Paraden am Fließband: Rehdens Keeper überzeugt beim 1:1 in Bremen

Bollwerk Borgman

Der sitzt: Nach einem krassen Fehlpass von Werder-Keeper Eduardo Dos Santos Haesler schießt Rehdens Quentin Fouley aus 15 Metern zum 1:0 ein. Foto: wiechert

Bremen - Von Daniel Wiechert. Es lief bereits die Nachspielzeit, als Bennet van den Berg mit dem Ball am Fuß von rechts in den Strafraum eindrang. Seines Gegenspielers hatte er sich mit einem Sprint bereits entledigt. Er schien nur noch wenige Meter und Sekunden vom Bremer Siegtreffer entfernt zu sein schien. Doch Nick Borgman richtete sich auf, blieb lange stehen, bot van den Berg keine Ecke an und lenkte schließlich den Schuss ins Toraus. Bei der folgenden Ecke war Borgman erneut gefragt, als er einen wuchtigen Kopfball von Julian Rieckmann aus kurzer Distanz entschärfte. Dann war Feierabend.

Und Borgman hatte dem Fußball-Regionalligisten BSV Rehden das 1:1 (1:0) beim SV Werder Bremen II gesichert. Maarten Schops wusste, dass seine Mannschaft mit dem Remis gut bedient war. Dennoch hatte Rehdens Trainer nicht viel zu meckern. „Wir haben heute vieles gut gemacht“, betonte Schops: „Wir sind als Team aufgetreten, wir sind viel marschiert und wir haben auch viele Situationen gut verteidigt.“

Schops hatte ein bisschen an der taktischen Grundformation geschraubt. Hatten die Rehdener in den bisherigen zwei Ligapartien 2020 noch im 4-4-2 agiert, setzten sie nun auf ein 3-5-2. In der hintersten Linie verteidigten Pierre Becken, Miroslav Kovacevic und Jakob Lewald. Ganz vorn musste Schops improvisieren. Da die Offensivspieler Shamsu Mansaray, Bocar Djumo und Tomislav Ivicic nicht zur Verfügung standen, stürmte der gelernte Mittelfeldspieler Quentin Fouley neben Addy-Waku Menga. Und Fouley bewies direkt einen guten Riecher. Bei einem kapitalen Fehlpass von Werder-Keeper Eduardo Dos Santos Haesler stand Fouley goldrichtig und schob aus 15 Metern zum 1:0 (11.) ein. Drei Minuten später rettete Borgman gegen den agilen David Philipp, ehe ein Volleyschuss von Simon Straudi über den Querbalken rauschte (17.). Der SVW war ball- und passsicherer, dominierte das Geschehen, starb aber zu häufig auch in Schönheit. Philipp sah es ähnlich: „Über weite Strecken war es spielerisch von uns schon sehr gut. Wir haben aber zu häufig die letzte Konsequenz vermissen lassen.“

Nach dem Seitenwechsel befreiten sich die Rehdener zunächst zunehmend aus der Bremer Umklammerung. Dino Bajric setzte Marco Kaffenberger per Diagonalpass in Szene, sein Schuss (49.) vom rechten Straufraumeck rutschte links am Pfosten vorbei. Bajric leitete auch die nächste gute BSV-Szene ein. Nach einem Doppelpass mit Fouley legte Bajric quer zu Menga, doch dessen Pikenschuss (59.) aus sieben Metern war zu unplatziert. „In dieser Phase waren wir wirklich sehr gut im Spiel“, sagte Schops: „Wenn du hier gewinnen willst, musst du hier das zweite Tor machen. Leider hatten wir zwei, drei Situationen, in den wir die Räume nicht gut genug ausnutzen.“ Stattdessen „geraten wir dann ab der 70. Minute in eine Druckphase“, wie es Lewald treffend umschrieb.

Zunächst parierte Borgman stark gegen Philipp (70.), dann war der BSV-Keeper aber machtlos. Nach einer Seitenverlagerung von Pudic traf Luc Ihorst an seinem 20. Geburtstag aus 14 Metern zum verdienten 1:1 (72.).

Rehden muss damit weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr warten, befindet sich nach dem Trainerwechsel und einigen Kaderrochaden noch in der Findungsphase. „Dafür machen wir es ganz gut“, betonte Lewald: „Es ist doch klar, dass noch nicht alles perfekt funktionieren kann.“

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