Abu Bakarr Kargbo kommt, Trianni geht

Ex-Nationalspieler stürmt für Rehden

+
Friedrich Schilling (rechts), Vorsitzender des BSV Rehden, und Rehdens Sportvorstand Markus Kompp (l.) begrüßten gestern Abu Bakarr Kargbo als neuen Stürmer des Regionalligisten.

Bsv Rehden - Von Cord Krüger. Wochenlang war Markus Kompp in diesem Winter auf der Jagd nach einem „echten Neuner“, einem klassischen Mittelstürmer. Gestern, knapp 28 Stunden vor Ende der Wechselfrist, meldete der Sportvorstand des BSV Rehden Vollzug: Abu Bakarr Kargbo soll den Vorletzten der Fußball-Regionalliga Nord aus der Abstiegszone schießen.

Dafür bringt der in Sierra Leone geborene Deutsche, der in sämtlichen Jugend-Nationalmannschaften von der U15 bis U20 spielte und mit der U17 des DFB Europameister wurde, einiges mit.

„Abu ist ein gelernter Stürmer, aber vorn sehr flexibel einsetzbar – ob über außen oder als hängende Spitze“, sagt Kompp über den 22-Jährigen, der bei Hertha BSC alle Jugendmannschaften durchlief und es 2009 in den Kader der Bundesliga-Reserve schaffte. 2011 gelang ihm unter Trainer Markus Babbel der Sprung ins Profi-Team, doch ein Jahr später wechselte der Angreifer – zunächst in die U21 von Stoke City und dann zum West-Regionalligisten Bayer Leverkusen II. Die vergangene Saison und die jetzt beendete Hinserie bestritt er beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau. „Lustenau wollte Abu eigentlich nur verleihen, weil in Österreich nur drei Ausländer pro Spiel im Kader stehen dürfen, der Verein aber jetzt zwei ausländische Innenverteidiger kaufen musste“, schilderte Kompp. Nach einigen Verhandlungen „haben wir ihn jetzt aber komplett übernommen“, berichtete Kompp. Die Tatsache, dass er auch nächstes Jahr noch als U23-Spieler gelte, lieferte ein weiteres Argument, den Mann mit der Erfahrung von 55 Regionalliga-Spielen für Hertha II und Leverkusen II länger an sich zu binden.

Und das trotz der nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem BSV. Ursprünglich wollte Rehden am Samstag noch gegen den West-Regionalligisten Sportfreunde Lotte testen, doch diese Partie fiel den Platz- und Witterungsverhältnissen zum Opfer. „Aber wir haben auch so gesehen, dass Abu ein guter Stürmer ist, der den Ball festmacht, sich in den richtigen Phasen zurückfallen lässt und das Auge für den Nebenmann hat“, sagt Kompp.

Zu diesen Nebenmännern zählt Mattia Trianni künftig nicht mehr. Der 22-Jährige, während Rehdens Hinrunde in 16 von 17 Spielen als Rechts- und Linksaußen im Einsatz, bat um Auflösung seines Vertrags – schlicht und ergreifend, weil der Mann aus dem Schwabenland Heimweh hatte. „Wir hätten ihn gern behalten, um ihn weiter zu entwickeln“, bedauerte Kompp. „Wir waren von seinen Qualitäten überzeugt, aber er wollte nach Hause.“ Gestern nun holte ihn seine Mutter ab.

Mehr zum Thema:

DHB-Auswahl wahrt weiße Weste - 31:25 gegen Weißrussland

DHB-Auswahl wahrt weiße Weste - 31:25 gegen Weißrussland

Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Textilien im Rausch der Individualisierung

Textilien im Rausch der Individualisierung

Die EU erwartet nach Mays Brexit-Rede harte Verhandlungen

Die EU erwartet nach Mays Brexit-Rede harte Verhandlungen

Meistgelesene Artikel

Kevin Njie im Anflug auf Rehden

Kevin Njie im Anflug auf Rehden

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Kommentare