Rehden reist nach Neumünster / Banecki wieder ganz vorn / Mandic mahnt

Bitte so wie nach der Pause: Mit Biss von Beginn an

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Anders als im letzten Duell beim VfR Neumünster hat Rehdens Stürmer Alexander Neumann (Mitte) immerhin noch Einsatzchancen als Joker. VfL-Torwart Marcus Hesse hingegen legt eine Kreuzbandverletzung lahm. ·

Rehden - Von Cord Krüger. Diese Tendenz gibt Björn Wnuck zu denken: „Ich hoffe nicht, dass das bei meiner Mannschaft chronisch wird“, sagt der Trainer des BSV Rehden über die zuletzt durchwachsenen ersten Halbzeiten in den Regionalliga-Duellen gegen St. Pauli II, bei Werders U 23 und gegen Norderstedt.

„Meine Jungs haben alle die nötige fußballerische Qualität, aber die müssen sie auch vom Start weg auf den Platz bringen“, fordert der BSV-Trainer den nötigen Biss von Beginn an. „Den haben wir jeweils nach der Pause gezeigt, und es hat am Ende gereicht. Aber irgendwann kann es eng werden.“ Damit es morgen ab 15 Uhr beim VfR Neumünster kein böses Erwachen gibt, fordert Wnuck gleich volle Konzentration.

Bleibt zu hoffen, dass die fast 240 Kilometer lange Dienstreise ab 9 Uhr nicht einschläfernd wirkt. „Im Bus darf von mir aus jeder vor sich hin dösen, aber wenn wir aussteigen, will ich 100 Prozent Spannung sehen“, unterstreicht der 28-Jährige.

Alexander Neumann hingegen gehört zu jenen, die sich nach dem Aufwärmen erstmal wieder auf der Bank zurücklehnen können. Der Stammstürmer der vergangenen Saison musste zuletzt Francis Banecki im Angriffszentrum Platz machen, und nach den beiden jüngsten Spielen des Ex-Profis mit je einem Treffer sieht Wnuck „keinen Grund“, auf dieser Position etwas zu verändern: „Francis ist natürlich schon von seiner Statur her eher in der Lage, sich durchzusetzen, dadurch häufiger in der Tiefe anspielbar, er macht die Bälle fest und lässt es schnell klatschen“, nennt Wnuck die Vorzüge des fünffachen Torschützen.

Natürlich könnte Allrounder „Franz“ auch auf anderen Positionen wichtige Aufgaben übernehmen oder Ausfälle kompensieren. Doch personelle Sorgen plagen Wnuck derzeit kaum. Selbst ein Comeback von Kapitän Kevin Artmann nach zwei Spielen Zwangspause wegen Wadenproblemen will der Interimscoach bis zum heutigen Abschlusstraining nicht ausschließen. Am Donnerstag hatte der Mittelfeldmann wieder „erste Gehversuche“ unternommen, wie Wnuck verrät: „Jetzt müssen wir abwarten.“ Am liebsten wäre ihm, den Regisseur „langsam wieder heranzuführen, damit er möglichst bald wieder voll belastbar ist.“

Etwa wie bei Rechtsaußen Younes Chaib, der wegen Adduktorenbeschwerden noch Zeit braucht. Nicht ganz so schlimm erwischt hat es Celio Rocha, doch der Zweittorwart hatte unter der Woche mit einer Grippe zu kämpfen. Sollte er noch krankgeschrieben sein, reist Tim Becker aus der Zweiten mit nach Schleswig-Holstein.

So oder so hofft Wnuck, dass weder der eine noch der andere Keeper zum Einsatz kommt, denn Rehdens Nummer eins heißt Milos Mandic –  und der Elfmeter-Held des jüngsten Heimspiels gegen Norderstedt hat als Rückhalt und Ansager hinter der Rehdener Viererkette großen Anteil an der Serie des viermal in Folge unbesiegten BSV, der bisher nur gegen den VfL Wolfsburg verlor. Und nun hat Mandic keine Lust, den ersten VfR-Heimsieg in dieser Saison zuzulassen. Also warnt er: „Neumünster hat einen klassischen Fehlstart in die Saison erwischt, aber die letzten vier Spiele nicht verloren und jetzt einen kleinen Lauf. Wir müssen aufpassen.“

Allerdings nicht mehr auf Ali Moslehe: Der mit vier Treffern derzeit beste Stürmer der „Veilchen“ sah am Sonntag beim 1:1 in Havelse die Rote Karte und ist damit ebenso gesperrt wie der starke „Sechser“ Kevin Schulz (fünfte Gelbe Karte). Zudem fällt der Bundesliga-erfahrene Stammtorwart Marcus Hesse wegen einer Kreuzbandzerrung aus.

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