Rehdens Dauerläufer gibt Shaqiri einen Korb

Arend – auch nach dem Spiel auf Jagd

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Auferopferungsvoll: Danny Arend (l.). „Aber gekämpft und ausgeholfen haben alle“, stellte der Dauerläufer klar. n Foto: nph

Osnabrück - Selbst nach seinen unglaublichen 90 Minuten hatte der rastlose Danny Arend seine Jagd nach den Bayern noch nicht beendet.

Rehdens Mann mit der überragenden Kilometerleistung, der starken Zweikampfquote am Boden und in der Luft sowie zwei dicken Chancen hetzte hinter Franck Ribéry her. Der Franzose war ausgeruht, weil er den Abend auf der Bank verbracht hatte. Doch Arend holte ihn doch noch ein. „Ich hatte ihn schon ziemlich früh nach seinem Trikot gefragt“, verriet der 26-Jährige. „Die Gelegenheit war gut, weil er ja draußen war. Aber ich wollte unbedingt mit ihm tauschen – denn das ist für mich der beste Bayern-Spieler der letzten zwei, drei Jahre.“ Also gab Arend Xherhan Shaqiris Anfrage nach dem BSV-Dress einen Korb. „Obwohl: Das hätte auch gepasst: Wir hatten ja auf dem Platz einige Male was miteinander zu tun…“

Stimmt! Besonders bunt ging's dabei in Minute 48 zu, als Shaqiri den durchgesprinteten Offensivmann umsenste und dafür Gelb sah. Arend überschlug sich professionell, blieb länger liegen, hielt sich das Schienbein. Bis zur Verwarnung des Schweizers. „Er kam gleich zu mir und fragte, ob es schlimm sei. War's nicht, aber man muss solche Situationen ja auch nutzen.“

Viel lieber hätte Arend zwei andere Szenen genutzt – nämlich zu Toren: „Das ist natürlich echt ärgerlich. Beim ersten Mal, gleich in der vierten Minute, „wollte ich noch ein bisschen mit dem Schuss warten, weil ich gehofft habe, dass der Manuel Neuer noch ein Stück aus seinem Tor kommt.“ So klärte David Alaba rechtzeitig. Und beim zweiten Hochkaräter erntete er einen tausendfachen Aufschrei, als er völlig frei an der Strafraumgrenze abzog und sein sattes Pfund knapp links daneben rauschte (73.). „Aber egal, lange trauere ich dem nicht hinterher.“ Stattdessen überwog der Stolz: „Das war wohl das Spiel unseres Lebens. Noch einmal gegen Bayern werden wir nicht spielen dürfen. Jetzt weiß man erst, wie schwer das ist. Diese Schnelligkeit, diese Ballsicherheit. Ich glaube, die hatten 80 Prozent Ballbesitz.“ Gut getippt! Es waren „nur“ 76 Prozent. „Im Fernsehen, auf dem Sofa, fragt man sich ja leicht mal, warum sich deren Gegenspieler so und nicht so anstellen. Aber was die Bayern spielen, ist eine andere Welt.“ Auch das eigene Duell will sich der Nordhorner am TV ansehen. „Meine Frau sollte das aufzeichnen. Ich hoffe, es hat geklappt…“ · ck

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