Hohnstedt: „Über Kampf ins Spiel kommen“

Rehden empfängt am Mittwoch VfB Oldenburg

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Evin Nadaner könnte am Mittwoch in der Startelf stehen, um dem BSV Rehden gegen den VfB Oldenburg im defensiven Mittelfeld mehr Stabilität zu geben. „Er hat seine Rolle angenommen“, lobt Trainer Benedetto Muzzicato (hinten links, neben Co-Trainer Sven Apostel).

Rehden - Denn dass seine Fußballer es können, weiß er aus den allabendlichen Übungseinheiten: „Da geben die Jungs Gas, treffen beim Abschluss die richtigen Entscheidungen, haben die Leichtigkeit.“

Sein Kapitän Michael Hohnstedt bestätigt die Beobachtungen: „Im Training funktioniert es. Aber wir haben da vorne auch einige junge Leute, die vorher noch nie in der Regionalliga gespielt haben. Die kommen vielleicht ins Grübeln, wenn im Spiel ihr erster Versuch nicht klappt – in einer Situation, in der alles von der Rehdener Abschlussschwäche redet.“

Muzzicato lobt Nadaner und bangt um Menga

Das tut auch Muzzicato: „Sechs Tore in sechs Spielen, darunter noch zwei Eigentore, sind natürlich zu wenig. Aber wir haben gute Leute, und ich kann von unserem Vereinsboss Friedrich Schilling nicht verlangen, dass der jetzt noch einen dazuholt, der mir 20 Tore pro Saison garantiert.“

Andererseits könne er seinem vorhandenen Personal „nicht mal so eben beibringen, in der einen oder anderen Situation die richtige Entscheidung zu treffen, ins Dribbling zu gehen oder den einfachen Ball zu wählen“. Das wüssten sie ohnehin, versichert ihr Coach, „aber vielleicht ist der Respekt zu groß, nachdem der Schiedsrichter angepfiffen hat“.

Eben jenen Respekt, fordert Hohnstedt, müssten seine Kollegen am Mittwoch schnellstmöglich ablegen: „Wer die Tabellensituation kennt und weiß, dass es ein Derby ist, sollte einsehen, dass wir erstmal über den Kampf ins Spiel kommen müssen. Wir müssen gleich in die Zweikämpfe kommen und vielleicht einmal weniger versuchen, den Gegner zu tunneln“, sagt der Ex-Profi, der schon einige brisante Nachbarschaftsduelle hinter sich hat – vor allem die mit dem VfL Osnabrück gegen die Sportfreunde Lotte. Bei beiden Drittligisten galt er als Vorkämpfer. Zudem wünscht sich der 30-Jährige, dass „wir endlich mal wieder in Führung gehen. Es wäre von Vorteil, wenn wir nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Denn defensiv stehen wir eigentlich ganz gut“, sagt er mit Blick auf die knappen Niederlagen.

Womöglich gibt die Galligkeit am Mittwoch den Ausschlag. Deshalb könnte sich Muzzicato vorstellen, Mittelfeld-Ackerer Evin Nadaner von Beginn an zu bringen. Der am Samstag beim 1:2 in Flensburg zur Pause eingewechselte US-Amerikaner „hat mehr Stabilität reingebracht“, lobt sein Trainer den Sechser: „Er ist einer derjenigen, der auch von der Physis her seine neue Rolle in der Regionalliga angenommen hat.“

Weitere Veränderungen in der Startelf will der Trainer nicht ausschließen – und kann es auch nicht. Denn neben den Langzeitverletzten Tobias Esche sowie den im Aufbautraining befindlichen Robin Janowsky und Mathis Wellmann bangt er um den Einsatz von Addy-Waku Menga. Rehdens Offensivmann klagte nach dem Flensburg-Spiel über Oberschenkelbeschwerden.

Doch egal, in welcher Konstellation: Für das Duell gegen die Oldenburger mit den Ex-Rehdenern Lennart Madroch, Kai Bastian Evers, Hugo Magouhi und weiteren alten Bekannten sollte Rehden motiviert genug sein, denkt Hohnstedt: „Jeder wird zeigen wollen, dass der Club die richtigen Leute als Nachfolger geholt hat.“

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