Erfolg ist da / Rehdens Übergangslösung könnte zur Dauerlösung werden

Cheftrainer? Wnuck liefert die besten Argumente

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Motivator, Antreiber, Taktik-Fuchs: Rehdens Interimstrainer Björn Wnuck kommt in der Mannschaft sehr gut an. ·

Rehden  - Von Arne Flügge · Nach dem überraschenden Rücktritt von Predrag Uzelac (47) vor einem Monat hatte Friedrich Schilling angekündigt, so schnell wie möglich einen neuen Trainer zu finden, „der absolut zum Verein und zur Mannschaft passt“.

Bewerbungen waren dem mächtigen Boss des BSV Rehden genügend auf den Schreibtisch geflattert. Doch mittlerweile scheint es der 62-Jährige mit der Suche nach einem Nachfolger für Uzelac nicht mehr so eilig zu haben. Schillings Gelassenheit hat einen Namen: Björn Wnuck.

Der U 23-Coach des Vereins war eingesprungen – und aus der Übergangslösung Wnuck könnte nun sogar eine Dauerlösung werden. Zwei Unentschieden und jetzt der 4:2-Sieg über den Hamburger SV II haben die Position des 28-Jährigen merklich gefestigt. „Vielleicht wäre noch mehr drin gewesen“, mutmaßt Wnuck, dem die Arbeit „unheimlich viel Spaß“ macht, besonders in Bezug auf das 1:1 beim SV Wilhelmshaven.

Der Ex-Werder-Profi, der seinen Trainerschein als Lehrgangsbester abschloss, hat klare Vorstellungen davon, wie man Fußball spielen sollte. Er legt großen Wert auf taktische Disziplin, die Arbeit gegen den Ball. Hoch verteidigen ist für ihn „wilde Sau spielen“. In der Zone soll kompakt angegriffen und der Ball erobert werden, um notfalls gleich doppeln zu können und Konter zu vermeiden. Und dann, fordert Wnuck, „müssen wir mit schnellem Kurzpassspiel und Kombinationen versuchen, Situationen auch spielerisch zu lösen und nicht nur lange Bälle zu schlagen“. Wnucks Handschrift ist bereits deutlich zu erkennen. „Es macht richtig Spaß, gegen diese Mannschaft zu spielen“, lobte jüngst Hannovers Trainer Sören Osterland.

Wnuck hat aber auch das Glück, personell aus dem Vollen schöpfen zu können. Die lange verletzten Daniel Gunkel, Francis Banecki oder auch Younes Chaib bringen noch einmal zusätzliche Qualität ins Team. Der Konkurrenzkampf in der Mannschaft wurde dadurch noch einmal kräftig angestachelt.

Freilich gilt es für Wnuck noch vieles zu verbessern. „Wir kommen zwar Schritt für Schritt voran. Fußballerisch sind wir aber noch nicht so gefestigt, wie ich mir das vorstelle“, sagt der Coach. Auch die einfachen Gegentreffer („Wir müssen noch mehr den Willen haben, unser Tor zu verteidigen“) wurmen Wnuck. Immerhin hat sich der BSV Rehden unter seiner Regie mittlerweile in der Effektivität beim Ausnutzen der Chancen verbessert. „Das war heute der Unterschied“, seufzte HSV-Trainer Rodolfo Cardoso nach dem 2:4 am Samstag in Rehden. Und dieser Erfolg, das räumt Wnuck ein, „war nicht nur für das Selbstvertrauen, sondern für den gesamten weiteren Verlauf wichtig. Jetzt lässt es sich auch ruhiger arbeiten.“

Wnucks Philosophie vom Fußball scheint Erfolg versprechend. „Die Jungs sind sehr wissbegierig und ziehen voll mit“, berichtet der Trainer, der mit seiner einerseits lockeren Art, dann aber auch wieder unheimlich akribischen und disziplinierten Arbeit in der Mannschaft sehr gut ankommt. Nach dem Abpfiff am Samstag beispielsweise klatschten die Spieler zuerst den Trainer ab. Meist ist das ja anders herum. „Er macht einen tollen Job“, sagt Kapitän Kevin Artmann stellvertretend. Ein Wink auch an Schilling, die Trainersuche eventuell sogar komplett einzustellen . . .

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