Baneckis Tor zu spät / Wnuck: „Wir haben es nicht erzwungen“ / Heyken trotzig

1:2 – Braunschweiger Löwen reißen Rehdens Serie

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Der unfeine Unterschied: Braunschweigs Maurice Fiolka reißt Rehdens Kiala Kifuta am Trikot, der Stürmer fällt. Ansonsten wäre er an Eintracht-Keeper Marcel Engelhardt vorbei gewesen. Es war gestern einfach kein Durchkommen für den BSV.

Rehden - Von Cord Krüger. Als in der Rheingold-Arena von Eintracht Braunschweig II schon alles zu spät war, platzte gestern doch noch der Knoten beim BSV Rehden.

Den Schuss des eingewechselten Alexander Neumann hatte Braunschweigs starker Torhüter Marcel Engelhardt noch abgewehrt, Neumanns Sturmkollegen Kiala Kifuta schaltete er durch Einhakeln mit dem Fuß aus, doch Francis Banecki, Angreifer Nummer drei, stocherte die Kugel im Liegen über die Linie. Es war nicht mehr als der Ehrentreffer in der Nachspielzeit einer hektischen Regionalliga-Partie, die Rehden unnötig mit 1:2 (0:1) verlor.

„Wir haben es nicht von Anfang an erzwungen – und das ärgert mich“, bilanzierte Björn Wnuck. Als Interimstrainer des BSV hatte er die zehn vorherigen Duelle nicht verloren, so dass er über das Ende dieser Serie ausgerechnet im ersten Spiel seit seiner offiziellen Beförderung zum Chefcoach schon ein bisschen schmunzeln musste. „Aber hier zu verlieren, war unnötig. Wir brauchten zu lange, um zu checken, dass Braunschweig für eine Bundesliga-Nachwuchsmannschaft ziemlich viel mit langen Bällen arbeitet – und einer der ersten führt zum 1:0.“

Dafür verantwortlich zeichnete einerseits Niklas Erlbeck, der diesen weiten Steilpass aufnahm, andererseits Marcel Bär, der Erlbecks Linkshereingabe verwertete (6.), und zum Dritten die Konfusion in der Viererkette. „Da haben wir gepennt“, urteilte Wnuck.

Auf den Rückstand reagierte Rehden zu hektisch, denn die 280 Zuschauer hinter den hohen „Löwengittern“ ringsherum erkannten schnell, dass die Gäste spielerisch mehr drauf hatten als die Platzherren, Auch ohne die laut Wnuck „gefühlten 100 Standards“ sorgten sie für Gefahr, aber entweder fehlte in den letzten Pässen die Präzision wie bei der schönen Steilvorlage von Florian Stütz für Francis Banecki (20.), oder Keeper Engelhardt glänzte wie beim Freistoß von Stütz (30.), gestern mit Kevin Artmann eifriger Dauerläufer und Ballverteiler im offensiven Mittelfeld. Artmann (19.), Hegerfeld (33.) und Kifuta (34.) scheiterten ebenfalls aus aussichtsreichen Positionen, ehe Rehden etwas den Faden verlor. Dank BSV-Schlussmann Milos Mandic, der gegen Dennis Slamar und Baer hielt (35.), und Innenverteidiger Dominic Krogemann, der einen Schuss von Jonas Erwig-Drüppel von der Torlinie drosch, stand's zur Pause „nur“ 0:1.

Das nagte an Abwehrchef Stefan Heyken, der die ersten 45 Minuten noch wegen den Nachwirkungen seiner Grippe zusehen musste. „Wenn wir in der ersten Halbzeit denselben Biss wie in der zweiten gezeigt hätten, verlieren wir hier nicht“, mutmaßte Heyken. In jenem zweiten Durchgang durfte er ran und bei weiteren zehn Ecken oder Freistößen auch mit nach vorn – doch selbst der kopfballstarke Innenverteidiger kam stets einen Schritt oder eine Stirnbreite zu spät. Engelhardt pflückte viele hohe Bälle weg, zudem zielte Kifuta einmal knapp drüber (58.) und scheiterte anschließend an Engelhardt (69.).

Wnuck hatte genug gesehen, wechselte in Alexander Neumann den dritten Stürmer ein, opferte dafür Linksverteidiger Christian Hegerfeld und stellte auf eine Dreier-Abwehrkette um. Fortan belagerte der BSV den Eintracht-Strafraum, aber nicht mit letzter Konsequenz. Die Folge: ein Konter über Matthias Henn, der mit dem Ball den ausgepumpten Stütz abhängte und Jovan-Strahinja Grozdanic zum 2:0 bediente (89.). Eintrachts Wochenende war nach dem ersten Bundesliga-Heimsieg seit 28 Jahren vom Samstag und diesem gestrigen Viertliga-Befreiungsschlag perfekt, das 1:2 des Ex-Braunschweigers Banecki nur noch Kosmetik. „Aber diese Niederlage wirft uns nicht um“, stellt Heyken klar: „Gegen Oldenburg am Sonntag wird es ein ganz anderes Spiel.“

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