BSV Rehden will im eigenen Stadion spielen

Die bayrische Delikatesse soll „dahoam“ serviert werden

+
BSV Rehden will im eigenen Stadion spielen

Rehden - Von Carsten Sander. Nach dem Jubel über das Traumlos folgt nun die Arbeit: Beim BSV Rehden hat die Vorbereitung auf den DFB-Pokal-Knüller gegen Triple-Sieger FC Bayern München begonnen, die Telefone glühen. Tausend Fragen sind zu klären, hunderte Probleme zu lösen.

Lesen Sie auch:

DFB-Pokal: Langer Weg bis zum Spieltermin

Umzug? Wenn schon, denn schon

DFB sieht keinen Handlungsbedarf

Die bayrische Delikatesse soll „dahoam“ serviert werden

Alles mit dem einen Ziel, das mittlerweile klar definiert ist: Das größte Spiel der Club-Geschichte soll, wenn es nur irgendwie geht, im eigenen Stadion ausgetragen werden. Der BSV Rehden will die „Delikatesse dahoam“ servieren – „das ist es, was wir mit aller Macht erreichen wollen“, sagt der Vereinsvorsitzende Friedrich Schilling. Einfach, weil es am schönsten wäre.

Flutlicht auf vier Rädern: Vier solcher Licht-Trucks könnten eins der Rehdener Probleme lösen.

Ein Umzug in die Osnabrücker Arena (Fassungsvermögen 16 000 Zuschauer) oder gar ins Bremer Weserstadion (42 500) wäre eine Notlösung und wird fürs Erste auch nicht wirklich diskutiert. Erstmal lotet der BSV aus, wie groß die feinen, aber kleinen Waldsportstätten (4 350 Plätze) „aufgepumpt“ werden können. „Wir sind dabei, herauszufinden, welche Zuschauerkapazität wir mit Zusatztribünen erreichen können“, sagt Schilling, traut sich aber noch nicht, über Zahlen zu spekulieren. 8 000? 10 000? 12 000? „Wir wissen es noch nicht“, weicht der BSV-Boss aus und belässt es bei einem vorsichtigen Zwischenergebnis der ersten Erhebungen: „Wir können erheblich aufrüsten. Platz rund um das Spielfeld haben wir genug.“

Aber welche Firma überhaupt liefern kann und zu welchem Preis – das sind zwei der tausend Fragen. Friedrich Schilling ist am Ball, sucht die Antworten und lernt nebenbei den ganz normalen Wahnsinn kennen, wenn es um den FC Bayern geht. Denn das Medien-Interesse am Regionalligisten aus Rehden ist plötzlich riesengroß. Der Pay-TV-Sender Sky war schon mit einem Kamerateam vor Ort, der NDR auch. Gestern folgten diverse Interviews für Print und Hörfunk – Schilling selbst sagt, er habe schon entspanntere Tage gehabt.

Zumal jeder wissen will, wann denn überhaupt gespielt wird. Ein Achselzucken ist alles, was die BSV-Verantwortlichen so kurz nach der Auslosung erwidern können. „Es wird noch einige Tage dauern, bis der Termin feststeht“, vertröstet Friedrich Schilling und kann auch nur an den Deutschen Fußball-Bund verweisen. Denn der verteilt die 32 Partien der ersten Runde in einem gewiss nicht unkomplizierten Verfahren (siehe Text rechts) auf die vier angesetzten Tage vom 2. bis 5. August.

Wobei dem BSV Rehden möglicherweise eine Sonderrolle zukommen wird. Denn mit seinem hochdekorierten Deluxe-Gegner aus München hat der Viertligist allerbeste Aussichten, zum Premium-Spiel der ersten Pokalrunde erkoren zu werden – und somit in den Genuss der einzigen Live-Übertragung in der ARD zu kommen. Dann am Montag, 5. August, 20.30 Uhr. Die ARD-Sportkoordination in München, die sich pro Pokalrunde eine Live-Partie aussuchen darf, hielt sich gestern auf Nachfrage noch bedeckt. Auch hier gab es nur den Hinweis: Entscheidung erst innerhalb der nächsten Woche.

Bis dahin muss der BSV weitere Fragen aus dem „1 000er-Club“ geklärt haben. Nämlich die nach dem Licht in den Waldsportstätten. Fakt ist: Das vorhandene Flutlicht reicht nicht, um eine TV-Live-Übertragung am Abend zu gewährleisten. Friedrich Schilling hat sich deshalb bereits über eine mobile Flutlichtanlage aus Bolton in England informiert. Der TSV Havelse hatte selbige vor einem Jahr ausprobiert – mit Erfolg. Vier 40 Meter hohe und auf Trucks montierte Masten hatten in der zweiten Pokalrunde gegen den VfL Bochum ein Heimspiel möglich gemacht. Der DFB gab sein Okay – Wiederholung in Rehden nicht ausgeschlossen.

Unser Partnerportal tz-online berichtet:

Titelverteidigung beginnt für Bayern in Rehden

Nur mit dem richtigen Licht und der richtigen Bild- Atmosphäre eines vollen Stadions hat der BSV eine wirkliche Chance auf das mit satten Zusatzeinnahmen verbundene Live-Spiel. Befinden DFB und die für die TV-Übertragung zuständige Produktionsfirma sportcast die Waldsportstätten auch im „aufgepumpten“ Zustand für nicht-tauglich, müsste doch über einen Umzug nachgedacht werden. Schilling: „Neben dem emotionalen Gesichtspunkt, hier spielen zu wollen, gibt es eben auch den wirtschaftlichen Aspekt.“

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Alexander Zverev nun gegen Nadal - Djokovic ausgeschieden

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Die deutschen Promis bei der Berliner Fashion Week - Bilder

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Werder-Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Meistgelesene Artikel

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Kommentare