Rehdens Trainer warnt nach 4:1-Erfolg in Jeddeloh vor Übermut

Backhaus erteilt Flugverbot

Der BSV Rehden reitet auf der Erfolgswelle: Die Schwarz-Weißen um Shamsu Mansaray gewannen souverän in Jeddeloh, sammelten aus den jüngsten vier Spielen satte zehn Zähler. Foto: wiechert

Jeddeloh - Von Daniel Wiechert. Indizien dafür, dass es für den BSV Rehden an diesem Samstagnachmittag lief, gab es zuhauf. Beispiele gefällig? Bereits nach knapp 30 Minuten schickte Jouke Faber, Trainer des Gegners SSV Jeddeloh, sechs (!) Auswechselspieler zum Warmmachen hinter das Tor. Oder: Nach 70 Minuten verließen die ersten Fans mit SSV-Schal um Hals und SSV-Emblem auf der Jacke das Stadion. So verpassten sie noch einen Jeddeloh-Treffer, der jedoch beim 1:4 (0:3) nur als schlechtgemachte Kosmetik taugte.

Es war ein einseitiges Regionalliga-Nord-Spiel gewesen. Wogegen die Rehdener natürlich nichts hatten. „Es war eine rundum gelungene Leistung“, lobte BSV-Trainer Heiner Backhaus, mahnte dann aber direkt: „Deshalb darf jetzt aber niemand hier wegfliegen.“ Seit vier Spielen sind die Schwarz-Weißen nunmehr ohne Niederlage, feierten in dem Zeitraum satte drei Siege. Für Backhaus kein Grund zur Hybris: „Solche Leistungen sind nur möglich, wenn wir weiterhin mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben.“ Sein Kollege war geschockt. „Es hätte schon zur Halbzeit ein 0:5 sein müssen“, klagte Faber: „Wir sind immer nur hinterher gelaufen.“

Rehden erwischte am Kanal einen Traumstart: Jeddelohs Verteidiger Peer-Bent Wegener köpfte nur halbherzig zurück, Boca Djumo hatte es geahnt, erlief den Ball, umkurvte SSV-Keeper Pelle Boevink und schob zum 1:0 (7.) ein. Rehden dominierte das Geschehen, überzeugte mit guter Raumaufteilung, kam schnell und bissig in die Zweikämpfe und strahlte – anders als in der bisherigen Saison – auch bei Standards eine immense Torgefahr aus. Djumo schlug die Ecke von rechts, am ersten Pfosten ließ Addy-Waku Menga den Ball mit dem Scheitel ins lange Eck gleiten – 2:0 (30.). Fünf Minuten später zog Kamer Krasniqi von links in die Mitte, sein Schlenzer aus 18 Metern streichelte den Querbalken. Auch Josip Tomic (39.) zielte nach einem Eckball aus 15 Metern etwas zu hoch, ehe Boevink in Handball-Torwart-Manier einen Nahdistanz-Schuss (40.) von Krasniqi entschärfte. Wenn es zu diesem Zeitpunkt im Spiel der Gäste etwas zu kritisieren gab, dann war es die mangelnde Chancenverwertung. Dass es aber nicht unbedingt eine Großchance für ein Tor benötigt, zeigte Jakob Lewald kurz vor der Pause: Krasniqi spielte rechts raus auf den Außenverteidiger – und als alle mit einer Flanke rechneten, zog Lewald aus 27 Metern einfach ab, der Ball schlug im rechten Eck zum 3:0 (44.) ein.

Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte den Gastgebern, doch Stürmer Tim van de Schepop scheiterte aus sieben Metern an BSV-Torwart Nick Borgman, der in der Schlussphase verletzt ausgewechselt werden musste. Das Spiel war jetzt etwas ausgeglichener, brenzlig wurde es für Rehden aber nie. Stattdessen erhöhte Krasniqi mit einem Super-Freistoß auf 4:0 (70.). Jeddeloh schaffte durch den verwandelten Foulelfmeter von Keven Oltmer zumindest noch den Ehrentreffer (72.). Während Lars Goebel, der in der Schlussphase für den verletzten Borgman in die Partie gekommen war und somit sein Regionalliga-Debüt feierte, den Einpeitscher für Rehdens Jubel-Kreis geben durfte, schüttelte SSV-Trainer mit dem Kopf: „Das war heute nicht das Jeddeloh, das ich in den vergangenen sechs, sieben Wochen gesehen hatte.“

Und Backhaus gab noch mal die Maxime für die kommenden Wochen vor: „Das Spiel gegen den Ball ist immer unser Schlüssel zum Erfolg.“ Es brauche immer die Intensität, als „ginge es gegen Bayern München“.

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