Ressortarchiv: BSV Rehden

Abu Kargbo wird immer wertvoller

Abu Kargbo wird immer wertvoller

Rehden - Abu Bakarr Kargbo wollte sich schon davon stehlen. „Ich spreche kein Deutsch“, grinste der Stürmer des BSV Rehden – und enttarnte sich freilich damit sofort selbst. Natürlich spricht er Deutsch und das auch sehr gut. Doch es war wohl eher seiner Bescheidenheit geschuldet, dass sich der „Man of the Match“ am Samstag nicht in den Vordergrund schieben wollte. Und so mochte er auch weniger über sein Tor und seine Torvorlage sprechen als vielmehr über die Mannschaft. „Wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg“, sagte der 22-Jährige, „es ist schön, dass ich helfen konnte, diese drei Punkte heute zu holen. Denn wir alle wollen den Klassenerhalt.“
Abu Kargbo wird immer wertvoller
3:1 – Rehdens Könige stehen kurz vor ihrer Krönung

3:1 – Rehdens Könige stehen kurz vor ihrer Krönung

Rehden - Von Arne Flügge. Die englische Boulevard-Zeitung „Sun“ würde schreiben: „Rehdens Panzer rollen weiter durch die Liga!“ Nun, das ist zwar ziemlich martialisch und für ein Medium in der Wortwahl tiefste Schublade, trifft im Grunde aber doch den Kern. Denn auch am Samstag ließ sich der Fußball-Regionalligist BSV Rehden im Kampf um den Klassenerhalt nicht beirren und schlug den direkten Konkurrenten Goslarer SC dank einer bärenstarken ersten Halbzeit mit 3:1 (3:0). Rehden bleibt damit seit Ende November 2014 ungeschlagen und feierte gegen Goslar den fünften Heimsieg und zudem den fünften Sieg in Folge.
3:1 – Rehdens Könige stehen kurz vor ihrer Krönung
Der Kreis schließt sich

Der Kreis schließt sich

Rehden - Goslar – da war doch was? Klar: eine desolate Leistung im Hinspiel, eine 1:4-Packung für den BSV Rehden. Doch nicht deshalb ist dieses Spiel vielen in Erinnerung geblieben. Packungen und miese Leistungen hatte es zuvor auch schon gegeben. Die Niederlage in Goslar war vielmehr der Anfang vom Ende der Zusammenarbeit mit Trainer Andreas Petersen. Sein Co-Trainer Danny König war bereits vier Tage zuvor gefeuert worden. Und am 27. Oktober, dem Tag nach der Niederlage, trat dann Petersen zurück. Er hinterließ eine völlig verunsicherte Mannschaft, die mit nur zwei Siegen in 14 Spielen auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht war.
Der Kreis schließt sich
Mit purer Leidenschaft in das „Sechs-Punkte-Spiel“

Mit purer Leidenschaft in das „Sechs-Punkte-Spiel“

Rehden - Von Arne Flügge. Nein, unheimlich wird Alexander Kiene seine Mannschaft nicht. Trotz der Superserie, trotz zuletzt vier Siegen in Folge. „Die Jungs belohnen sich für die intensive Arbeit, die Zeit, die Leidenschaft, die sie in die Vorbereitung auf die Rückrunde gesteckt haben und die sie noch immer jeden Tag im Training auf den Platz bringen“, lobt der Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden sein Team. Unterm Strich ist der Club im Kampf um den Klassenerhalt aber „immer noch nicht durch“, wie der Coach sagt. Daher sollen morgen (15.00 Uhr) gegen den direkten Konkurrenten Goslarer SC die nächsten Punkte in den Waldsportstätten eingefahren werden.
Mit purer Leidenschaft in das „Sechs-Punkte-Spiel“
Konterstarker Kämpfer: Tietz mit Eigenwerbung

