Artmanns Hammer zerschlägt das Eicheder Mauerwerk

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Kiala Kifuta (2.v.l.) vergab viele Chancen. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Es war, als hätte Kevin Artmann die ganze Anspannung, das ganze Leiden und den ganzen Frust der vorangegangenen 73 Minuten in diesen einen Schuss gepackt.

Mit gefühlten 200 km/h jagte der Kapitän des BSV Rehden den Ball gestern aus 18 Metern per Linksschuss knüppelhart und flach ins untere linke Eck. Es war gleichzeitig der 1:0 (0:0)-Siegtreffer des Fußball-Regionalligisten gegen den SV Eichede – in einem Spiel, das auch gut und gerne 8:1 hätte ausgehen können.

Dass es aber bis zum Ende spannend blieb, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Rehdener, die allein schon in der ersten Halbzeit ein halbes Dutzend klarster Möglichkeiten hatten. Florian Stütz (2./4.) und vor allem Kiala Kifuta (29./34./39. Pfostenknaller/41.) vergaßen aber das Toreschießen. „Unser Torwart hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten. Ansonsten hatten wir überhaupt keinen Zugriff auf die Partie“, hob Eichedes Trainer Oliver Zapel seinen Keeper Fabian Lucassen heraus. Rehdens Stürmer Kifuta hingegen seufzte: „Es war für mich ein Tag zum Vergessen. Eine Chance, zwei, drei, vier, fünf – und der Ball wollte einfach nicht rein. Ich weiß nicht, woran es lag. Schön ist, dass wir noch die drei Punkte geholt haben“, sagte Kifuta später erleichtert.

Sein Trainer wollte ihn aber nicht zu sehr kritisieren. „Natürlich hätte Kifu den einen oder anderen machen müssen. Dann wäre das Spiel vielleicht früher in eine ganz klare Richtung gelaufen. Er haut sich aber in jedem Spiel 90 Minuten lang für die Mannschaft rein, arbeitet brutal viel. Auch das ist mir sehr wichtig“, sagte Björn Wnuck.

Der Coach lobte vielmehr die Art und Weise, wie seine Mannschaft in der ersten Halbzeit Fußball gespielt, die Chancen kreiert und den Gegner dabei streckenweise filetiert hatte. „Das war definitiv die beste Leistung, seit ich mit der Mannschaft arbeite. Wir wollten den Gegner jagen, stören, pressen, ihn von der ersten Minute an unter Druck setzen und uns Chancen herausspielen. Das ist uns brutal gut gelungen“, meinte der 29-Jährige.

Auch nach dem Wechsel trafen Kifuta (50.) und Marius Winkelmann (52.) nicht ins Eicheder Tor, ein klarer Treffer von Dominic Krogemann (62./siehe Extra-Text) wurde nicht anerkannt. „So war es dann immer ein Tanz auf der Rasierklinge, weil uns der nicht gegebene Treffer auch eine Weile beschäftigt hat. Und wenn es ganz blöd läuft, liegst du plötzlich zurück“, resümierte Wnuck – und meinte damit die 67. Minute, als Haris Huseni viel zu lange zögerte. „Das war symptomatisch für unsere Leistung“, knurrte SV-Coach Zapel.

Es blieb aber die einzig gute Gelegenheit der Gäste. Auf der anderen Seite wurde der BSV Rehden nicht müde, doch noch den Siegtreffer zu erzwingen. Was Kevin Artmann mit seinem Hammerschuss in der 73. Minute dann auch tat. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Alexander Neumann dann noch den Pfosten.

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