Auslaufen? Von wegen! Wnuck will noch zehn Punkte

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Er hat Eigenwerbung betrieben: Nach der Leistung von Florian Stütz (rechts) als Rechtsverteidiger war Rehdens Trainer Björn Wnuck voll des Lobes für den 24-Jährigen. Sein Einsatz am Sonntag im Spiel beim SV Eichede scheint gesetzt.

Rehden - Von Cord Krüger. Den Klassenerhalt gesichert, das Ticket für den DFB-Pokal gelöst – für Björn Wnuck beginnt jetzt eine knifflige Aufgabe.

Der Trainer des BSV Rehden muss sechs Tage nach dem frenetisch gefeierten Halbfinal-Sieg im NFV-Pokal die Spannung bei seinen Regionalliga-Fußballern aufrecht erhalten, wenn es im Spiel beim SV Eichede am Sonntag ab 14 Uhr wieder um Punkte geht. Nach erreichten Zielen alle aufs Neue zu motivieren – das gelingt nicht allen aus Wnucks Zunft. Doch der 29-Jährige ist optimistisch.

Denn der BSV-Coach hat zwei neue sportliche Vorgaben parat: „Erstens will ich aus den letzten fünf Liga-Spielen noch zehn Punkte holen. Zweitens stehen wir jetzt im Niedersachsenpokal-Finale und können also noch einen Titel holen. Wenn wir das schaffen, kann es noch eine richtig gute Saison werden.“ Dies dürfte nur im Interesse seiner „Jungs“ sein – denn die möchten und müssen sich natürlich empfehlen. Angesichts der aktuellen Verletztenmisere drängen bisherige Ergänzungsspieler wie Erdin Ramic, Torschütze zum 4:1 im Halbfinale beim TB Uphusen, und Florian Stütz als starker Rechtsverteidiger-Vertreter von Viktor Pekrul, nach. Aber auch andere. Von Auslaufen bis zum Serienende kann also keine Rede sein. Dieser Konkurrenzkampf und die Aussicht auf das Erlebnis DFB-Pokal Mitte August bringen den BSV in eine noch bessere Ausgangsposition für die anstehenden Vertragsverhandlungen. „Das ist ein Pfund, mit dem wir bei den Spielern wuchern können“, weiß Wnuck.

Er selbst will ebenfalls bleiben – doch der C-Lizenz-Inhaber verfügt zurzeit nur über eine Sondergenehmigung als Chefcoach in der Regionalliga. Den nächstmöglichen freien Platz in einem B-Lizenz-Lehrgang hat sich der Familienvater gesichert: im September in der Sportschule Kaiserau. Für die Zeit danach bis zur Inangriffnahme des A-Scheins „laufen jetzt Gespräche über Möglichkeiten und Modelle, wie es weitergehen kann“, schildert Wnuck.

Erstmal geht's aber in Sachen Eigenwerbung am Sonntag weiter – und vor der um 10 Uhr startenden Dienstreise kündigt der Trainer unmissverständlich an: „Ich fahre da sicher nicht zweieinhalb Stunden lang aus Spaß hin. Wir wollen gewinnen – bei allem Respekt vor dem Gegner.“

Francis Banecki kann dazu wohl keinen Beitrag leisten, denn der 28-Jährige ging nach 90 Minuten in Uphusen am Stock. Beim im Halbfinale als „Sechser“ aufgebotenen Allrounder machten sich wieder die alten Achillessehnen-Beschwerden bemerkbar. Möglicherweise könnte dadurch Stütz in die Doppel-Sechs vorrücken, und Winterneuzugang Dennis Janssen käme zu seinem ersten Regionalliga-Einsatz.

Ansonsten hat sich das aus Milos Mandic, Viktor Pekrul, Dominic Krogemann, Daniel Gunkel, Kevin Artmann und Alexander Neumann bestehende Lazarett nicht vergrößert. Aber viel mehr geht angesichts dieser ohnehin schon beträchtlichen Liste auch kaum.

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