Stürmer „Alex“ Neumann – in Rehden momentan nicht einmal mehr im Kader

Augen zu und durch: Mit Wut und Trotz aus der Krise

+
Stürmer Alexander Neumann (li.) macht beim BSV Rehden momentan keine einfache Zeit durch. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Das 1:8-Debakel in Wolfsburg am 16. Februar – für Alexander Neumann hallt es immer noch nach. Schmerzhaft, nicht in physischer, sondern in mentaler Hinsicht. Denn seit diesem Tag spielte der Stürmer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden keine Minute mehr. Wie auch?

Er stand diese drei Spiele ja nicht einmal mehr im Kader. Klar, dass sich der 23-Jährige über diese unfreiwillige Auszeit so seine Gedanken gemacht hat. Andererseits hofft er aber auch, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein. Am liebsten schon morgen (14.00 Uhr) im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli II.

Trainer Björn Wnuck hatte nach der Klatsche von Wolfsburg jede Zurückhaltung aufgegeben und jedem einzelnen Spieler – auch den Stammkräften – eines ins Stammbuch geschrieben: Ab sofort zählen nur noch Einsatz und Leistung im Training, um am Wochenende dann auch im Aufgebot zu stehen. Bei Neumann hatte der Coach „die Durchschlagskraft und die Zielstrebigkeit vermisst“ und sich deshalb gegen den Angreifer entschieden. „Dazu war er zwischendurch noch ein paar Tage grippekrank“, berichtet Wnuck.

Für Neumann war die Verbannung auf die Tribüne nur schwer zu verstehen. „Ich war schon überrascht, dass es so gekommen ist, zumal ich in den ersten beiden Spielen der Rückrunde gespielt habe“, sagt der Torjäger. Als Spieler, so der Stürmer weiter, sei es nicht einfach, so eine Situation wegzustecken. „Du hoffst doch immer, dabei zu sein. Und dann bist du plötzlich dreimal in Folge nicht im Kader. Schlimmer geht es nicht“, findet Neumann.

Trotzdem hat der Fußballer den Kopf nicht in den Sand gesteckt. „Das einzige, was hilft, ist doch immer wieder im Training Gas zu geben. Und dann zu hoffen, wieder deine Einsätze zu bekommen.“ Man dürfe sich keinen „zu großen Kopf machen“. Das würde nur die Konzentration auf den Fußball stören.

Coach Wnuck weiß, „dass es keine einfache Situation für Alex ist“. Und er weiß auch: „Er gibt sich damit nicht zufrieden.“ Das hätten die jüngsten Eindrücke in den Übungseinheiten wieder gezeigt. Und dadurch könnte Neumanns Leidenszeit auch vielleicht schon morgen beendet sein. „Alex hat wie ein Wahnsinniger trainiert, ist wieder voll auf dem Damm, tut wirklich alles, um wieder dabei zu sein. Für Samstag ist er daher wieder eine Alternative.“

Neumann freut das, zumal der BSV Rehden zuletzt nicht gerade viele Tore erzielt hat: „Das könnte vielleicht ein kleiner Vorteil für mich sein.“

Denn beim FC St. Pauli II will der BSV Rehden unbedingt punkten, am liebsten dreifach. „Doch dafür“, sagt Wnuck, „muss vieles besser werden. Und ich weiß, dass wir das auch können.“ Beim 0:0 gegen den HSV II haben dem Rehdener Trainer die Leidenschaft und die Siegermentalität gefehlt. „Wir müssen mehr Druck aufbauen, Gas geben, unser Umschaltspiel verbessern“, fordert Wnuck: „Und wir brauchen wieder mehr Präzision bei den Standards.“

Nur so könne der angepeilte Sieg in Hamburg auch unter Dach und Fach gebracht werden. „Pauli hat eine wirklich gute Truppe, die sehr ballsicher ist und spielerisch viel mitbringt“, weiß Wnuck nach den Eindrücken aus dem Hinspiel, das der BSV Rehden mit 3:0 gewann.

Mehr zum Thema:

Grusel-Shots und erster Abschied: Der achte Dschungel-Tag in Bildern

Grusel-Shots und erster Abschied: Der achte Dschungel-Tag in Bildern

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Meistgelesene Artikel

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Kommentare