Christian Hegerfeld verlässt den BSV Rehden, weil er keinen Job gefunden hat

„Ich gehe mit zwei weinenden Augen“

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Nach sieben Jahren wird Linksverteidiger Christian Hegerfeld den Fußball-Regionalligisten BSV Rehden verlassen. Seine sportliche Zukunft ist noch offen.

Rehden - Von Arne Flügge. Er lernte das Fußballspielen als Knirps beim BSV Rehden. Über die Jugendmannschaften von Werder Bremen, BW Lohne und des VfB Oldenburg kehrte Christian Hegerfeld 2008 zu seinem Stammverein zurück und absolvierte seitdem 136 Spiele für die erste Mannschaft. Jetzt geht der Rehdener Junge „mit zwei weinenden Augen“, wie er gestern sagte.

Der Grund: Nachdem der 25-Jährige seine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hatte, fand er nun keinen Job. „Deswegen werde ich den BSV Rehden definitiv verlassen“, bestätigt Hegerfeld. Denn beim Regionalligisten gilt das Prinzip Fußball und Arbeit. Und auch der Club ist mit seinen Bemühungen gescheitert, Hegerfeld einen Arbeitsplatz zu besorgen. „Wir haben alles versucht, es aber nicht hinbekommen. Wir hätten ihn gern behalten, aber wir haben im Moment keinen Job für ihn“, erklärt Rehdens Vereinsboss Friedrich Schilling. Was Hegerfeld nicht so ganz nachvollziehen kann. „Ich will jetzt aber nicht nörgeln“, sagt der Linksfuß, „ich habe hier in Rehden tolle Jahre gehabt und viel erlebt. Vielleicht ist es auch ganz gut, mal für einem neuen Verein zu spielen.“

Natürlich geht „Heger“ nicht gern. „Ich bin hier aufgewachsen, lebe hier und habe in Rehden viele Freunde. Natürlich wäre ich gern geblieben. Irgendwie ist das blöd gelaufen.“

Womit der Fußballer vielleicht auch die Verhandlungen mit der Clubführung meint. Hegerfelds Vertrag in Rehden läuft aus, und dem Vernehmen nach sollen die Forderungen des Linksverteidigers für einen neuen Kontrakt relativ hoch gewesen sein. Der Club wollte darauf nicht eingehen. „Es ist schade, wenn ein Rehdener Spieler uns verlässt, aber wenn er woanders bessere Möglichkeiten hat, müssen wir das akzeptieren“, erklärt Schilling.

Hat Hegerfeld bessere Möglichkeiten? Vermutlich. „Es gibt Gespräche mit einem Club aus der Regionalliga Nord“, bestätigt der 25-Jährige, „bis zum Wochenende könnte eine Entscheidung fallen.“ Und wenn’s nicht klappt? „Dann muss ich mich nach anderen Optionen umschauen. Natürlich möchte ich weiter Fußball spielen, zur Not auch ein, zwei Ligen tiefer.“

TuS Sulingen wäre „eine Option“

Womit natürlich sofort Landesligist TuS Sulingen, der mittelfristig den Oberligaaufstieg anpeilt, ins Gespräch kommt. Auch die Sulinger praktizieren das Modell Job und Fußball. Und vielleicht könnte Hegerfeld ja dort beruflich unterkommen. „Es wird ja schon länger gemunkelt. Der TuS Sulingen wäre sicherlich eine Option. Ich weiß nur nicht, ob sie mich gebrauchen können“, sagt Hegerfeld.

Die Antwort liefert Sulingens Trainer Walter Brinkmann prompt. „Christian ist ein guter Junge und ein richtig guter Fußballer. Ich habe ihn zuletzt in Uphusen im Pokal gesehen. Da hatte er wesentlichen Anteil daran, dass Rehden in den DFB-Pokal eingezogen ist. Er hat das Tempo“, sagt der TuS-Coach über den Linksfuß.

Da müsste doch eigentlich nur noch die Sache mit dem Job geklärt werden...

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