Heimspiel gegen Braunschweig II gefährdet

Alle Rehdener „heiß“, nur der Platz liegt auf Eis

Rehden - Mehr als Lauftraining war gestern Abend für die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden nicht drin. „Die Plätze sind knüppelhart gefroren, da werden wir keine Verletzungen riskieren, die auf Beton passieren können“, stellte Rehdens Trainer Benedetto Muzzicato klar: „Vielleicht kriegen wir ja am Freitag so eine Art Abschlusstraining hin, aber ich glaube nicht, dass der Boden bis dahin auftaut.“ Dementsprechend skeptisch blickt er dem für Samstag ab 14.00 Uhr angesetzten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig II entgegen.

Auch BSV-Sportvorstand Michael Weinberg rechnete schon vor den für gestern Nachmittag und heute Mittag anberaumten Platzbegehungen mit der Absage des vierten Heimspiels hintereinander: „Das ist traurig für die Mannschaft, die immer und immer wieder hart arbeitet und sich auf das nächste Spiel vorbereitet. Alle sind heiß darauf, dass es jetzt losgeht.“

Nur nicht Michael Wessel. Der Abwehrchef liegt mit einer Grippe flach und spielt morgen auf keinen Fall. Robin Janowsky hat sich ebenfalls wegen eines Infekts abgemeldet. „Er ist zu früh wieder eingestiegen“, bedauert Muzzicato. Denn das, was der 20-Jährige in der Vorbereitung zeigte, imponiert dem A-Lizenz-Inhaber. Beim jüngsten 2:1-Testspielsieg gegen Oberligist TB Uphusen (Tore durch die Winterneuzugänge Tim Rieckhof und Fabian Lokaj) überzeugte der in Harpstedt aufgewachsene Defensivmann in der ersten Halbzeit als Rechtsverteidiger und nach der Pause auf der linken Abwehrseite: „Rechts wie links – Robin ist eine Waffe“, adelt Muzzicato den jungen Mann, der nun endlich ohne Gesichtssschutz spielen darf. Seit Sommer kennen ihn die Rehdener Fans nur mit diesem schwarzen Ungetüm über dem Gesicht, wenn er auflief – ein Andenken vom Oberligisten VfL Osnabrück II, für den er bis zur vorigen Saison gespielt und wo er sich einen Jochbeinbruch zugezogen hatte. „So eine Maske kostet ja eine Stange Geld – das zeigt, wie Robin tickt. Er hat hier immer eine äußerst professionelle Einstellung an den Tag gelegt – und ohne dieses Ding wird er seine Leistung noch um 20 Prozent steigern“, urteilt sein Coach: „Denn so ein Teil stört eben.“

Die BSV-Anhänger bekommen Janowsky also in dieser Saison auf jeden Fall noch unmaskiert zu Gesicht – ob der morgige Auftritt gegen die laut Muzzicato „technisch und spielerisch bestens ausgebildete“ Zweitliga-Reserve mit „ihren hungrigen Jungs“ nun angepfiffen wird oder nicht. „Aber neun Heimspiele haben wir ja noch“, verdeutlicht Sportvorstand Weinberg, dass nichts aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben ist. - ck

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