Kosenkow: „Noch keine Gespräche geführt“

Bleibt er oder bleibt er nicht ?

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Auch in Spielruhen wollte Paul Kosenkow den Ball haben – hier im Jux mit Cloppenburgs Keeper Siegfried John. Werden beide bald Kollegen? ·

Rehden - Nach Paul Kosenkows spätem Tor und dem kurz darauf folgenden Abpfiff lief Stefan Heyken mit finsterer Miene auf den Schützen zum 3:3 (1:1)-Endstand gegen den BV Cloppenburg zu: „Da klaut der mir doch einfach mein Tor“, raunzte der Innenverteidiger des BSV Rehden bedrohlich den einen Kopf kleineren Kosenkow an – tätschelte ihn gleich darauf aber breit grinsend.

Heyken wäre ebenfalls zum Einschuss bereit gewesen, doch Kosenkow wollte treffen. Unbedingt. Denn schon in den 90 Minuten zuvor meinten manche Betrachter im Wissen um seine Wechselgerüchte zu erkennen, dass der 28-Jährige am Samstag noch mehr lief, noch gefährlicher wirbelte und flankte als sonst. War es, weil er gegen seinen Ex-Club spielte? Oder weil es gegen seine zukünftigen Teamkollegen ging? Traf er am Ende ausgerechnet gegen seinen neuen Verein?

„Eigentlich nicht“, gab sich der sonst recht auskunftsfreudige Mann mit dem Lausbuben-Lächeln schmallippig. Aha. Und uneigentlich? „Uneigentlich heißt, dass ich bisher noch keine Gespräche geführt habe. Weder mit Rehden noch mit Cloppenburg.“

Es besteht also Hoffnung, denn späte Abschlüsse der Saisonplanungen sind für den BSV nichts Außergewöhnliches. „Es gibt noch nichts Neues zu vermelden“, fasste Vereinsboss und Macher Friedrich Schilling am Freitagabend zusammen. Allerdings erscheint die stoische Ruhe nachvollziehbar, denn es kann noch eine Menge passieren. Zum Beispiel in Person von Spielern der Pleite-Clubs Lübeck und Oberneuland, die sich beim sportlich und finanziell gesicherten Dorfverein nun plötzlich von selbst anbieten. Oder durch das Freiwerden zusätzlicher Mittel, wenn Rehden morgen gegen Lupo Martini Wolfsburg den Einzug in die an Fernseh- und zusätzlichen Sponsorengeldern reiche erste DFB-Pokal-Hauptrunde schafft.

Fest steht: Im letzten Rehdener Heimspiel am Samstag wurde kein Spieler verabschiedet. Doch die Saison ist ja auch noch nicht vorbei: „Am Dienstag ist unser Spiel des Jahres – da muss ein Sieg her“, stellte Kosenkow klar: Da werden wir alle Vollgas geben“, versprach der Stürmer. „Es kommt vor allem darauf an, dass wir an unsere gute zweite Halbzeit aus dem Spiel bei St. Pauli anknüpfen.“ Dort schoss der BSV am Samstag vor einer Woche bekanntlich das 5:3 heraus, das den Klassenerhalt sicherte. Auch Kosenkow traf. Bleibt für die BSV-Fans zu hoffen, dass er noch öfter das weiße Trikot des Dorfvereins trägt. ck

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