Ein Apostel für Benedetto

Ex-Oberliga-Spieler neuer Rehdener Co-Trainer

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Sven Apostel, hier als spielender Co-Trainer des VfL Wildeshausen, kommt von dort ins Rehdener Trainerteam.

Rehden - Kaum zu glauben, dass Sven Apostel und der BSV Rehden bisher nie zueinander gefunden haben! Denn erstens kamen und gingen bei den Schwarz-Weißen pro Halbserie seit Jahren ja stets eine stattliche Zahl an Spielern, zweitens weist Apostels fußballerische Vita eine ziemlich lange Liste früherer oder noch immer hochklassiger Clubs auf.

„Ja, er war tatsächlich noch nie bei uns“, gesteht Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg schmunzelnd. „Aber als ich noch gespielt habe, hat Friedrich Schilling mal angeklopft“, erinnert sich Apostel. Damals konnte der BSV-Boss den Mittelfeldmann nicht überzeugen, doch zur neuen Saison ist es soweit: Der heute 41-Jährige wird Co-Trainer von Chefcoach Benedetto Muzzicato.

„Sven war Benedettos Wunschkandidat“, berichtete Weinberg: „Seine hohe Affinität für Spielanalysen wird uns helfen, die Mannschaft perfekt auf unsere Gegner einzustellen.“ Darauf freut sich der künftige „Co“: „Der Kontakt zwischen Benedetto und mir ist nie abgerissen, seitdem wir damals für den FC Oberneuland gespielt haben. Und ich finde es ganz angenehm, dass er den Vorturner geben muss und ich nicht in der ersten Reihe bin.“

Apostel noch in Wildeshausen aktiv

Aktuell steht Apostel noch in Diensten des Weser-Ems-Bezirksligisten VfL Wildeshausen, dem er sich im Sommer 2016 als spielender Co-Trainer angeschlossen hatte (damals noch in der Landesliga). Wenige Monate später erwarb der frühere Mittelfeldlenker der damaligen Oberligisten SC Weyhe, FC Oberneuland, BV Cloppenburg und VfB Oldenburg seine A-Lizenz. Anfang dieses Jahres hatte der Außendienstmitarbeiter der AOK signalisiert, dass er den VfL zum Saisonende verlasse. 

„Eigentlich wollte ich noch mal irgendwo spielen und hätte von der Trainertätigkeit eine Auszeit genommen – vielleicht mit Ausnahmen von Hospitanzen“, verriet der Familienvater, der schon in Werders U 23 (noch unter Florian Kohfeldt) ein Praktikum absolviert hatte. Doch dann kam alles anders – durch die Gespräche mit Rehden. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass wir über eine ähnliche Denkweise verfügen“, schilderte Weinberg.

Neuer Co-Trainer

Also beerbt der Vater zweier Kinder ab Sommer den bisherigen Co-Trainer Hugues M’bossa. Der 43-Jährige war im Herbst 2016 mit dem damaligen Trainer Stefan Stuckenberg verpflichtet worden und blieb auch unter dessen Nachfolgern Wolfgang Schütte und Muzzicato. Nun sucht der frühere BSV-Spieler eine neue Herausforderung und will selbst als verantwortlicher Trainer arbeiten. 

„Konkret ist noch nichts, aber wir können Hugues als akribischen Fußball-Arbeiter nur empfehlen“, unterstrich Weinberg. Gern hätte er ihm eine weitere Verwendung angeboten – etwa in einem der höherklassigen Nachwuchsteams beim JFV Rehden. „Aber der JFV-Vorstand war mit seinen Planungen schon weit vorangeschritten“, erläuterte Weinberg. Als feste Konstante bleibt hingegen Jacek Burkhardt als weiterer Co-Trainer beim BSV.

ck

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