1:1 – Rehdens Angreifer trifft gegen Flensburg in der 90. Minute per Elfmeter

Arend eiskalt vom Punkt

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Rehdens Offensivmann Kiala Kifuta (links) wurde gestern häufiger von zwei Flensburgern in die Zange genommen. 

Rehden - Von Arne Flügge. Ein Elfmetergeschenk in der 90. Minute hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden gestern vor einer Heimniederlage bewahrt.

Nach einem angeblichen Foul von Nedim Hasanbegovic an Erdin Ramic hatte Schiedsrichter Johann Pfeifer (HSC/BW Tündern) auf den Punkt gezeigt und sich damit heftige Proteste des ETSV Weiche Flensburg eingefangen. Rehdens Offensivmann Danny Arend behielt in dieser heißen Situation kühlen Kopf und verwandelte eiskalt zum späten 1:1 (0:1).

„Da reißen wir uns hier 90 Minuten den Arsch auf, und dann pfeift der so ein Ding“, wetterte Flensburgs Len Aike Strömer, während Hasanbegovic von seinen Kollegen nach dem Abpfiff gar zurückgehalten werden musste. „Der foult sich selbst und bekommt dafür auch noch einen Strafstoß“, schüttelte auch Flensburgs Trainer Daniel Jurgeleit fassungslos den Kopf. In der Tat war es eher eine Schwalbe von Ramic gewesen. „Den muss man nicht geben. Ich glaube, es war kein Elfer“, räumte der Rehdener später grinsend ein.

Immerhin hat es so am Ende für die Gastgeber noch zu einem 1:1 gereicht, mit dem auf dem Platz eigentlich kaum noch jemand gerechnet hatte. Zu schwach war die Leistung über weite Strecken der zweiten Halbzeit gewesen. Eine Aufholjagd sieht anders aus. Daher war Rehdens Trainer Björn Wnuck am Ende auch froh über dieses späte 1:1, „denn was wir zwischen der 45. und 80. Minute abgeliefert haben, damit konnten wir uns nicht von unserem Publikum verabschieden“, brummte der 29-Jährige.

Dabei hätte der BSV Rehden in der ersten Halbzeit längst eine deutliche Führung herausspielen können, wenn nicht gar müssen. Doch wieder einmal nutzten die Hausherren auch klarste Chancen nicht. So verpasste drei Mal Danny Arend den Führungstreffer (5./10./31.), Jeff Denis Fehr traf nur den Pfosten (15.), und auch ein Kopfball von Michael Wessel nach einem Eckball landete nur am Außenpfosten (16.). Auf der anderen Seite rettete Rehdens Keeper Tim Becker, der sein Startelfdebüt feierte (siehe Extratext), zwei Mal glänzend (8./11.).

Dementsprechend sauer war auch Wnuck. „Wir hätte wieder eine DVD des BSV Rehden aus dieser Saison reinlegen und die Starttaste drücken können. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Wir machen einfach aus unseren vielen Chancen viel zu wenig“, ereiferte sich der BSV-Coach. Das frustriere die Jungs und natürlich auch ihn.

Und fast zwangsläufig geriet der BSV Rehden dann wieder einmal in Rückstand. Nach einer Kontersituation stand die Viererkette nicht geordnet, dafür Flensburgs Goalgetter Tim Wulff goldrichtig – 1:0 (35.). „Und somit“, meinte Wnuck, „mussten wir der Musik wieder einmal hinterherlaufen.“

Was den Gastgebern gegen eine kompakte Flensburger Mannschaft schwer fiel. Und hätte BSV-Keeper Becker in der 58. Minute nicht gegen Wulff klasse gerettet, die Partie wäre wohl entschieden gewesen. Erst in den letzten zehn Minuten der Begegnung rafften sich die Hausherren noch einmal auf. Doch Arend, Kiala Kifuta und Ramic trafen das Tor einfach nicht. So musste in der 90. Minute der Elfmeterpfiff helfen, um noch zum späten Ausgleich zu kommen.

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