Rehden nach achtbarem Pokal-Aus am Sonntag in Lübeck / Einige Angeschlagene / Kürble hofft

Artmanns Appell: Das Positive mitnehmen

Philip Kürble würde sich nach seinem Startelf-Debüt nun über weitere Einsatzzeiten im Regionalliga-Team freuen. - Foto: Krüger

Lübeck/Rehden - Viel Zeit bleibt nicht zum Regenerieren: Nach dem Niedersachsenpokal-Hit mit der achtbaren 1:3 (0:2)-Niederlage gegen Drittligist VfL Osnabrück kehrt bei den Regionalliga-Fußballern vom BSV Rehden schnell der Punktspiel-Alltag ein.

Weil für die stark verjüngten Schwarz-Weißen derzeit aber kein Spiel Routine ist, bleibt die Anspannung vor dem Auswärtsspiel am Sonntag ab 17.00 Uhr beim VfB Lübeck erhalten. Und einer hat sich bis dahin besonders viel vorgenommen: Philip Kürble. Mit seinen 18 Jahren hatte der Offensivakteur am Mittwochabend gegen Osnabrück in der Startelf debütiert, eine gute erste Halbzeit hingelegt und Anerkennung für seinen Auftritt auf der rechten und linken Außenbahn eingeheimst. 

Lob für hart arbeitenden Blondschopf

„Vor dieser Riesen-Kulisse war das schon ein gutes Gefühl“, gestand der Diepholzer, der im Sommer aus der U 19 des JFV RWD (Rehden-Wetschen-Diepholz) zum Erstherren-Kader stieß. „In den letzten Trainingseinheiten bis Lübeck muss ich jetzt nochmal Vollgas geben – und abwarten, ob ich wieder dabei sein darf. Ob von Anfang an oder eingewechselt, ist mir egal.“

Die Chancen stehen offenbar nicht schlecht, denn sein Trainer Wolfgang Schütte lobt den Blondschopf: „Der Junge hat immer hart gearbeitet, sehr konzentriert trainiert – da habe ich natürlich überlegt, als klar war, dass Corvin Behrens ausfallen würde.“ Ob der nach seinem grippalen Infekt bis Sonntag wieder bei Kräften ist, steht noch nicht fest, „aber ich denke, dass er am Samstag im Abschlusstraining dabei ist“, schätzt Schütte.

Insgesamt freut sich der A-Lizenz-Inhaber, „dass wir Osnabrück in der zweiten Halbzeit einiges abverlangt haben“. Mit der Defensivleistung der ersten Hälfte zeigte er sich weniger einverstanden. „Selbst verschuldet“ seien die beiden Gegentreffer gewesen. Auch Stürmer Addy-Waku Menga, am Mittwoch Zehner, am Sonntag in Lübeck aber noch gesperrt, monierte „zu viele Fehler. Denen dann hinterherzulaufen, kostet Kraft.“ Also fordert der Ex-Osnabrücker von seinen Kollegen mehr Konzentration, „denn insgesamt haben wir ein gutes Spiel abgeliefert“. 

„Wir wollten weiterkommen, da kann ich nicht den Kasper machen“

Auch Kevin Artmann urteilte nach dem Abpfiff: „Aus diesem Auftritt sollten wir viel Positives ziehen.“ Die kämpferische und läuferische Leistung stimmte jedenfalls, bescherte dem BSV-Kader jedoch einen lädierten Sechser: Lennart Madroch musste mit einer Oberschenkel-Prellung vom Platz, „aber ich gehe davon aus, dass es für Sonntag reicht“, gibt Schütte Teil-Entwarnung. Ansonsten käme wohl der für Madroch eingewechselte Kevin Artmann von Anfang an in Betracht. „Ich bin weiter schmerzfrei, aber ich muss endlich zur alten Fitness zurückkommen“, sagte der lange verletzte Mittelfeldmotor. Dass er gegen den VfL zunächst auf der Bank sitzen musste, hatte er eingesehen. „Wir alle wollten weiterkommen. Da kann ich nicht den Kasper machen und schlechte Laune verbreiten, weil ich nicht spiele.“

In welcher Besetzung auch immer: Chefcoach Schütte denkt, dass sein Team in der Lage ist, in der Hansestadt zu punkten. „Lübeck wird bestimmt um den Titel mitspielen – aber die 2:3-Niederlage in Drochtersen hat gezeigt, dass auch gegen diese Mannschaft etwas möglich ist.“

ck

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