Rehdens Allrounder zurück nach Berlin / „Ich hatte hier drei tolle Jahre“

Banecki kehrt heim

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Streift nicht nur die Trainingsjacke ab, sondern zieht das Rehdener Trikot für immer aus: Francis Banecki.

Rehden - Von Arne Flügge. Nein, ein paar Tränen wird Francis Banecki nicht verdrücken. „Ich habe schon häufiger den Verein gewechselt, da bin ich abgehärtet“, sagt der Fußballer.

Wenn Regionalligist BSV Rehden Sonntag (15.00 Uhr ) gegen Weiche Flensburg sein letztes Heimspiel der Saison bestreitet, wird sich Banecki von seinen Fans in den Waldsportstätten verabschieden. Nach drei Jahren in Rehden verlässt der 28-Jährige den Club.

„Ich hatte hier drei tolle Jahre. Wir sind in die Regionalliga aufgestiegen, haben die Klasse gehalten und standen im DFB-Pokal gegen die Bayern. Es war eine super Zeit, in der ich tolle Menschen kennengelernt habe“, berichtet der ehemalige Werder-Profi.

Doch nun, sagt Banecki, sei es an der Zeit zu gehen. Und er kehrt heim nach Berlin, wo er aufgewachsen ist und wo sein Vater lebt. „Es waren allein private Gründe“, beteuert der ehemalige Werder-Profi. Sohn Gabriel kommt im Sommer in die Schule, und „da haben wir uns entschieden, nach Berlin zu gehen“.

Natürlich sei er auch etwas traurig, „weil ich die Jungs hier vermissen werde“. Trotzdem überwiege die Freude, jetzt in die Hauptstadt zurückzukehren. Wie es dort beruflich und sportlich weitergeht, „darüber habe ich mir natürlich schon sehr viele Gedanken gemacht. Aber was ich genau mache, steht noch nicht fest.“

Seine Ausbildung zum Automobilkaufmann hat er abgeschlossen. Eventuell wird er also jetzt auf Jobsuche in Berlin gehen oder auch studieren. Beides sei möglich, so Banecki, der auf jeden Fall weiter Fußball spielen will.

Es gibt bereits einige Anfragen. Ein Regionalligist hat dem Allrounder auch schon ein konkretes Angebot unterbreitet. „Es steht aber noch nicht fest, ob ich dorthin gehe, es ist noch nichts unterschrieben“, sagt Banecki, der am Sonntag auf viele Zuschauer hofft. „Ich bin zwar nicht der so emotionale Typ, aber es wäre schön, wenn ich mich von vielen verabschieden könnte“, so der Fußballer.

Banecki kam vor zehn Jahren von Tennis Borussia Berlin zu Werder Bremen. Dort blieb er – mit Ausnahme einer einjährigen Ausleihe nach Braunschweig bis 2008 –, ehe er über Hertha BSC II, Kickers Emden, FC Oberneuland und den SV Meppen im Jahr 2011 zum BSV Rehden wechselte. Banecki gehörte hier stets zu den Leistungsträgern, Verletzungen warfen ihn aber immer wieder zurück. So kommt der ehemalige Junioren-Nationalspieler in dieser Saison bislang nur auf 19 Einsätze, bei denen er sieben Mal ein- und sechs Mal ausgewechselt wurde. Immerhin erzielte er dabei sechs Tore. „Es ist schade, dass Francis uns verlässt. Wir waren froh, dass wir ihn hatten. Er hat für uns so manche Spiele gewonnen. Leider war er immer wieder verletzt“, meinte BSV-Boss Friedrich Schilling.

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