Rehden geht das Duell der Sieglosen in Delmenhorst mit einer Portion Demut an

Ball flachhalten, System hochfahren

„Wir werden Lösungen finden“, verspricht Rehdens Mittelfeldspieler Josip Tomic.
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„Wir werden Lösungen finden“, verspricht Rehdens Mittelfeldspieler Josip Tomic.

Rehden/Delmenhorst – Es ist ihm wichtig. Und deshalb betont es Fußballlehrer Andreas Golombek gleich mehrmals. „Arroganz ist völlig fehl am Platz“, heißt es dann. Oder: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen.“ Soll bedeuten: Den Ball schön flachhalten. Sein BSV Rehden tritt beim SV Atlas Delmenhorst (Samstag/16.00 Uhr) an. Also beim Aufsteiger, der noch auf den ersten Saisonsieg in der Regionalliga Nord (Staffel Süd) wartet. „Auf uns wartet ein schönes Stück Arbeit“, betont Coach Golombek noch einmal und bläut allen ein, dass niemand mit einem Selbstläufer für sein Team rechnen sollte.

Tabellarisch ist das verständlich. Denn auch Rehden hat 2020/2021 noch kein Saisonspiel gewonnen, hat allerdings auch erst zweimal gespielt: 2:2 gegen Hannover 96 II und 0:1 gegen den SV Werder II. Gerade gegen das gepflegte Kurzpassspiel der Bremer hatten die Rehdener zuletzt kein geeignetes Mittel gefunden. Darüber sei noch einmal geredet worden, verrät Josip Tomic. Gerade im Zentrum „hatten wir zu selten den richtigen Zugriff“, sagt Rehdens Mittelfeldspieler: „Wir werden dafür aber Lösungen finden.“

Überhaupt dürfte es am Samstagnachmittag ein anderes Spiel für die Gäste werden. Sie werden mehr Ballbesitz als zuletzt haben. Und hier sind dann auch besonders Tomic und Kamer Krasniqi im Spielaufbau gefragt. Im 4-4-2 besetzt das spielstarke Duo die Doppel-Sechs. „Wir verstehen uns sehr, sehr gut“, betont Tomic, gibt aber zu, dass „wir uns alle noch besser ins System einfinden müssen“.

Im vergangenen Jahr hatten die Rehdener häufig auf eine 3-5-2-Variante gesetzt, wodurch sich gerade im Zentrum viele Spieler tummelten.

Abzuwarten bleibt, wie der SV Atlas die Aufgabe gegen Rehden angeht. Nachdem die Delmenhorster an den ersten beiden Spieltagen (1:2 gegen Hannover 96 II und 0:0 gegen Werder II) ziemlich tief gestanden hatten, versuchten sie es am Mittwochabend gegen Havelse mit einer offensiveren Herangehensweise – und kassierten ein 1:6. Golombek war vor Ort. „Das Ergebnis ist bestimmt drei Tore zu hoch ausgefallen“, betonte der BSV-Coach. Doch gerade auf den defensiven Außenbahnen hatte der Aufsteiger häufiger Lücken offenbart. Hier könnten sich Chancen für Linksaußen Emre Yesilova bieten. Sein Knie schmerzt allerdings, ein Einsatz war gestern noch ungewiss. Zudem plagt sich Offensivmann Jaroslaw Lindner mit Knieproblemen herum.  wie

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