Artmann und Arend zurück zu alter Form

Gute Debüts und ein starkes „Doppel-A“

+
Glücklicher: Danny Arend.

Rehden - In der Halbzeitpause konnte Markus Kompp seine riesengroße Sonnenbrille wieder abnehmen. „Ich wollte erstmal unerkannt bleiben – weil ich ja nicht wusste, wie unsere Neuen heute spielen“, witzelte der Sportvorstand des BSV Rehden, der maßgeblich an den acht Wintertransfers beteiligt war. Doch die ersten 45 Minuten gegen Eintracht Braunschweig II bestätigten ihn in seiner Einkaufspolitik: Abu Bakarr Kargbo traf gleich zu seiner Premiere, bereitete ein weiteres Tor vor, fiel durch Ballsicherheit und Übersicht auf; Malte Grashoff agierte in der Doppel-Sechs kompromisslos-zweikampfstark; Kresimir Matovina hielt seine linke Abwehrseite sauber, startete zu einigen Flankenläufen – und die Hereingaben kamen vor der Pause noch an. „In der ersten Halbzeit war das fußballerisch richtig gut von uns“, urteilte BSV-Trainer Alexander Kiene: „Wir haben schön den Ball laufen lassen und früh attackiert.“

Doch nach dem Wechsel kam ein Bruch ins Spiel. „Wir haben im Mittelfeld lange nicht mehr so viele Zweikämpfe gewonnen“, urteilte Kapitän Kevin Artmann. Das lag auch an Grashoffs Auswechslung nach einer knappen Stunde. Nicht etwa, weil der bisherige Rechtsaußen Jeffrey Obst für ihn im defensiven Mittelfeld zu wenig getan hätte: „Jeffrey hat schon in der Vorbereitung auf mehreren Positionen überzeugt – und heute ebenso“, lobte Kiene. Doch der für Grashoff eingewechselte Rückkehrer Paul Kosenkow agierte auf der zuvor von Obst beackerten rechten Außenbahn weitaus unauffälliger – seine einzige echte Chance vergab er zwei Minuten vor dem Abpfiff.

Auch die später eingewechselten Debütanten Moses Lamidi (Sturm) und Serhan Zengin (Mittelfeld) konnten das Spiel in den wenigen Minuten, die ihnen blieben, nicht mehr wenden.

Doch Rehdens Fans durften trotzdem Mut schöpfen – denn sie sahen, dass ihre lange verletzten Leistungsträger zurück zu alter Stärke fanden: Artmann war an allen drei Toren beteiligt, Danny Arend machte unglaublich viel Dampf und fühlte sich trotz des Ärgers über den Punktverlust wohl: „Ich würde sagen, dass ich wieder fast am Maximum bin.“ Keinen Gedanken verschwendet er mehr an seinen Sehnenanriss vom Frühling, der ihn mehr als die Rückserie gekostet hatte: „Die Verletzung hat mich ziemlich aus der Bahn geworfen – und dann kam unsere nicht so erfolgreiche Hinserie, in der ich ins kalte Wasser geworfen wurde. Vielleicht war ich selber schuld dran, weil ich nicht gesagt habe, dass das Comeback für mich zu früh war“, meinte Arend: „Aber jetzt bin ich froh, dass ich die Vorbereitung so gut überstanden habe. Ich bin fast wieder der Alte.“

ck

Mehr zum Thema:

Räikkönen holt Pole Position vor Vettel

Räikkönen holt Pole Position vor Vettel

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

G7-Gipfel endet im Streit mit USA beim Klimaschutz

G7-Gipfel endet im Streit mit USA beim Klimaschutz

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Meistgelesene Artikel

BSV Rehden: Drei Küsse für das heilige Brot

BSV Rehden: Drei Küsse für das heilige Brot

BSV-Kapitän: „Es darf nur um das Wohl des Vereins gehen“

BSV-Kapitän: „Es darf nur um das Wohl des Vereins gehen“

Volkmer verschenkt den letzten Strohhalm

Volkmer verschenkt den letzten Strohhalm

Kommentare