Achillessehnen-Verletzung lässt Rehdens Allrounder verzweifeln

Das Banecki-Drama: „Ich weiß nicht mehr weiter“

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Ein Bild mit Seltenheitswert im Moment: Rehdens Francis Banecki (links) steht fit auf dem Fußball-Platz. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Francis Banecki ist am Boden zerstört. „Ehrlich gesagt, ich fühle mich beschissen“, seufzt der Allrounder von Fußball-Regionalligist BSV Rehden. Die Verletzung an der linken Achillessehne, mit der sich der 27-Jährige schon fast die gesamte vergangene Saison herumgeplagt hatte, ist wieder aufgebrochen. Und sämtliche Therapien haben bislang nicht angeschlagen.

Dass der ehemalige Werder-Profi den DFB-Pokal-Kracher am Montag gegen den FC Bayern München verpasst, ist für ihn zwar „sehr schade“, aber das geringste Problem. „Wichtig ist, dass ich überhaupt wieder fit werde, dass ich sagen kann, in drei, vier Wochen kann ich wieder spielen.“ Doch davon ist Banecki derzeit meilenweit entfernt. „Ich weiß nicht einmal, wann ich wieder schmerzfrei bin. Das ist so bitter“, klagt der Fußballer.

Kürzlich hatte Banecki noch einen Arzt in Berlin aufgesucht. Der stellte eine Entzündung in der Achillessehne fest. Doch da die schlecht durchblutet ist, sei es schwer, diese Entzündung herauszubekommen, erklärt Banecki. „Es gibt da noch ganz spezielle Therapien, aber ich kann jetzt nicht plötzlich wochenlang bei der Arbeit fehlen“, berichtet der Rehdener.

So bleiben ihm derzeit die herkömmlichen Therapien, das Fitnessstudio und das Prinzip Hoffnung. Doch die wird von Tag zu Tag geringer. „Ich bin ratlos. Ich weiß einfach nicht mehr weiter“, sagt Banecki – und räumt ein: „Ich bin schon ziemlich niedergeschlagen.“

Der Kämpfer Banecki ist angeknockt. Aufgeben will er aber nicht, „obwohl ich manchmal schon darüber nachgedacht habe. Doch ich darf das alles nicht zu negativ sehen.“ Denn das würde ihn noch mehr runterziehen. Ihm reicht schon, wenn er den Kollegen beim Training zuschaut und selbst nicht dabei sein kann. „Ich bin Mannschaftssportler, bin gern mit den Jungs auf dem Platz. So gehe ich meistens allein ins Fitnessstudio. So richtig Spaß macht das nicht“, sagt Banecki.

Vor drei Wochen hatte es einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben. Banecki stand im Testspiel gegen den VfL Osnabrück II 25 Minuten auf dem Feld und hatte sich anschließend „ganz gut“ gefühlt. Doch nur kurze Zeit später traten die Schmerzen wieder auf. „Und da haben wir beschlossen, dass ich erst wieder einsteige, wenn ich richtig gesund bin.“

Das kann aber dauern. Trainer Predrag Uzelac rechnet mit mindestens sechs bis acht Wochen. „Ich weiß es wirklich nicht“, meint Banecki dazu: „Es wird ja nicht besser. Vielleicht habe ich mich auch im letzten Jahr zu oft fit spritzen lassen.“ Darauf verzichtet Francis Banecki jetzt. Er nimmt sich stattdessen die Zeit, die er braucht. Auch wenn’s ihm sehr schwer fällt. „Ich bin mit Sicherheit kein Weichei, aber ich habe auch das Recht, schmerzfrei zu sein und schmerzfrei zu spielen.“

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