Konterstarker Kämpfer: Tietz mit Eigenwerbung

Rehden - Mitten während einer verkorksten Hinserie im Herbst zum BSV Rehden gewechselt, im Winter mit einem Meniskusriss unters Messer gekommen, nach vier Wochen Reha wieder im Training gerackert – doch der Stammplatz war angesichts starker Konkurrenz futsch. Wie fühlt sich ein Mann, der das alles durchmachen musste, da nach einem Tor und einer Vorlage binnen 40 Minuten? „Ganz gut – so kann's weitergehen“, verriet Matthias Tietz trocken, nachdem er am Samstag die letzten Umarmungen seiner Kollegen entgegengenommen hatte. Der Mittelfeldmann war im Regionalliga-Duell beim VfB Lübeck in Minute 49 für den verletzten Stefan Heyken auf den Platz gekommen, weil Jeff Gyasi – einer jener starken Konkurrenten im defensiven Mittelfeld – von der Doppel-Sechs Heykens Platz in der Innenverteidigung einnehmen musste. Und der Deutsch-Pole ging gleich gallig zu Werke, sah fünf Minuten nach seiner Einwechslung Gelb, gewann viele Zweikämpfe – und zog ein ziemlich fixes Konterspiel auf. Nach Gyasis 2:0 (63.) traf Tietz bei einem dieser Vorstöße überlegt per Flachschuss, nachdem Abu Bakarr Kargbo selbstlos auf ihn quergelegt hatte (77.). Ebenso uneigennützig agierte der 25-Jährige kurz vor Schluss, als er Paul Kosenkow zu dessen 4:0 in Szene setzte (86.).
Konterstarker Kämpfer: Tietz mit Eigenwerbung
Land in Sicht nach Rehdens Kaperfahrt in Lübeck – 4:0

Land in Sicht nach Rehdens Kaperfahrt in Lübeck – 4:0

Aus Lübeck Berichtet - Cord KrügerMassenhaft Endorphine – durchmischt mit Adrenalin und sonstigen Hormonen, die anscheinend einiges freisetzen: Zu sehen und zu greifen am Samstag auf dem Rasen des VfB Lübeck, als sich die Fußballer des BSV Rehden nach ihrem 4:0 (1:0)-Triumph beim Regionalliga-Fünften VfB Lübeck freudetrunken rüttelten, drückten, anschrien. „Niemand kann uns mehr schlagen, niemand!“, brach es aus Mittelfeldmann Marcel Stutter heraus. Und Rechtsverteidiger Viktor Pekrul, wieder Kapitän anstelle des verletzten Kevin Artmann, brüllte inmitten des Mannschaftkreises: „Jetzt geben wir kein Spiel mehr ab!“ Möglich wär's. Selbst ihr Trainer Alexander Kiene, sonst gern auf Bodenhaftung aus, urteilte: „Sehr eindrucksvoll.“
Land in Sicht nach Rehdens Kaperfahrt in Lübeck – 4:0
Option mit gewissen Waffen: Paul Kosenkow ist wieder fit

Option mit gewissen Waffen: Paul Kosenkow ist wieder fit

Rehden - Von Cord Krüger. Abfahrt im Morgengrauen, Heimkehr mit dem letzten Abendlicht: Auf geht's zum VfB Lübeck! Und weil die Fußballer des BSV Rehden in ihrem Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga gar keine Zeit für Lustreisen haben, musste Trainer Alexander Kiene ihnen nicht lange erklären, dass „wir bei einem so langen Tag natürlich möglichst punkten wollen“. Keine leichte Aufgabe, die er seiner Mannschaft vor dem morgigen Auftritt ab 14 Uhr beim Tabellenfünften stellt, doch Rehden startet mit dem Rückenwind aus elf Spielen ohne Niederlage in den hohen Norden.
Option mit gewissen Waffen: Paul Kosenkow ist wieder fit
Ein „Bollwerk“: Gyasi und Stutter

