BSV-Kapitän schießt Rehden ins Halbfinale: Verdientes 1:0 über Cloppenburg

Artmanns klare Ansage: „Jetzt will ich das Ding“

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Kommt in meine Arme! Rehdens Kapitän Kevin Artmann (2.v.r.) bedankte sich bei Vorbereiter Alexander Neumann (rechts) und nahm anschließend die Glückwünsche von Kiala Kifuta, Marius Winkelmann und Taiki Hirooka (von links) entgegen.

Rehden - Von Cord Krüger. Adis Lovic war‘s! Der Physiotherapeut aus Bremen hatte seit Sonntag bei seinem Kumpel Kevin Artmann Hand angelegt und ihm die Adduktoren-Probleme ausgetrieben.

Deshalb konnte der Kapitän des BSV Rehden gestern Abend im Niedersachsenpokal-Viertelfinale gegen Regionalliga-Konkurrent BV Cloppenburg auflaufen, das goldene Tor zum 1:0 (0:0)-Sieg schießen und danach vom Titel träumen: „Ganz ehrlich: Jetzt sind schon so viele gute Mannschaften raus – jetzt will ich das Ding auch holen!“

Natürlich vergaß Artmann bei allem Lob für „Physio“ Lovic, Freund seit gemeinsamen Zeiten bei Werder Bremen, auch nicht die medizinische Abteilung des BSV: „Alle haben alles gegeben – am Sonntag nach meiner Auswechslung hätte ich nicht gedacht, dass es heute klappt.“ Und wie es klappte! „Man hat wieder gesehen, wie wichtig Kevin für uns ist“, atmete Rehdens Trainer Predrag Uzelac durch: „Er ist der Taktgeber, der Kopf der Mannschaft.“

Doch auch Artmanns Kollegen leisteten vor 550 Zuschauern in den Rehdener Waldsportstätten ganze Arbeit – schnell, zweikampf- und kopfballstark. So sehr sich die engagierten Cloppenburger auch mühten – richtig fanden sie nicht in die Partie. „Von den ersten 45 Minuten haben wir 40 Minuten das Spiel gemacht“, bilanzierte Uzelac. „Aber wieder haben wir gute Chancen nicht genutzt.“

Alexander Neumann zum Beispiel köpfte bei zwei präzisen Flanken von Viktor Pekrul einmal vorbei (8.) und einmal knapp drüber (18.). Erst nach einer knappen halben Stunde musste BSV-Torwart Milos Mandic eingreifen, als er einen Flachschuss von Andreas Gerdes-Wurpts sicher unter sich begrub. Quasi im Gegenzug stürmten wieder die Platzherren in Gestalt des emsigen Kiala Kifuta, bei dessen Kopfball BVC-Keeper Siegfried John sein Können zeigte (31.). Die dickste Cloppenburger Gelegenheit ließ Julian Bennert liegen: Der Offensivmann war gerade neun Minuten für den früh ausgewechselten Ex-Rehdener Erdal Ölge auf dem Platz, als er einen Freistoß von Malte Beermann knapp drüber köpfte (44.). „Da hat wieder die Zuordnung bei einem Standard gefehlt, was uns schon am Sonntag im Liga-Spiel gegen Cloppenburg den Sieg gekostet hat“, monierte Artmann. Ansonsten hatte er an der Abwehr aber gestern gar nichts zu meckern: „Sehr sicher. Man merkt, dass dieses Team in der Kette so die ganze letzte Saison zusammen gespielt hat.“

Und dahinter steht jetzt ein Keeper Mandic, der da ist, wenn es drauf ankommt. Gleich nach dem Wechsel hielt er eine scharf herein gegebene Ecke von Kristian Westerveld (47.), um anschließend wieder für längere Zeit zuzusehen: Erst beobachtete er einen knapp daneben gesetzten Kopfball von Danny Arend (51.) nach Neumann-Flanke, dann bejubelte er Artmanns Tor des Abends: Neumann hatte im Strafraum den Ball abgeschirmt, auf den Kapitän abgelegt – und der zog aus der zweiten Reihe flach unten links ab. John war die Sicht versperrt, er wäre aber wohl trotzdem nicht rangekommen. Denn „ein bisschen was kann ich ja auch mit meinem linken Fuß“, grinste der Torschütze.

Dabei blieb's, weil Neumann einen Fallrückzieher an den Pfosten setzte (61.), John gegen Arend rettete (64.) und zweimal in Minute 83 parierte: Erst fand der eingewechselte Jeff-Dennis Fehr in ihm seinen Meister, Neumanns Nachschuss lenkte der BVC-Schlussmann zur Ecke. Vermutlich hätte Kifuta hinter ihm ein besseres Schussfeld gehabt, doch Neumann war schneller. So ging der Kongolese leer aus – und wenig später mit dickem Knöchel nach einem Foul vom Platz, für das Beermann die Ampelkarte sah (88.).

„Wir haben verdient gewonnen, weil wir den Ball gut laufen lassen haben und cleverer gespielt haben“, urteilte Arend. „Nur bei Standards müssen wir uns noch cleverer anstellen.“ Das einzige Haar in der Vorsuppe zum Halbfinale.

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