Alles klar mit BSV Rehden: Ex-Profi aus Hollands Oberhaus will helfen, „dass die Mannschaft nicht absteigt“

Stutters Wunsch: Mit Gunkel zurück zum Glück

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Sein neues Trikot ist weniger bunt: Marcel Stutter, hier noch im Dress von NEC Nijmegen, schloss sich jetzt den Schwarz-Weißen des BSV Rehden an – und hofft auf einen Einsatz am Samstag.

Bsv Rehden - Von Cord Krüger. RehdenBsv Rehden - Von Cord Krüger. Viel Zeit blieb Marcel Stutter gestern nicht. Am Nachmittag raffte der 26-Jährige die wichtigsten Sachen aus seiner Wohnung in Bergkamen zusammen, kurz darauf stieg er ins Auto – und zwei Stunden später stand die neue Offensiv-Hoffnung des BSV Rehden auf dem Trainingsplatz der Waldsportstätten. Erst zum zweiten Mal seit Montagabend, doch dieses eine Probetraining reichte den BSV-Verantwortlichen, um am Dienstagmorgen Nägel mit Köpfen zu machen: Vorerst bis zum Jahresende bleibt der Ex-Profi bei den Schwarz-Weißen. Eine Chance für beide, wie Stutter einräumt. „Ich hoffe, dass ich endlich wieder Spielpraxis bekomme. Und ich will helfen, dass die Mannschaft nicht absteigt.“

Trotz dieses Drucks klingt Stutter erleichtert. „Eine Scheiß-Zeit“ liegt hinter dem 1,88 Meter großen Westfalen, wie er sagt. Nicht, dass er sich während seiner zwei Serien beim niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen nicht wohlgefühlt hätte. Stutter hatte seine Spielanteile – allerdings nur bis zum 0:3 gegen Ajax Amsterdam am 10. November 2013, also vor ziemlich genau einem Jahr. Danach zwang ihn ein Syndesmosebandriss samt Bruch des Wadenbeinköpfchens fast sechs Monate zum Zuschauen. „Erst im Laufe dieser Zeit habe ich erfahren, wie schlimm so eine Verletzung wirklich ist.“

Als er wieder spielen durfte, „war die Saison schon fast vorbei“, schilderte er gestern seinen Anfang vom Ende in den Niederlanden. Denn als es in die Verhandlungen zur Vertragsverlängerung ging, „war im Management des Vereins gerade einiges im Umbruch. Es zeichnete sich ab, dass nicht alle Spieler zu halten waren – und dies auch nur noch zu 60 Prozent des bisherigen Gehalts.“

Dabei blieb auch Stutter auf der Strecke. Deshalb brach er seine Zelte in Nijmegen ab und kehrte zurück nach Hause. „Ich hatte dort auch Angebote aus der Umgebung – aber es hat nicht so gepasst.“ Also hielt sich Stutter beim westfälischen Oberligisten Westfalia Rhynern fit und wartete auf bessere Zeiten.

Diese, so wünscht sich der sowohl als Mittelstürmer als auch überall im Mittelfeld einsetzbare Fußballer, sollen für ihn in Rehden anbrechen. „Ehrlich gesagt habe ich von dem Ort vorher noch nie was gehört.“ Doch nach den ersten Gesprächen am Freitag und dem Probetraining am Montag konkretisierten sich die Eindrücke. „Er hat uns überzeugt – und seine fußballerische Vita sprach ebenfalls für ihn“, erklärte BSV-Fußball-Vorstand Markus Kompp. Auch über die „Rahmenbedingungen“ hatten sich beide Seiten recht schnell geeinigt.

Die sehen erstmal vor, dass Marcel Stutter in Rehden wohnt – und auf dem Platz den Schwarz-Weißen aus der Krise hilft. Zweikampf- und Kopfballstärke zählt er selbst zu seinen Vorzügen. „Und ich glaube, dass ich da vorn ganz gut den Ball halten kann. Aber es dauert noch, bis ich auf den Stand von vor meiner Verletzung komme. Im Moment bin ich, glaube ich, bei 60 oder 70 Prozent.“

Sollte das Engagement trotzdem über dieses Jahr hinausgehen, würde es den Offensivmann freuen. Dass zum Rehdener Konzept neben dem Fußball auch die Arbeit zählt, macht ihm nichts aus: Stutter ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel. Keine schlechte Grundlage für einen Job – und womöglich weitere Verhandlungen mit BSV-Boss Friedrich Schilling.

Vorerst aber will sich der „Neue“ bei Interimscoach Daniel Gunkel durchsetzen: „Es wäre schön, wenn ich den Trainer gleich von mir überzeugen und am Samstag schon spielen könnte“, wünscht sich der 26-Jährige. Für diesen Fall hat er sich nur eins vorgenommen: „Drei Punkte!“

ck

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