyk noch auf der Latte gelandet war (9.), hatte Rehden 60 Sekunden später Glück, als Keeper Milos Mandic gegen den freistehenden Abramczyk rettete. „Das war ja mehr ein Befreiungsschlag, der zu der Chance führte“, ärgerte sich Petersen. Es war nicht das einzige Mal, dass sich die BSV-Deckung von langen Bällen hinter die Abwehr übertölpeln ließ.

Nach vorn spielte Rehden zu umständlich und auch zu ungenau. Einzig nennenswert: Christian Pauli tankte sich über links durch, schloss aber zu eigensinnig aus spitzem Winkel ab (25.). „Da hätte er quer spielen müssen“, monierte Trainer Petersen.

Bitter dann noch, dass Stefan Heyken nach 30 Minuten verletzt runter musste – somit fehlte nun die komplette etatmäßige Innenverteidigung. Jeffrey Obst rückte ein, Petersen brachte Aaron Goldmann für die linke Abwehrseite.

Die neuformierte Defensive musste sich erstmal finden. Nutznießer wäre fast Cloppenburgs Torjäger Tim Wernke gewesen. Wieder hatten die Gäste einen langen Ball nach vorn gedroschen, Wernke ging auf und davon, scheiterte aber am bärenstarken Mandic (43.).

Kurz nach dem Wechsel folgte dann doch die kalte Dusche für die Hausherren. David Niemeyer schlug einen Freistoß aufs lange Eck, Tim Wernke war zur Stelle und köpfte zur Cloppenburger 1:0-Führung ein (51.). „Der stand ja fast schon an der Außenlinie. Da haben wir uns völlig bübchenhaft angestellt“, ärgerte sich Petersen. Allerdings hätte es den Freistoß auch nicht geben dürfen. Bernd Gerdes hatte sich nach einem Zweikampf mit Goldmann doch sehr theatralisch fallen lassen.

Rehdens Antwort? Bedingungslose Offensive. „Wir haben nach dem 0:1 mit Herz und Leidenschaft gespielt“, meinte Petersen. Er räumte allerdings auch ein, „dass wir in keinster Weise effektiv waren“. Dennoch hatte El-Zein die Riesenchance zum Ausgleich, doch sein Kopfball in der 58. Minute wurde vom glänzend reagierenden Cloppenburger Keeper Siegfried John entschärft. „Den hat er wirklich super gehalten“, räumte Petersen ein.

Cloppenburg stellte sich jetzt mit Mann und Maus hinten rein – wer wollte es den Gästen verdenken? Rehden rannte mit dem Mute der Verzweiflung an. Doch es war eben nur ein Anrennen. Mehr nicht. „Ein planloses Anrennen“, wie der BSV-Coach ausführte. Auf der anderen Seite unterstrich der BVC, wie effektiv er an diesem Abend war: Nach einem Konter erhöhte erneut Wernke auf 2:0, schoss seine Mannschaft damit in die Glückseligkeit und den BSV Rehden endgültig ins Tal der Tränen.

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