Andor Bolyki war fast schon weg aus Rehden – jetzt steht er in der Startelf

„Ich spüre wieder Vertrauen“

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Beim 1:1 in Lübeck stand Andor Bolyki (re.) in der Startelf und bereitete die Rehdener Führung vor.

Rehden - Von Arne Flügge. Eigentlich war Andor Bolyki beim BSV Rehden schon weg vom Fenster. Als Alexander Kiene vor gut einem Jahr das Traineramt beim Fußball-Regionalligisten übernommen hatte, „habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass er nicht mit mir plant, er andere Vorstellungen hat“, erinnert sich der Außenspieler. So war es dann auch. Der 21-Jährige spielte bei Kiene keine Rolle, kickte fortan in der Zweiten in der Bezirksliga.

Im Sommer wollte er den Verein verlassen, „weil ich unzufrieden war und in der Regionalliga keine Chance bekommen hatte“, sagt Bolyki. Dass er Zweite spielte, fand der junge Fußballer nicht schlimm, „denn ich habe wichtige Spielpraxis gesammelt“. Doch er wollte sich nicht so recht damit abfinden, nun gar nicht mehr oben angreifen zu können. Allerdings fand Bolyki zum einen keinen passenden Verein, andererseits „habe ich mich nach langen Gesprächen mit meinem Berater entschlossen, doch zu bleiben, nicht aufzugeben, sondern zu kämpfen“. Bolyki tat es, und es spielte ihm in die Karten, dass Coach Kiene Anfang Oktober Rehden verließ, um nach Havelse zu gehen. Denn Franz Gerber übernahm das Traineramt interimsweise. Bereits nach der Demission von Andreas Petersen war Gerber als Berater eingestiegen. „Er hatte mir damals schon gesagt, dass ich als noch junger Spieler viel Potenzial habe und mir dann im Oktober auch die Chance gegeben, von Anfang an zu spielen“, berichtet Bolyki. Der dankte es Gerber senior mit einem Tor beim 3:3 in Norderstedt.

Fortan war Bolyki wieder mittendrin statt nur dabei. Auch unter dem neuen Trainer Fabian Gerber. „Ich habe in der Vorbereitung alles gegeben, um mich gut zu präsentieren. Ich denke, es ist mir gelungen“, berichtet der ehemalige ungarische U19-Nationalspieler: „Ich spüre wieder das Vertrauen, das ich brauche. Ich fühle mich einfach wieder richtig gut.“

Und dieses gute Gefühl überträgt Andor Bolyki auch auf den Platz. Beim 1:1 in Lübeck, dem ersten Pflichtspiel unter Fabian Gerber, stand der 21-Jährige gleich in der Startelf. Ein gutes Zeichen freilich, aber noch längst kein Ruhekissen. Das jedenfalls schreibt der Trainer seinem Spieler ins Stammbuch. „Es ist noch verfrüht, zu sagen, dass Andor jetzt einen Stammplatz hat. Wir haben erst ein Spiel gespielt“, mahnt der BSV-Trainer. Er sagt aber auch, dass Bolyki „eine sehr positive Entwicklung vollzogen“ habe und ein „hochtalentierter Fußballer mit viel Potenzial und einer besonderen Qualität ist“.

Der Ungar ist auf beiden Außenpositionen zu Hause. Sowohl defensiv als auch offensiv. „Im modernen Fußball musst du ohnehin beides können, egal, ob du Verteidiger oder Mittelfeldspieler bist“, weiß Bolyki, dem Trainer Gerber Schnelligkeit, Leichtfüßigkeit und eine gute Ausdauer bescheinigt. Allerdings sei der Fußballer noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung. Torgefährlicher könne er noch werden, und manchmal sei er einfach noch zu verspielt. „Er muss häufiger den Kopf hochnehmen, den Mitspieler sehen und die leichten Bälle spielen, anstatt sich in Zweikämpfen aufzureiben oder zu kompliziert zu spielen“, fordert Gerber. Doch dafür sei er als Trainer da, dem Spieler das zu vermitteln. „Und wenn Andor bereit ist, weiter zuzuhören und die Vorgaben auch umzusetzen, wird er noch einiges aus sich rausholen können“, ist sich der Rehdener Trainer sicher. Bei Bolyki ist das angekommen.

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