Ein „Bollwerk“: Gyasi und Stutter

Rehden - Des Trainers Urteil über dieses Duo im defensiven Mittelfeld klingt ein wenig martialisch: „Es ist ein Bollwerk“, sagt Alexander Kiene über Marcel Stutter und Jeff Gyasi, seine beiden „Sechser“ vor der Abwehr im Team des BSV Rehden. An diesen zwei Abräumern kam zuletzt kaum ein Gegner vorbei – allerdings auch kein Kollege, der etatmäßig auf dieser Position zu Hause wäre: Matthias Tietz ist seit Herbst beim BSV, Malte Grashoff seit dem Winter, doch zuletzt mussten sich beide hinter dem ursprünglich als Offensivmann geholten Stutter und dem gelernten Innenverteidiger Gyasi anstellen. „Ich habe jetzt ein Luxusproblem auf der Sechs“, gesteht Kiene, der es sich zuletzt beim 2:0-Sieg gegen den TSV erlauben konnte, Tietz und Grashoff erst in der Schlussphase einzuwechseln. Sie sorgten für zusätzliche Stabilität, doch momentan scheinen sie nicht für die erste Elf in Frage zu kommen – dafür sieht ihr Coach die andere Variante als einfach zu gut an: „Beide spielen seit Wochen überzeugend, Stutter war auch gegen Havelse stark, aber Gyasi noch auffälliger – einfach überragend“, schwärmt der 37-Jährige über den Mann, an dem vor allem in der zweiten Halbzeit ein Havelser nach dem anderen abprallte. So schaffte es der 26-Jährige beim Internet-Portal „fanreport.com“ in die Mannschaft der Woche.
Ein „Bollwerk“: Gyasi und Stutter
Der Türöffner stellt sich hinten an

Der Türöffner stellt sich hinten an

Rehden - Er strahlte, genoss die Schulterklopfer – und stapfte zufrieden vom Platz: Zwar wurde Moses Lamidi gestern nach 65 Minuten ausgewechselt, doch der Januar-Neuzugang des BSV Rehden ahnte: Er hatte mit seinem 1:0 gegen den TSV Havelse ein ganz wichtiges Tor erzielt und so den Grundstein zum 2:0 (0:0) über den TSV Havelse gelegt, dessen Defensive er mehrfach durcheinanderwirbelte. Sich selbst lobte der Offensivmann lieber nicht, doch er stellte klar, dass er nicht als Reservist vom KFC Uerdingen nach Rehden gekommen ist: „Ehrlich gesagt, war ich schon überrascht, dass ich nach der Winterpause so oft auf der Bank saß. Immerhin bin ich hierher gekommen, um im Abstiegskampf zu helfen.“
Der Türöffner stellt sich hinten an
Lamidi belohnt sich selbst

Lamidi belohnt sich selbst

Rehden - Von Cord Krüger. Nichts scheint den BSV Rehden derzeit auf seinem Marsch aus der Gefahrenzone der Fußball-Regionalliga aufhalten zu können! Selbst den Ausfall von Kapitän Kevin Artmann – in der Hinrunde fast gleichbedeutend mit empfindlichen Punktverlusten – steckten die Schwarz-Weißen gestern weg. Bis zur Pause schossen sie gegen den Tabellensechsten TSV Havelse ein 2:0 heraus und – nächste Veränderung im Vergleich zu 2014 – sie verwalteten diesen Vorsprung stark bis zum Schluss. „Ein hochverdienter Sieg“, musste auch Havelses Trainer Christian Benbennek nach Rehdens 2:0 (2:0)-Erfolg neidlos anerkennen: „Man sieht, was passiert, wenn man meiner Mannschaft, in der traditionell viel über Leidenschaft geht, den Schneid abkauft.“
Lamidi belohnt sich selbst
Schock für Fehr: Schlüsselbeinbruch

Schock für Fehr: Schlüsselbeinbruch

Rehden - Seit fast zwei Jahren nun rackert Jeff-Denis Fehr für den BSV Rehden – doch seine guten Trainingsleistungen reichten lange Zeit trotzdem nur für eine Reservistenrolle. Dennoch gab's kein Murren vom Mittelfeldmann, sondern der 20-Jährige verbreitete stetig gute Stimmung – auch als Kabinen-DJ und Einpeitscher beim „Zickezacke“ im Spielerkreis. Doch am Mittwochabend bekam seine Laune einen schmerzhaften Dämpfer: Während eines Zweikampfs kam der Offensivakteur so unglücklich mit der Schulter auf, dass er sich das Schlüsselbein brach. „Das war natürlich eine schlimme Situation und ist jetzt ganz bitter für Jeff. Er hat zuletzt eine tolle Entwicklung genommen“, seufzt sein Trainer Alexander Kiene, der Fehr seit seinem Amtsantritt im Januar immer mehr Einsatzzeiten gegeben hatte: „Er war zunehmend enger an den Kreis der ersten Elf gerückt – und auf jeden Fall eine Option, ihn als Einwechselspieler zu bringen. Dabei hat er immer für Belebung in der Offensive gesorgt.“
Schock für Fehr: Schlüsselbeinbruch